Archiv der Kategorie: Bayern

Geschichten zu Burgen und Schlössern in Bayern.

Landkreis kauft Altes Schloss Gereuth für 1 Euro / Neues Schloss ist nicht betroffen

Ein „Schloss“ für einen Euro. Bei solchen Schnapper-Preisen ist in der Regel ein Haken an der Sache.

Für das verfallende Alte Schloss Gereuth im Landkreis Hassberge (Unterfranken) könnte der Verkauf für den symbolischen Euro die Rettung bedeuten. Der Käufer, der Landkreis Hassberge geht angesichts der ungewissen Sanierungskosten ein erhebliches finanzielles Risiko ein.

Mit dem bewohnten, Neuen Schloss Gereuth gegenüber hat der Kauf nichts zu tun (ich bitte hier um Entschuldigung, wenn mein Text zunächst diesen Eindruck erweckt haben sollte).

Am Montag hat der Kreistag beschlossen, den Kauf des ältesten Teils der Anlage zu wagen. Das berichtet die Neue Presse Coburg.
(Foto: Wikipedia/Darg Avenger/CC-BY-SA 3.0)
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Burg Niederhaus, die Staufer und der Meteorit vom Nördlinger Ries

Roter Suevit: Das Gestein bildete sich beim Meteoriteneinschlag im Nördlinger Ries / Foto: Wikipedia / Juhannes Baier / CC-BY-SA 3.0 / Bilder oben: gemeinfrei
Die Geschichte von Burg Niederhaus beginnt mit einem kosmischen Zwischenfall. Vor 14,4 Millionen Jahren schlug ein etwa 10 Kilometer großer Meteorit in die damals subtropische schwäbische Idylle ein und riss einen Krater von etwa 350 Quadratkilometern. Heute bekannt als Nördlinger Ries.

Der sogenannte Impaktor war mit Überschallgeschwindigkeit durch die Atmosphäre gejagt. Im 30 Grad-Winkel traf er die Erdoberfläche. Dabei entluden sich gigantische Energien.

Das Gestein am Einschlagspunkt wurde hunderte Meter tief zermahlen und unter dem Druck von mehreren Millionen Bar und Temperaturen von etwa 30.000 Grad aufgeschmolzen und zum Teil in die Luft geschleudert.

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Inflation im Mittelalter: Schinderlinge und Böse Halser von Burg Hals

Millionen-Banknote von 1923: Auf Burg Hals kannte man die Inflation schon im 15. Jahrhundert / Foto: gemeinfrei / Bild oben: Burgerbe.de

Burg Hals in Passau ist einer der Schauplätze einer mittelalterlichen Inflation, die den süddeutschen und österreichischen Raum jahrelang plagte.

Rückblick auf das Jahr 1457: Unter den Habsburgern herrschte Familienstreit. Kaiser Friedrich III. und sein Bruder Erzherzog Albrecht IV. bekriegten sich. Kriegsknechte und Kanonen waren enorm teuer.

Die hohen Herren waren so knapp bei Kasse, dass sie zu Tricks griffen. Münzverschlechterung war das Gebot der Stunde.

Legaler Betrug mit Kleingeld

Was die Großen des Reiches bereits eifrig praktizierten, das konnten die Kleinen schon lange. Zum Beispiel machte der Herr der Burg Hals in diesen Jahren mit einem dreisten Betrug mit selbst geprägtem Kleingeld Kasse. Und zwar ganz legal.

Auf der Burg, malerisch gelegen über einer Schleife der Ilz, ließ der hochverschuldete Johann III., Landgraf von Leuchtenberg, unter Hochdruck Münzen schlagen.
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Burg Rieneck: Wie geht’s weiter auf der Pfadfinderburg?

Die Burg Rieneck ist heute eine Pfadfinder-Jugendburg / Foto und Foto oben: Wikipedia / gemeinfrei

Für Jugendherbergen gerade in historischen Gemäuern haben die Auswirkungen der Corona-Pandemie gravierende bis existenzbedrohende Folgen. So ist es auch auf Schloss Rieneck, der Jugendburg des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) in Unterfranken.

Pit Kallmeyer, Geschäftsführer der Burg mit ihren 137 Betten, hat der Mainpost die Situation erläutert: Monatelang keine Einnahmen auf der einen Seite stehen Ausgaben für die 22 Mitarbeiter und die Betriebskosten gegenüber.

Der Staat springt ein, aber nur mit dem Ersatz von 60 Prozent der Einnahmeausfälle bis 31. Juli 2020. Wie es danach weitergehen soll, weiß Kallmeyer noch nicht.
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Corona-Pandemie: Diese Burgen und Schlösser haben geschlossen

Schloss Herrenchiemsee ist wegen des Coronavirus vorerst geschlossen / Foto: Wikipedia/Guido Radig/CC-BY-SA 3.0 / Foto oben (Schloss Neuschwanstein): Wikipedia / Softeis / CC-BY-SA 3.0

Zunächst hatten Tourismus-Funktionäre lediglich über die wegen des Coronavirus ausbleibende Besucher im Februar geklagt. Um die Verbreitung des Virus nicht noch weiter zu beschleunigen, haben diverse Schlösser und Burgen nun komplett geschlossen.

Schloss Neuschwanstein: Bayerns Vorzeigeschloss im Allgäu mit jährlich 1,5 Millionen Besuchern konnte jahrzehntelang auch auf tausende Fans aus Fernost zählen.

Nun teilt die Bayerische Schlösserverwaltung mit: Schloss Neuschwanstein bleibt „bis auf weiteres für Besucher geschlossen“. Corona-Pandemie: Diese Burgen und Schlösser haben geschlossen weiterlesen