Schlagwort-Archive: Schlösser in Bayern

Lodenmantel von König Ludwig II. auf Schloss Herrenchiemsee: Bayern erstarren in Ehrfurcht



Ein solcher Mantel des Bayern-Königs ist von den Motten verschont worden / Foto: Bayerische Schlösserverwaltung / Foto oben: Schloss Herrenchiemsee /  Wikipedia / Guido Radig / CC-BY-SA 3.0
Ein solcher Mantel des Bayern-Königs ist von den Motten verschont worden / Foto: Bayerische Schlösserverwaltung / Foto oben: Schloss Herrenchiemsee / Wikipedia / Guido Radig / CC-BY-SA 3.0

Der mittelschwer wahnsinnige Bayern-König Ludwig II. füllt erst nach seinem Tod die Kassen des Freistaats. Die späte Bewunderung gegenüber dem „Kini“ erreicht für Franken und Nicht-Bayern schon humoristische Dimensionen: Nun soll ein Lodenmantel des Pleite-Monarchen Touristenströme zu Schloss Herrenchiemsee locken.

Das Schloss wird am Sonntag, 1. Mai, wiedereröffnet. Zwei Monate lang wurden eine neue Klimaanlage eingebaut und Verbesserungen des Brandschutzes durchgeführt.

Wie die Bayerische Schlösserverwaltung mitteilt, wird aus diesem Anlass „ein privater Mantel Ludwigs II. erstmals im Ludwig II.-Museum präsentiert“.
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Thurn und Taxis verkaufen marodes Schloss Pürkelgut



Die neuen Besitzer vor der stark sanierungsbedürftigen Fassade / Foto: IZ
Die neuen Besitzer mit Fürstin Gloria vor der stark sanierungsbedürftigen Fassade / Foto: IZ / Foto oben: Wikipedia / Johanning / CC-BY-SA 3.0
Jahrzehntelang erledigte das Haus Thurn und Taxis an seinem einstiges Jagdschloss Pürkelgut in Regensburg nur Notreparaturen. Nun stoßen Fürstin Gloria & Co. die barocke Denkmalimmobilie ab, die fast zum Sterbeort von Napoleon geworden wäre. Und das offenbar für einen Millionenbetrag.

Käufer des Schlosses und des 49.000 Quadratmeter-Grundstücks ist die „Immobilien Zentrum Gruppe“ (IZ). Der Preis bleibt vertraulich.

Was die IZ mit dem Denkmal von 1728 anfangen will, ist noch nicht bekannt. Möglich wären etwa Luxuswohnungen oder gediegene Büros mit Parkblick.
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Statt Versteigerung: Kago-Schloss könnte Luxushotel Palais Postbauer werden




Auch das Bayerische Fernsehen berichtet über die Schloss-Versteigerung / Bild: Screenshot
Auch das Bayerische Fernsehen berichtete über den ersten Versuch einer Schloss-Versteigerung / Bild: Screenshot
Am 10. Mai 2016 steht erneut die Versteigerung von Bayerns jüngstem Prachtschloss (Baujahr 2006) auf der Tagesordnung des Oberlandesgerichts Nürnberg-Fürth.

Die Gläubiger hoffen auch ein Eingangsgebot von stolzen zehn Millionen Euro für das sogenannte Kago-Schloss im Ort Postbauer-Heng bei Neumarkt in der Oberpfalz.

Doch vielleicht kommt es doch nicht zum wiederholten, vergeblichen Versuch einer Zwangsversteigerung des Wasserschlosses des insolventen Ofenbau-Unternehmers Karl-Heinz Kago.

Aktuell macht ein potentieller Investor Schlagzeilen: Frank Rybinhaus von der in Gründung befindlichen Schlosszeit GmbH denkt laut über die Eröffnung eines Luxushotels mit dem Namen „Palais Postbauer“ im Kago-Schloss nach.
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Schlossherr Anton-Wolfgang Graf von Faber-Castell ist tot



Anton-Wolfgang Graf von Faber-Castell / Foto: Wikipedia / Press-office.fc.de / CC-BY-SA 3.0
Anton-Wolfgang Graf von Faber-Castell (1941-2016) / Foto oben: Das Faberschloss in Stein / Beide Fotos: Wikipedia / Press-office.fc.de / CC-BY-SA 3.0

Trauer in Franken: „Bleistiftkönig“ Anton-Wolfgang Graf von Faber-Castell ist im Januar 2016 im Alter von 74 Jahren nach schwerer Krankheit in Houston/Texas gestorben.

Das Unternehmen Faber-Castell mit Hauptsitz in Stein bei Nürnberg mit mehr als 500 Millionen Euro Jahresumsatz beschäftigt 7000 Mitarbeiter – und der Firmenchef hat sich auch als Förderer der firmeneigenen Schlösser einen Namen gemacht.

Diese Immobilien werfen nun einige Fragen für die Erben auf.
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Leer stehendes Wenzelschloss Lauf soll an Kaiser Karl IV. erinnern




Wohnturm des Wenzelschlosses in Lauf an der Pegnitz / Foto: Wikipedia / MacElch / CC-BY-SA 3.0
Wohnturm des Wenzelschlosses in Lauf an der Pegnitz / Foto: Wikipedia / MacElch / CC-BY-SA 3.0
Seit zwei Jahren steht das Wenzelschloss auf einer Pegnitzinsel im fränkischen Städtchen Lauf leer.

Das ist jetzt auch bis ins Bayerische „Heimatministerium“ gedrungen. Der Freistaat steckt nun eine Million Euro in eine temporäre Nutzung: Das Schloss soll mehrere Monate lang Teil der bayerisch-tschechichen Landesausstellung 2017 zu Kaiser Karl IV. (1316-1378) werden.

Mit dem Geld sollen vor allem die Räume im ersten Stock wie der historische Wappensaal für das Begleitprogramm der Ausstellung genutzt werden können.

An die Erfolge der aktuellen Landesausstellung wird die große Schau zu Karl IV. kaum anknüpfen können. Zurzeit wird nämlich ausführlich das populäre Thema „BIER in Bayern“ behandelt.
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