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Burg Rabenstein: Wo die traurige Geister-Dame im Turm wartet


Der Turm von Burg Rabenstein / Fotos: Burgerbe.de
Der Turm von Burg Rabenstein / Fotos: Burgerbe.de
Burgen mit Geistergeschichten haben für mich einen ganz besonderen Reiz. Burg Rabenstein im Fläming hat so eine Sage um eine verzauberte junge Dame.

Normalerweise hasse ich ja copy & paste, aber weil diese brandenburger Sage ziemlich charakteristisch ist, gebe ich sie hier mal in voller Länge wieder:

Die Rosmariesage

Das ritterliche Paar, welches vor langer Zeit auf dem Rabenstein wohnte, hatte eine schöne Tochter Rosemarie. Die saß am Abend des Johannistages am Fenster und sah im Dort Raben unten im Tal, wie sich die Dorfjugend bei Spiel und Tanz vergnügte. Sie wollte an diesem fröhlichen Treiben teilzuhaben und schlich sich schließlich in einfachen Kleidern ins Dorf.

Dabei bemerkte sie gar nicht, wie schnell die Zeit verging. Plötzlich schlug es Mitternacht und vom Turm der Burg erschallten die Hörner. Das war das Zeichen, dass auf Rabenstein die Tore zur Nacht verschlossen wurden. Das erschrockene Burgfräulein lief zur Burg hinauf. Aber sie kam zu spät.
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Wie das Rodensteiner Geisterheer die Behörden foppte



Was brauset so schaurig vom Walde
Zur Mitternachtsstunde herab?
Was brauset durch Häuser und Bäume
In luftiger dunkler Gestalt?
Es ziehet mit Reuter und Rossen
Und rasselndem Kriegesgeräth,
Von einem der Schlösser zum andern
Der schreckliche Rodenstein aus!

rodensteiner.jpgKlingt gut, nicht? So beginnt das Buch Der Burggeist von Rodenstein oder der Landgeist im Odenwalde. Eine alte Volkssage, 1816 von Konrad Dahl in Frankfurt herausgebracht. Übrigens kein Roman, sondern die kommentierte Erzählung einer alten Sage, die immer wieder versucht, der zugrunde liegenden Geistergeschichte auf den Grund zu kommen.

So eine Art „Akte X“ des ausgehenden Absolutismus.

Geschichten von Geisterheeren oder gespenstischen Jagdgesellschaften hoch in den Wolken sind von diversen Orten überliefert. Das Thema ist deshalb so interessant, weil es offenbar zeitlos ist und germanische Mythen fortsetzt: Die Geschichte vom Donnergott Thor, der auf seinem Streitwagen über den Himmel jagt.

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Klopfende Geister unter Edinburgh Castle




Schloss Edinburgh / Foto: Burgerbe.de
Schloss Edinburgh / Foto: Burgerbe.de / Foto oben: Foto: Wikipedia / Ricardo Ricote Rodrí… / CC-BY-SA 3.0
Schloss Edinburgh hat einen gespenstischen Ruf: Es gilt als Ort mit den meisten Spukphänomenen weltweit. Und einige Schotten machen ein gutes Geschäft damit.

Für stolze 75 Pfund bieten die Ghostfinder mittlerweile sechsstündige Touren durch die Katakomben („Edinburgh Vaults“) unter Schloss und Altstadt der schottischen Hauptstadt an.
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