Corona-Pandemie: Diese Burgen und Schlösser haben geschlossen

Schloss Herrenchiemsee ist wegen des Coronavirus vorerst geschlossen / Foto: Wikipedia/Guido Radig/CC-BY-SA 3.0 / Foto oben (Schloss Neuschwanstein): Wikipedia / Softeis / CC-BY-SA 3.0

Zunächst hatten Tourismus-Funktionäre lediglich über die wegen des Coronavirus ausbleibende Besucher im Februar geklagt. Um die Verbreitung des Virus nicht noch weiter zu beschleunigen, haben diverse Schlösser und Burgen nun komplett geschlossen.

Schloss Neuschwanstein: Bayerns Vorzeigeschloss im Allgäu mit jährlich 1,5 Millionen Besuchern konnte jahrzehntelang auch auf tausende Fans aus Fernost zählen.

Nun teilt die Bayerische Schlösserverwaltung mit: Schloss Neuschwanstein bleibt „bis auf weiteres für Besucher geschlossen“.


Gleiches gilt für Schloss Herrenchiemsee, Schloss Linderhof, Burg Burghausen und alle anderen Sehenswürdigkeiten der Bayerischen Schlösserverwaltung. Zumindest der Online-Buchshop der Schlösserverwaltung hat noch geöffnet.

Der Sinnwellturm: Nistplatz für Wanderfalken / Foto: Burgerbe.de

Die Falken, die aktuell wieder im Sinnwellturm der Nürnberger Kaiserburg brüten, bekommen von ihrem hohen Nistplatz aus ab sofort noch weniger Menschen zu sehen als gewöhnlich. Die Burg ist für Besichtigungen bis auf weiteres geschlossen.

Auf der Wartburg in Thüringen wird am 16. März der Museumsbetrieb inklusive aller Führungen und Veranstaltungen „auf unbestimmte Zeit“ eingestellt. Das wurde am Freitag bekannt gegeben.

Die Konzerte auf der Wartburg fallen zunächst bis zum 19. April aus. Die Burghöfe können weiter betreten werden.

Das gleiche Bild in Berlin und Brandenburg: Die Stiftung Preußische Schlösser teilt mit: „Als Präventivmaßnahme zur Eindämmung von SARS-CoV-2-Infektionen bleiben die Schlösser vom 13. März bis 19. April 2020 temporär geschlossen. In dieser Zeit finden keine Veranstaltungen statt“.

Foto: Wikipedia / Times / CC-BY-SA 2,5

Betroffen sind unter anderem Schloss Charlottenburg, Schloss Sanssouci, das Neue Palais in Potsdam, Schloss Cecilienhof, dass Marmorpalais und die Pfaueninsel sowie das malerische Schloss Rheinsberg.

Auch Festungsmauern schützen nicht vor dem Coronavirus, dem Auslöser der gefürchteten Lungenkrankheit Covid-19: Die Homepage der Festung Ehrenbreitstein meldet, dass ab sofort bis einschließlich 20. April 2020 keine Veranstaltungen der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz und auch keine Führungen stattfinden.

So musste auch die beliebte „Jagd nach der goldenen Kanonenkugel“ (Link) vorzeitig beendet werden.

Die Außenbereiche der Festungsanlage sowie die Ausstellungshäuser sind weiter für Besucher geöffnet. Auch die Seilbahn zwischen Koblenz und der Festung verkehrt weiter (Link zur Festungs-Homepage).

Burg Kriebstein in Sachsen / Foto: Burgerbe
Burg Kriebstein hat noch Winterpause

Sachsens „schönste Ritterburg“ (Eigenwerbung), die Burg Kriebstein, kann aktuell auch nicht besichtig werden. Das liegt allerdings daran, dass die Saison hier planmäßig erst am 20. April beginnen soll (Link).

Ein für den 28. März geplanter Spaziergang zum Fuß der Burg unter dem Titel „Mit dem Baumeister unterwegs am Fluss“ wurde abgesagt.

Ebenfalls ein sächsischer Besuchermagnet ist normalerweise die Festung Königstein im Elbsandsteingebirge. „Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen“ bleibt die Festung zunächst bis zum 19. April geschlossen (Link). Grundästzlich bleiben alle staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten in Sachsen bis zu diesem Zeitpunkt geschlossen.

Ähnlich sieht es in Nordrhein-Westfalen aus. Hier hat zum Beispiel Schloss Burg an der Wupper bis zum 19. April die Tore geschlossen und alle Veranstaltungen gestrichen. Der entsprechende Hinweis an die Besucher endet mit dem Rat: „Achten Sie aufeinander und bleiben Sie gesund!“ (Link)

Burg Hohenzollern: Schon von weitem zu sehen / Foto: Burgerbe.de

Mittlerweile ist wegen der Coronavirus-Pandemie auch die Burg Hohenzollern bis einschließlich 19. April geschlossen (Link zur Burg-Seite).

Meine Lieblingsburg, Burg Eltz in Rheinland-Pfalz, verlängert ihre bis zum 1. April laufende Winterpause bis zum 20. April (Link).



Informationen des Robert-Koch-Instituts zum Coronavirus:



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