Schlagwort-Archive: Sagen

Der eingemauerte Ritter von der Heidelberger Tiefburg

Ein solcher Harnisch (dieser gehörte Götz von Berlichingen) wurde eingemauert mitsamt Insassen in der Tiefburg gefunden / Foto gemeinfrei / Foto oben: Wikipedia / Rudolf Stricker / Lizenz: Attribution
Gruselige Funde sind auf Burgen nicht gerade selten. Eine der mysteriösesten Entdeckungen machte der Burgherr der Ruine der Tiefburg in Heidelberg im Jahr 1770.

Er stieß im Untergeschoss der Hauskapelle auf ein eingemauertes Skelett, das in einer lädierten Rüstung steckte. Die Hände des mutmaßlichen Ritters waren gefesselt.

Der Fundort war eine Art vermauerter Kaminschacht neben einer alten Wendeltreppe. Der damalige Burgherr soll beim Klopfen an die Wand einen Hohlraum erkannt und diesen geöffnet haben. Als man die Steine herausholte, brach die aufrecht an der Wand lehnende Rüstung mitsamt Skelett zusammen.
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Der Kriegs-Mops von Schloss Winnental

Ziel der Mops-Reise: Schloss Winnental in Winnenden / Foto: Wikipedia / Alexander Stein / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Das Mops-Denkmal / © 2017 Stuttgart-Marketing GmbH
Ziel der Mops-Reise: Schloss Winnental in Winnenden / Foto: Wikipedia / Alexander Stein / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Das Mops-Denkmal / © 2017 Stuttgart-Marketing GmbH
Im Sommer 1717 belagerten kaiserliche Truppen unter dem Prinzen Eugen Belgrad, das man dem osmanischen Reich unbedingt entreissen wollte. Mit dabei im „Türkenkrieg“: Herzog Karl Alexander von Württemberg als Feldmarschall und sein treuer Begleiter, ein Mops.

Dummerweise sahen sich die Kaiserlichen nicht nur den Truppen aus Belgrad, sondern auch einer osmanischen Entsatzarmee gegenüber. Höhepunkt der Kämpfe war ein Nachtangriff auf die von den Osmanen gehaltene Stadt.

Der führte zu einem ziemlichen Durcheinander aus dem am Ende doch irgendwie die kaiserlich-österreichischen Truppen als Sieger hervorgingen. Es ist nicht bekannt, dass der herzogliche Hofmops in die Kämpfe eingegriffen hat.

Statt dessen ging er seinem Herrchen „in Kriegsgeschrei und Pulverdampf“ abhanden.
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Schelmenburg: Schloss der Schelme von Bergen



„So ward der Henker ein Edelmann.
Und Ahnherr der Schelme von Bergen.
Ein stolzes Geschlecht! Es blühte am Rhein.
Jetzt schläft es in steinernen Särgen.“

Den Schelmen von Bergen widmete Heinrich Heine 1846 ein denkwürdiges Gedicht. Das Adelsgeschlecht mit dem spaßigen Namen gab es tatsächlich. Sein Stammsitz, die Schelmenburg, lag im Frankfurter Stadtteil Bergen-Enkheim und ist erhalten. (Foto: Wikipedia /Lumpeseggl / CC-BY 4.0)
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Vandalismus am Merseburger Schloss: Rabenfigur zerstört



Die Rabenfigur mit dem Ring vor der Zerstörung / Foto: FrecheEnte/gemeinfrei/Foto oben: Burgerbe.de
Die Rabenfigur mit dem Ring vor der Zerstörung / Foto: FrecheEnte/gemeinfrei/Foto oben: Burgerbe.de
Unbekannte haben sich in der Nacht zu Dienstag auf das Gelände des Merseburger Schlosses geschlichen und dort eine Rabenfigur von 1887 zerstört.

Die Skulptur hat für die Merseburger hohen Symbolwert. Sie verweist auf eine Sage um den legendären Bischof Thilo von Trotha (1443-1514) – den Bauherrn des bis heute erhaltenen Bischofsschlosses.

Die Unbekannten waren auf den steinernen Rabenkäfig geklettert und hatten die Figur aus Buntsandstein heruntergeschlagen, die beim Fallen das Dach des Rabenkäfigs beschädigte.
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Die Jugendherberge Saldenburg: Gebaut vom verlassenen Ritter Tuschl



Die Saldenburg: Jugendherberge im Dreiburgenland bei Passau / Fotos: Burgerbe.de
Die Saldenburg: Jugendherberge im Dreiburgenland bei Passau / Fotos: Burgerbe.de
Die Geschichte der Saldenburg, heute eine Jugendherberge, startet mit einer eher unüblichen Rittergeschichte: Bauherr der Burg war ab 1368 der Ritter Heinrich Tuschl.

Der war zwar drei Mal verheiratet. Doch einer seiner Gattinnen ging er mit seinm Gerede von Turnieren und Rüstungen derart auf die Nerven, dass sie ihn unerhörterweise verliess.

Der Skandal auf der Burg machte mächtig Eindruck auf die bäuerliche Bevölkerung: In niederbayerischen Sagen spukt Tuschl seitdem unter dem Namen „Ritter Allein“ herum.
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