Schlagwort-Archive: Schlösser in Thüringen

Reinhardsbrunn: Das Frustschloss der Denkmalpfleger



Schloss Reinhardsbrunn in Thüringen wird zum Alptraum für Denkmalschützer / Foto: Wikipedia/Michael Sander
Schloss Reinhardsbrunn in Thüringen wird zum Alptraum für Denkmalschützer / Foto: Wikipedia/Michael Sander/Lizenz: CC-BY-SA-3.0,2.5,2.0,1.0 / Foto oben: Burgerbe.de
Der Verfall von Schloss Reinhardsbrunn schreitet voran. Selbst für Thüringer Verhältnisse, wo hunderte Burgen und Schlösser stark reparaturbedürftig sind, ist der Fall skandalös.

Nach der Wende hatten zwei Hotelgruppen große Pläne mit der Anlage, die auf ein mittelalterliche Kloster zurückgeht. Sie kauften das Schloss von der Treuhand, um ein Luxushotel daraus zu machen.

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Adeliger saniert Schloss Wildprechtroda



Schloss Wildprechtroda / Foto: Wikipedia/Metilsteiner
Schloss Wildprechtroda / Foto: Wikipedia/Metilsteiner/CC BY-SA 3.0
Es ist eine dieser Geschichten rund um die Deutsche Teilung, die nach Jahrzehnten doch noch ein Happy End haben: Die Familie von Butler war 1945 vor den Sowjets in den Westen geflohen.

Ihren jahrhundertalten  Besitz, Schloss Wildprechtroda im thüringischen Bad Salzungen, riss sich die DDR unter den Nagel, nutzte ihn als Vertriebenenheim und ließ das Gebäude verkommen.

Nach der Wende kauften Otto und Barbara von Butler das Anwesen zurück und begannen mit der aufwendigen Sanierung – unterstützt mit 400.000 Euro von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
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Schloss Breitungen: Inventar wird verkauft



Die Klosterkirche auf dem Gelände von Schloss Breitungen
Die Klosterkirche auf dem Gelände von Schloss Breitungen / Foto: Wikipedia/Michael Sander/CC-BY-SA-3.0,2.5,2.0,1.0
Die Instandhaltung von Schlössern verschlingt verdammt viel Geld. Das weiß auch Martin Koenitz, seit März 2007 Eigentümer des historischen Schlosses Breitungen (Herrenbreitungen) an der Werra in Thüringen.

Um Mittel für dringend nötige Sanierungen hereinzuholen, versuchte der Schlossherr nun zum zweiten Mal einen Verkauf von Schloss-Inventar – vom alten Werbeschild bis zum Ölgemälde. Davon berichtet InSuedthueringen.de.

Koenitz war nach dem „Antik-Wochenende“ mit dem Umsatz zufrieden. Er hat Großes vor: Der Eigentümer will das Schloss für die Öffentlichkeit öffnen – und dazu ist eine lange Reihe von Auflagen zu erfüllen.
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Schloss Wilhelmsburg: Höhepunkt der Thüringer Laga 2015



Schloss Wilhelmsburg in Schmalkalden
Schloss Wilhelmsburg in Schmalkalden / Foto: Wikipedia/Michael Sander/CC BY 3.0
Die thüringische Landesgartenschau 2015 in Schmalkalden hatte einen ihrer Höhepunkte rund um ein historisches Gebäude: Das schmucke Renaissance-Schloss Wilhelmsburg, den höchsten Punkt der Altstadt von Schmalkalden.

Für die Blumenfreunde sind vor allem die nach französisch-italienischem Vorbild konzipierten Gartenterrassen interessant. Sie sollen einen Schlossgarten des 17. Jahrhunderts erlebbar machen.  Historische Obstgehölze bereichern den Küchengarten, und im Schlossteich soll sich die Schönheit der imposanten Anlage (die weitgehend im Originalzustand erhalten ist) widerspiegeln.

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Neues Leben für Schloss Heringen




Weißes Schmuckstück - Schloss Heringen heute. Foto: Wikipedia/GFHund
Weißes Schmuckstück – Schloss Heringen heute.
Foto: Wikipedia/GFHund/CC BY-SA 3.0
Es ist ein Leuchtturmprojekt für die Wiederbelebung heruntergekommener Schlösser auf dem Gebiet der ehemaligen DDR: Schloss Heringen wird mit hohen öffentlichen Mitteln saniert.

„Es ist eines der ambitioniertesten Projekte in der Geschichte des Denkmalschutzes im Südharz“, schreibt die Thüringer Allgemeine.

Die mittelalterliche Burg der Grafen von Hohnstein war im 16. Jahrhundert aufwendig zu einem Renaissanceschloss umgebaut worden. Die Anlage besteht aus zwei nebeneinander stehenden Bauten, dem alten und dem neuen Schloss.

Am 3. September 1945 war die Zeit des Adels auf Schloss Heringen endgültig zu Ende: Die sowjetische Besatzungsmacht enteignete die Familie von Stolberg-Stolberg und übernahm das Schloss in Staatsbesitz.

Für viele Jahre unter der SED-Herrschaft zog eine Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG) ein. Das Schloss verfiel zusehends. Glücklicherweise gab es schon zu DDR-Zeiten (1984) erste Sanierungen unter der Regie des Bürgermeisters.

So sah Schloss Heringen 2005 aus, vor Beginn der Fassaden-Sanierung /Foto: Wikipedia/GFHund
So sah Schloss Heringen 2005 aus, vor Beginn der Fassaden-Sanierung /Foto: Wikipedia/GFHund/CC BY-SA 3.0

Mittlerweile ist Schloss Heringen optisch kaum wiederzurkennen. Aus dem bräunlichen Klotz der Honecker-Ära ist ein strahlend weißes Schmuckstück geworden. 2012 flossen 800.000 Euro an öffentlichen Mitteln in die Sanierung, 2013 sollen es noch 250.000 Euro sein.

Bei den Arbeiten im 1155 erstmals erwähnten Gemäuer gab es einige Überraschungen, zum Beispiel die Entdeckung von Wandbildern in Parkettsaal und Südostturm. In den Turm wurde auch gleich ein Fahrstuhl eingebaut.

Nach Ende der Arbeiten soll sich im Schloss auf drei Etagen ein Heimatmuseum (mit nachgebautem „Tante-Emma-Laden) erstrecken. Nächstes Ereignis war die Eröffnung der Schlossbibliothek im April 2013.

Mehr zum Thema „Schloss Heringen erwacht wieder“ in einem Artikel der Thürniger Allgemeinen. Das „Kulturdenmal von nationaler Bedeutung“ verfügt auch über eine eigene Homepage unter der Adresse www.schloss-heringen.de