Archiv der Kategorie: Europa

Russlands Krieg gegen die Ukraine: Gefahr für UNESCO-Welterbe

Die wiederaufgebaute Upenski-Kathedrale / Foto: Wikipedia / Деревягін Ігор / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Kirchen des Kiewer Höhlenklosters / Foto: Falin / CC-BY-SA 3.0
Der russische Überfall auf die Ukraine richtet sich gegen ein Land mit sieben UNESCO-Welterbestätten. Die Zerstörung von Welterbestätten ist ein Kriegsverbrechen.

Befehlshabern, die Angriffe auf Welterbestätten anordnen, drohen Anklagen vor dem internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Bei einer Verurteilung sind Haftstrafen von bis zu 30 Jahren möglich.

Grundlage des Welterbestatus ist die UNESCO-Welterbekonvention von 1972 (Link zum Text). Dort heißt es in Artikel 6.3:
Jeder Vertragsstaat verpflichtet sich, alle vorsätzlichen Maßnahmen zu unterlassen, die das in den Artikeln 1 und 2 bezeichnete, im Hoheitsgebiet anderer Vertragsstaaten befindliche Kultur- und Naturerbe mittelbar oder unmittelbar schädigen könnten.
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Drei Musketiere auf Burg Kreuzenstein: Fechten für den Booster

Burg Kreuzenstein war mal wieder Drehort / Foto: Wikipedia / © Bwag/Commons / CC BY-SA 3.0 / Bild obeb: Screenshot Youtube
Die Zahl drei ist eine der wichtigsten. Aller guten Dinge sind bekanntlich III. Ohne die Drei gäbe es keine Trios, kein Triumvirat – und keine Spiele um die goldene Ananas.

Ohne „Der Dritte Mann“ würde im Nachkriegs-Wien etwas fehlen. Dreisamkeit? Dreiländereck? Drittstaaten? Alles nicht mehr da.

Und die Corona-Schutzimpfung ist mittlerweile auch erst nach dem dritten Pieks komplett.

Da ist es schon schlüssig, dass in einem Werbefilm fürs Impfen die Drei eine ganz große Rolle spielt. Wobei wir bei den drei Musketieren und einer fantastischen Burg in Niederösterreich wären. Drei Musketiere auf Burg Kreuzenstein: Fechten für den Booster weiterlesen

Wasserburg am Bodensee: Grafenschloss und Fuggers Folterkammer

So sah die Halbinsel Wasserburg um 1900 aus. Bild: gemeinfrei / Bild oben: Burgerbe.de

Wasserburg. Was für ein vielversprechender Name für einen Ort am Nordufer des Bodensees.

Aber wo kommt die Bezeichnung her? Existiert hier eine mächtige Seefestung, deren Kanonen drohend Richtung Schweizer Ufer zielen?

Steht hier vielleicht ein trutziger Wehrturm, von dem aus Wasserburger Wachtposten verdächtige Bewegungen im nahen Lindau stets im Auge behielten? Gibt es eine knarrende Zugbrücke?
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Wer kennt diese Burg in Ostpreußen?

Ostpreußen war ein Land der Burgen. Die Ordensritter erwiesen sich als emsige Burgen-Baumeister zwischen Weichsel und Memel. Der Hochmeister des Deutschordensstaates residierte von 1309 bis 1454 auf der für damalige Verhältnisse gewaltigen Marienburg am Ufer der Nogat. Aber auch die nicht ganz so bedeutenden regionalen Befehlshaber saßen in zum Teil ansehnlichen Befestigungen.

Die Wikipedia „Liste der Burgen im Deutschordensstaat“ listet insgesamt 174 Objekte auf. Diese liegen heute auf den Staatsgebieten von Russland, Polen, Lettland, Litauen und Estland. Da heute die Übersicht zu behalten, ist schwierig.
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Die schwarze Witwe vor dem Louvre: Der Tag nach der Bartholomäusnacht

Das Gemälde zur Bartholomäusnacht von 1880. Karl IX. und die schwangere Königin. Bild: gemeinfrei

Paris am Morgen des 24. August 1572. Mehrere tausend Menschen sind in den vergangenen Stunde umgebracht worden. Frankreichs Königinmutter Katharina von Medici tritt mit dem jungen König und dem Hofstaat aus dem stark befestigten Palais du Louvre, der alten Burg der französischen Könige an der Seine.

Die schwarz gekleidete Monarchin ist die dominierende Figur des Bildes. Sie schaut auf die Toten, die in ihrem Blut auf dem Pflaster vor der trutzigen Mauern der Residenz liegen. Der Blick der klein gewachsenen Frau ist distanziert, abschätzig.

Was ist die Geschichte hinter dieser Szene und diesem Bild?
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