Die Manderscheider Burgen / Bild oben: Schloss Bürresheim bei Mayen / Fotos: Burgerbe.deDie Eifel galt lange als das Armenhaus Deutschlands. Spöttisch-bedauernd wurde die Region jahrzehntelang „Preußisch-Sibirien“ genannt. Bis zum späten Mittelalter war die Eifel nur spärlich besiedelt. Doch Burgen entstanden in dieser hügeligen Einöde jede Menge.
Das geht auf die Lage zwischen den Territorien von Kurköln und Kurtrier, der Grafschaft Luxemburg und dem Herzogtum Jülich zurück. Zur Grenzsicherung mussten Burgen her. Ein Beispiel ist die Burg Wernerseck auf einer Felsklippe bei Ochtendung.
Burg Kirspenich: Malerische Wasserburg in der Eifel / Fotos: Burgerbe.deIm verschlafenen Eifeldorf Kirspenich (1242 Einwohner und viele Hunde) kann man eins besonders gut: Heiraten. Mitten im Ort empfiehlt sich Burg Kirspenich, die sonst öffentlich nicht zugänglich ist, als Hochzeitslocation.
Burg Veynau; Das Herrenhaus wurde im 18. Jahrhundert wieder aufgebaut / Fotos: Burgerbe.deBekannte mittelalterliche Anlagen mit reichlich Markttreiben wie Burg Satzvey am Nordrand der Eifel ziehen Besucher aus allen möglichen Ecken an. Die Strahlkraft solcher Burgen führt oft dazu, dass sehr ansehnliche Schlösser in unmittelbarer Nachbarschaft der Touristenziele weitgehend unbekannt bleiben.
Das kann natürlich auch durchaus positiv sein – wie im Fall von Burg Veynau. Die imposante Wasserburg liegt in Sichtweite der Autobahn A1 (Anschlussstelle Wisskirchen). Wer zu den Ritterspielen von Burg Satzvey fährt, sieht ein paar Meter nach der Abfahrt von der Autobahn kurz die Türme von Burg Veynau über die Bäume ragen.
Der Wohnturm dominert Burg Olbrück / Foto: Wikipedia / Wolkenkratzer / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Burgerbe.de
Die Eifelburg Olbrück ist ein gutes Beispiel dafür, wie Burgen nach schweren Zerstörungen immer wieder aufgebaut wurden. Und auch heute wird dort fleißig saniert. Gerade meldet der Bonner Generalanzeiger, dass die Reparaturarbeiten am 34 Meter hohen Bergfried abgeschlossen sind.
Das Wahrzeichen des Brohltals kann jetzt wieder wieder von dienstags bis sonntags zwischen 10 bis 18 Uhr besichtigt und der Turm erklettert werden (die Öffnungszeiten gelten bis zum 1. November). Von oben kann man bis zum Kölner Dom sehen. Der harte Frost hatte zuvor Teile des Putzes am Turm abplatzen lassen. Burg Olbrück: Turm ist saniert weiterlesen →
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