Schlagwort-Archive: Oesterreich

„Wir sind Kaiser“: Drehort Wiener Hofburg



Ein Bürgerlicher hat die Wiener Hofburg aktuell ganz groß rausgebracht und ihr Traum-Einschaltquoten beschert.

Die Deutschen leben ihre Sehnsucht nach gekrönten Häuptern ja durch Anschmachten der diversen Royals in einer Unzahl an Yellowpress-Organen aus oder hängen an den Lippen vom Adelshochzeitsexperten Rolf Seelmann-Eggebert. Alles nur Ersatzbefriedigung…

Österreicher haben es da einfacher. Der Adel ist zwar (anders als in Deutschland) abgeschafft, die Relikte der Habsburger-Monarchie sind sind aber allerorten präsent.

Was lag da näher, als nochmal einen Kaiser in der Hofburg Hof halten zu lassen?
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Sapotnitza: Österreichs letzte Grenzfestung in Kärnten



Die enge und kurvige Loiblpasstraße wurde durch Bunker und Maschinengewehrnester fesichert
Die enge, kurvige Loiblpasstraße wurde durch Bunker und MG-Nester gesichert / Foto: Wikipedia/Johann Jartiz/CC BY-SA 3.0
Die Alpen haben im Ersten Weltkrieg blutige Schlachten zwischen der sterbenden K.u.K.-Monarchie und dem Königreich Italien gesehen.

Die nach der Auflösung des Wiener Kaiserreichs entstandene Republik Österreich lernte aus dieser Geschichte und sprengte Bunkeranlagen ins Gestein, um wichtige Durchgangsstraßen in Grenznähe zu sichern.

Eine dieser Festungen wurde sogar noch in den 1990er Jahren ein letztes Mal militärisch genutzt: Sapotnitza in Kärnten. Davon berichtet das ORF.

Die Bunker entstanden in den 1930er Jahren. Als es zu Spannungen mit Nazi-Deutschland kam, ließ die österreichische Regierung die Befestigungen des Bundesheers an der Grenze zu Deutschland beschleunigt ausbauen.
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Burg Greifenstein im Wienerwald zu verkaufen: Wer zahlt 3,5 Millionen?



Burg Greifenstein in Niederösterreich steht zum Verkauf. Foto: © Bwag / Wikipedia
Burg Greifenstein in Niederösterreich steht zum Verkauf. Foto: © Bwag / Wikipedia / Foto oben: aquarius3 – Flickr.com / CC-BY-SA 2.0
Die dicken Mauern von Burg Greifenstein auf einem Felsen des Wienerwalds an der Donau haben schon viel gesehen: Im berüchtigten Turmverlies der Burg der Bischöfe von Passau saßen im 16. Jahrhundert Geistliche und Laien ein, die vom Kirchengericht zu Kerkerstrafen verurteilt worden waren. Christliche Nächstenliebe war in Zeiten der Gegenreformation eher weniger gefragt.

Nach 1770 wurde die Burg nicht mehr bewohnt. 1803 verlor der Passauer Bischof die Herrschaft über die Burg. Nun hätte nicht viel gefehlt, und sie wäre zum Abriss freigegeben worden.

Jedoch fand sich in den ersten Jahren des 19. Jahrhunderts mit Johann von Liechtenstein ein damals recht prominenter Retter der Burg. Der im Kampf gegen Napoleon chronisch erfolglose österreichische Feldmarschall leitete den Wiederaufbau im Stil der Romantik ein. Durch ihn bekam die Burg ihr heutiges Aussehen. Burg Greifenstein im Wienerwald zu verkaufen: Wer zahlt 3,5 Millionen? weiterlesen

Burgruine Hochkraig und der Fluch des Hakenkreuzes



Das Hakenkreuz auf Burg Hochkraig: Die Kleine Zeitung berichtet. Bild: Screenshot kleine-zeitung.at
Die Burg mit dem Hakenkreuz-Problem: Screenshot von www.kleinezeitung.at / Foto oben: Burg Hochkraig mit dem Hakenkreuz: Wikipedia / Johann Jaritz / CC BY 3.0 DE

Hakenkreuz-Schmierereien kommen ja in den besten Gegenden vor. In der Regel hilft da ein Schuss scharfes Reinigungsmittel weiter. Auf Burg Hochkraig in Kärnten ist das Problem schon etwas größer. Und älter.

Vor 80 Jahren, 1934, bemalten österreichische Nazis den romanischen Bergfried der Ruine mit einem riesigen und weithin sichtbaren, akuraten weißen Hakenkreuz. Es war das Jahr des gescheiterten Juliputschs.

Der Aufstand hatte neben Wien auch in Kärnten einen Schwerpunkt.

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Burgenbau in Friesach begann im Mai 2009



friesach
Screenshot der Friesacher Burgen-Seite
Nun hat auch Kärnten eine mittelalterliche Burgen-Baustelle, wie im französischen Guédelon. Am 2. Mai 2009 wurde die Baustelle auf einem Hügel im Süden der Stadt feierlich eröffnet. Das meldet die Friesach-Homepage (Artikel inzwischen offline).

Auf einem 6,5 Hektar großen Bauplatz soll innerhalb der nächsten 30 Jahre eine neue „alte“ Burg entstehen. Grund für das Schneckentempo: Gebaut wird einzig mit Handwerkstechniken aus dem Mittelalter.
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