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Thüringens Schlösserstiftung startete Flutspenden-Aktion für Sommerpalais und Park Greiz



Das Sommerpalais von Schloss Greiz vor der Flutkatastrophe / Foto: Wikipedia/Michael Sander/CC-BY-SA-3.0-migrated
Das Sommerpalais von Schloss Greiz vor der Flutkatastrophe / Foto: Wikipedia/Michael Sander/ CC BY 3.0

Die „Jahrhundertflut“ 2013 hat den klassizistischen Park Mitteldeutschlands mit seinem Sommerpalais in „katastrophaler Dimension“ getroffen. So sieht es zumindest die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten. Die Schäden am Sommerpalais und im Park Greiz sind so gewaltig, dass man auf jede Hilfe angewiesen ist. Die Stiftung ruft daher zu einer Spendenaktion auf.

„Rettet unser Schloss des Jahres – das Sommerpalais und den Park Greiz!“ 2,6 Millionen Euro sind nach ersten Schätzungen notwendig, um das gerade erst 2011 fertig sanierte Sommerpalais und den just 2013 wiederhergestellten Park erneut zu retten. „Beide sind ein Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung, das Wahrzeichen des Reußenlandes, ein einmaliges Kunst- und Naturerlebnis“, schreibt die Stiftung.

Das Sommerpalais entstand ab 1769 als Lustschloss für Heinrich XI. Reuß ältere Linie. Es ist in den Jahren 2005 bis 2011 für 4,5 Millionen Euro mit Bundes- und Landesmitteln grundlegend saniert worden.



Die Fluten des Weißen Elster hatten das frühklassizistische Palais komplett eingeschlossen und den Garten geflutet. Zurzeit dominieren noch umgestürzte Bäume, ausgespülte Wege, unterspülte Bäume das Bild. Viele Stauden und Blumen sind von der Flut mitgerissen worden. In den Gebäuden sammelte sich aggressiver Schlamm, die Wände müssen langwierig getrocknet werden.

Der aufwendig gestaltete Gartenbereich um das Sommerpalais mit Blumengarten und „Pleasureground“ war gerade zur Saisoneröffnung der Stiftung am 9. Mai öffentlich präsentiert worden

Aus eigener Kraft werden Stiftung und Staatliche Bücher- und Kupferstichsammlung die Katastrophe nicht bewältigen können. Es sind zwar Hilfen vom Bund, Freistaat und auch vom Fürsten Reuß zugesagt. Doch darüber hinaus wird noch viel Geld notwendig sein.

Die Stiftung bitten daher alle Freunde und Liebhaber des einzigartigen Kleinods aus Natur und Kunst um Unterstützung mit einer Spende. Es gehe darum, Thüringens „Schloss des Jahres“, Sommerpalais und Park möglichst in seiner alten Pracht wieder herzustellen. Motto: „Wir alle wollen stärker sein als die vernichtende Flut! Helfen Sie uns dabei!“

Der Spendenaufruf auf den Seiten der Stiftung Thüringer Schlösser von 2013, wo auch Angaben zum Spendenkonto zu finden waren unter dem Motto „Rettet unser Schloss des Jahres: Sommerpalais und Park Greiz“, ist inzwischen offline.



Hochwasser: Wasserpalais von Schloss Pillnitz musste wieder trocknen



KolossosDas Wasserpalais von Schloss Pillnitz direkt an der Elbe / Foto: Wikipedia/
Das Wasserpalais von Schloss Pillnitz direkt an der Elbe / Foto: Wikipedia/Kolossos/CC BY-SA 3.0
Das Elbe-Hochwasser 2013 hat das Wasserpalais von Schloss Pillnitz 15 Kilometer östlich von Dresden schwer getroffen. Flutwände wurden überspült, das Erdgeschoss des Baus und Teile des Parks zum zweiten Mal nach 2002 überflutet.

Nun muss das Wasser wieder aus den Wänden. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten hat 20 Raumtrockner nach Pillnitz geschickt, berichtet die Sächsische Zeitung.

Das Ensemble Schloss Pillnitz mitsamt Palmenhaus hat inzwischen wieder geöffnet. Die täglichen Schlossmuseumsführungen entfallen allerdings vorerst, dafür werden 11, 12, 13 und 14 Uhr die Park- und Pavillonführungen angeboten.

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Hochwasser flutete Museumsdepot in Halle: Die Rettungsaktion von 2013



Das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle: Depots liefen voll Wasser / Foto: Wikipedia/State Office for Heritage Management and Archaeology Saxony-Anhalt/CC-BY-3.0
Das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle: Depots liefen voll Wasser / Foto: Wikipedia/State Office for Heritage Management and Archaeology Saxony-Anhalt/CC-BY-3.0

In den Kellerdepots des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle haben sich während des Sommerhochwassers 2013 dramatische Szenen abgespielt. Die Räume sind zwar bombensicher gebaut, aber nicht gegen das Grundwasser geschützt, das durch den Saale-Rekordpegel durch die Ziegelmauern gedrückt wurde.

Ganze Lagerräume mit unersetzlichen Funden drohten innerhalb von Stunden von brackigem Wasser überflutet zu werden. Davon berichteten die Dresdner Neuesten Nachrichten.
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Dessau-Wörlitzer Gartenreich übersteht Elbe-Hochwasser / Schloss Luisium beschädigt



Das Schloss Luisium im Wörlitzer Gartenreich / Foto: Wikipedia/Doris Antony
Das Schloss Luisium im Wörlitzer Gartenreich / Foto: Wikipedia/Doris Antony/CC BY-SA 3.0

Entwarnung im Welterbe Dessau-Wörlizer Gartenreich: Dank neuer Deiche und des Einsatzes zahlreicher Helfer blieb eine Überflutung des Gartenreichs aus. Ähnlich hohe Schäden wie beim Hochwasser 2002 konnten so vermieden werden – und das, obwohl beim Scheitelpunkt der Flut der Elbe-Pegel 2013 deutlich höher lag als beim „Jahrhunderthochwasser“ 2002. Davon berichtet die Mitteldeutsche Zeitung.

Beschädigt hat Hochwasser, beziehungsweise das stark gestiegene Grundwasser, allerdings Schloss Luisium. Das historische Gebäude war mit Spundwänden und Sandsäcken gegen die Fluten geschützt worden. Die Barrieren konnten zwar die Elbe-Fluten abhalten, nicht aber das aus dem Boden hochgedrückte Wasser.

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Hochwasser 2013: Wo kann man für Flutopfer spenden? (Archiv-Artikel)



Das Hochwasser der Saale setzte in Halle viele Häuser unter Wasser / Foto: Wikipedia/Einsamer Schütze
Das Hochwasser der Saale setzte in Halle viele Häuser unter Wasser / Foto: Wikipedia/Einsamer Schütze

Die „Jahrtausendflut“ 2013 nach der „Jahrhundertflut“ 2002 hat in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Niedersachsen Milliarden-Schäden angerichtet (nicht zu vergessen das Hochwasser in Bayern, Österreich und der Tschechei). Doch sie ist nach ihrem Abebben schnell wieder aus den Schlagzeilen verdrängt worden.

Eine genaue Bestandsaufnahme der Verwüstungen an den Ufern von Elbe, Mulde, Saale, Elster, usw. wird Wochen dauern. Nach dem Deichbruch bei Fischbeck/Tangermünde stand das Wasser tagelang meterhoch im Landkreis Stendal, wo reihenweise Dörfer überflutet wurden. Die Bundeswehr konnte das Loch im Deich schließlich durch Versenken dreier alter Lastkähne schließen.

Angesichts der TV-Bilder, die Folgen eines Hochwasserstands zeigen, wie er zuletzt vor 400 Jahren eintrat, ist die Spendenbereitschaft groß. Die Spendengala des Mitteldeutschen Rundfunks „Gemeinsam gegen die Flut“ am 9. Juni 2013 brachte nach Angaben des Senders 4,4 Millionen Euro ein.

Das direkt gespendete, bzw. bei Anrufern abgebuchte Geld soll „später nach einem Schlüssel, über den sich die Hilfsorganisationen verständigt haben, untereinander aufgeteilt werden“. Die Gala-Mittel sollen dann an DRK, Caritas, Diakonie, Volkssolidarität, Johanniter, Malteser, Arbeiterwohlfahrt und Arbeiter-Samariterbund fließen.



Massiv die Werbetrommel für Spenden rührt auch die Aktion „Deutschland hilft„. Hinter ihr stehen Action Medeor, Awo, Adra, der ASB, Care, Help, Johanniter, Malteser, der Paritätische und World Vision.

Eigene Spendenkonten für die Hochwasserhilfe hatten außerdem u.a. die Diakonie Katastrophenhilfe, DLRG, Heilsarmee, Kleiner Prinz (Aktion „Elbkinder in Not“) und der Verein Sternstunden (eine Benefizaktion des Bayerischen Rundfunks) eingerichtet.

Die Polizei warnte derweil vor falschen Spendensammlern: In Groß Trebbow in Mecklenburg-Vorpommern erwischte die Polizei fünf rumänische Staatsangehörige im Alter von 28 bis 38 Jahren, die Geld gesammelt hatten – allerdings nicht für Flutopfer, sondern für sich selbst.

Drei der fünf Personen waren polizeilich bereits durch Betrugsstraftaten bekannt. Es wurden 90 Euro sichergestellt. Die Polizei riet damals und rät auch weiterhin, Geld nur an bekannte Spendenkonten zu überweisen.

Ich möchte hier bewusst keine Kontonummern veröffentlichen. Eine vertrauenswürdige Liste von Spendenkonten bei Hilfsorganisationen findet sich auf der Seite Tagesschau.de. Eine weitere ausführliche Liste (auch mit Adressaten möglicher Sachspenden) steht auf der Seite Flutspenden.de (diese wurde nicht mehr aktualisiert seit 2013).