Archiv der Kategorie: Europa

Burg Finkenstein in Kärnten ist für 2,35 Millionen zu verkaufen



Die Arena auf Burg Finkenstein / Foto: Wikipedia / Johann Jaritz / CC-BY-SA 4.0 / Foto oben: Wikipedia / Johann Jaritz / CC-BY-SA 4.0

Wer kann eine Burgruine mit Freiluft-Arena und Veranstaltungshalle gebrauchen? Die Burg Finkenstein in Kärnten mit ihrem 22.000 Quadratmeter großen Gelände steht gerade für 2,35 Millionen Euro zum Verkauf.

Der Erwerber der Burg oberhalb des Faaker Sees am Fuß der Karawanken wird dann in diesem Jahr unter anderem auch Gastgeber von Annett Louisan (22. August 2020), Konstantin Wecker (31. Juli) und der Oper Nabucco (18. Juli).

Verkäufer der historischen Anlage ist die Eigentümerfamilie Satran. Gerhard Satran sen., die treibende Kraft hinter der Renovierung der Burg und dem Aufbau des Veranstaltungsprogramms war 2015 im Alter von 68 Jahren gestorben.
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Der Galaxienjäger von Birr Castle und sein teurer Leviathan

Birr Castle: Der Leviathan beobachtet wieder den Himmel / Foto (und Foto oben): Wikipedia / Tpower / CC-BY-SA 3.0

Das größte Spiegelteleskop der viktorianischen Zeit stand nicht in England, dem Deutschen Reich oder den USA, sondern mitten in Irland – und zwar auf einer Burg.

Die Rede ist von dem für damalige Verhältnisse riesigen Teleskop auf Birr Castle. Benannt war es nach dem biblischen Seeungeheuer Leviathan genannt wurde.

Mit 16 Metern Länge maß der Leviathan drei Meter mehr als sein heutiger fliegender Nachfolger: das Hubble-Weltraumteleskop.

Auf Birr Castle steht mittlerweile nur noch ein Nachbau des historischen Apparats, der großen Anteil an der Erforschung des Weltraums in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hatte.
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London Bridge: Die abgeschnittenen Köpfe am Verrätertor

London Bridge 1616 mit Traitors Gate und den aufgespießten Köpfen / Bild: gemeinfrei

Wer zur Zeit von Queen Elizabeth I. von Süden ins quirlige London kam, musste an einem grausigen Anblick vorbei: An einem Tor auf der damals einzigen Themsebrücke waren die abgeschnittenen Köpfe von Kriminellen und „Verrätern“ auf Pfähle gespießt.

Für die meisten Londoner war das eine alltägliche Tradition. Alle paar Wochen kam ein neuer Kopf auf eine Stange, während ältere sich – von Wetter und Vögeln malträtiert – auflösten. Zur besseren Haltbarkeit im Inselklima hatte man sie vor dem Aufstellen in Teer getränkt.

Um die 30 Köpfe sollen sich im Schnitt am Durchgang befunden haben, der den Namen Traitors Gate (Verrätertor) trug. Das gruselige Brückentor gibt es nicht mehr. Der Name lebt im Tower weiter.
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Maria Stuart: Wo liegen die Drehorte des Schottland-Dramas?



Das Filmplakat zu "Maria Stuart" / Bild oben: Holyrood Palace in Edinburgh / Foto:  Wikipedia / HylgeriaK / CC-BY-SA 3.0
Das Filmplakat zu „Maria Stuart“ / Bild oben: Einer der Maria Stuart Drehorte: Blackness Castle / Foto: Wikipedia / Dr John Wells / CC-BY-SA 3.0
Es ist „Maria Stuart“-Zeit im Kino: Das Drama um die Königinnen von England und Schottland, ihre Liebhaber und Gegner und falschen Freunde wird einer der Filmhits des Jahres 2019.

In den Hauptrollen: Die in Irland aufgewachsene Saoirse Ronan als Maria Stuart, die sich als 18-jährige Witwe daran macht, den schottische Thron zu übernehmen – und Margot Robbie, einst Star der australischen Soap „Neighbours“ als alternde Elisabeth I., die ihre energische Cousine bewundert.

Aber wo lagen die Drehorte des Streifens, in dem viel Highland aber auch diverse Burgen zu sehen sind?

Gefilmt wurde 2017 und 2018 vornehmlich in England und Schottland. Viele Schauplätze werden in diesem Sommer wohl einen Besucheransturm erleben…
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Achilleion: Warum zog es „Sissi“ ins Schloss auf Korfu?



Sommerterrasse vor dem Achilleion / Foto (und Foto oben); Foto: Wikipedia, Bärwinkel,Klaus / CC-BY-SA 3.0
Sommerterrasse vor dem Achilleion / Foto (und Foto oben); Foto: Wikipedia, Bärwinkel,Klaus / CC-BY-SA 3.0

Was macht eine Kaisergattin am strunzkonservativen Wiener Hof voller intriganter Speichellecker, wenn sie ihre biologische Pflicht zur prompten Lieferung des männlichen Thronfolgers erfüllt hat? Und wenn sie mit dem permanenten Durchzug in den pompösen Schlössern nicht klarkommt?

Elisabeth „Sissi“, Kaiserin von Österreich, und zu diesem Zeitpunkt gerade 22 und bereits dreifache Mutter, antwortete mit: „Reisen. Am liebsten allein und nach Korfu“. Das war 1860.

Die griechische Insel im Ionischen Meer ließ die gebürtige Bayerin zeitlebens nicht mehr los. 30 Jahre später, ihr Erstgeborener hatte gerade Suizid verübt, wurde die Sehnsucht nach der fernen Sonneninsel übermächtig.

„Sissi“ setzte ihrer Korfu-Begeisterung mit dem Bau des Achilleion ein palastartiges Denkmal.
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