Schlagwort-Archive: Geschichte

Bulgariens Ex-Zar Simeon will Schlösser zurück




Will das königliche Erbe zurück: Simeon II. von Bulgarien / Foto: Wikipedia / Nadya Reid / Attribution-Share Alike 2.0
Will das königliche Erbe zurück: Simeon II. von Bulgarien / Foto: Wikipedia / Nadya Reid / Attribution-Share Alike 2.0
Wenn Herrscherhäuser durch Revolutionen oder fremde Armeen vertrieben werden, bleibt die Frage: Wem gehören die verlassenen Schlösser, Burgen und die sie umgebenden Ländereien, die die Fürsten durch jahrhundertelanges Auspressen der Bevölkerung angesammelt haben?

In Deutschland war das speziell nach dem Ersten Weltkrieg ein Reizthema und führte 1926 zum Volksentscheid zur Fürstenenteignung. Der scheiterte trotz einer ziemlich modernen PR-Kampagne von KPD und SPD („Keinen Pfennig den Fürsten – Sie sollen stempeln gehen“).

Zu den Hintergründen siehe Wikipedia. Die Hals über Kopf geflüchteten Herrscherhäuser konnten danach – einige auch wieder nach dem Zweiten Weltkrieg – mit erheblichen Abfindungen rechnen und zählen heute zu den reichsten Familien des Landes.

Bulgarien steht nun vor einem ähnlichen Problem.
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Zu Besuch auf der Festung Hohentwiel




Das hätte den Mitarbeitern von NSA, BND & Co. gar nicht gefallen: Mit Spionen verstand man auf der Festung Hohentwiel nämlich keinen Spaß. Wurde einer entdeckt, wie im Jahr 1528, erwartete ihn tiefer Sturz mit jähem Ende.

In jenem Jahr war ein Österreicher aufgeflogen, dessen Auftrag es war, die württembergische Besatzung zu einer Meuterei anzustacheln. Sein Schicksal: Er wurde auf den Schmitterfelsen geführt und – bei bester Fernsicht – zu Tode gestürzt.
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Ausgrabung der Holzburg Niendorf: Blick in die Zeit des Sachsenkriegs




Die Motte von Guedelon
Nachbau des Turms einer Holzburg (Motte) in Guédelon / Foto: Burgerbe.de
Der Sachsenkrieg Heinrichs IV. 1073 bis 1075 war eine unschöne Angelegenheit. Der König hatte aus der Bevölkerung am Harz ein Maximum an Steuern herausgepresst, u.a. um seinen prunkvollen Hof in Goslar unterhalten zu können.

Heinrich hatte rund um den Harz Burgen angelegt, um seine Ländereien zu schützen und sie mit seinen schwäbischen Landsleuten besetzt. Für die Sachsen eine Provokation.

Das Ganze eskalierte schließlich im sogenannten Sachsenaufstand.

2010 entdeckten Archäologen in einem Moorbereich an der Ohre in Haldensleben Spuren dieses Konflikts: die bemerkenswert gut erhaltenen Überreste der mittelalterlichen Holzburg Niendorf aus dem 11. Jahrhundert. Danach wurde die eindrucksvolle Befestigungsanlage auf dem etwa fünf Hektar großen Grabungsareal auf einem Firmengelände ganz freigelegt.
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Deutschlandrundfahrt „My home is my castle“: Von Iserhatsche bis Ritter Kahlbutz


Vulkanschloss Montagnetto im Landschaftspark Iserhatsche / Foto: Wikipedia/Robby4711/CC-BY-SA-3.0-migrated
Vulkanschloss Montagentto im Landschaftspark Iserhatsche / Foto: Wikipedia/Robby4711/CC BY-SA 3.0
Sendungen über Burgen: Das ist doch nur ein Format fürs Fernsehen, für Arte, 3Sat und den Seniorensender ZDF? Ja, aber es geht auch im Hörfunk. Radio Arabella in Österreich hat es mit „Burgen, Schlösser und Ruinen“ vorgemacht. Und jetzt bringt auch das Deutschlandradio Kultur ein 45-minütiges Feature seiner Deutschlandrundfahrt unter dem Titel „My home is my Castle“.

Johannes Nichelmann hat mehrere noch bewohnte Burgen besucht und den Besitzern das Mikro unter die Nase gehalten. Los geht es im Landschaftspark Iserhatsche bei Bispingen in der Lüneburger Heide. Hauptattraktion ist Schloss Montagnetto, ein verkleinerter Nachbau eines Schlosses im italienischen Stil.
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Schloss Bückeburg: Schaumburg-Lippes Prachtresidenz



Bückeburg. Wie das schon klingt. Ein Flecken mitten im Nirgendwo am Rand des Weserberglands, regional bekannt für sein lautstark zelebriertes Schützenfest, eine Halle mit 40 Hubschraubern („Helikoptermuseum“) sowie die eigenwillige Idee, die örtliche Landmesse „Ährensache“ zu nennen und dafür mit einer nasebohrenden Kuh zu werben.
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