Schlagwort-Archive: Drittes Reich

Schloss Bronnen: Schwaben-Spuk schreckt Nazi-Führerin



Schloss Bronnen hoch über der Donau / Foto: Wikipedia/Zollernalb/Category:CC-BY-SA-3.0,2.5,2.0,1.0
Schloss Bronnen hoch über der Donau / Foto: Wikipedia/Zollernalb/CC-BY-SA-3.0 / Foto oben: Wolle51 / CC-BY-SA 3.0
Die steilen Kalksteinfelsen der Schwäbischen Alb sind eine 1a-Lage für Burgen. Hier finden sich so fotogene Anlagen wie Schloss Lichtenstein, die Burgen Wildenstein und Teck oder Schloss Werenwag.

Dazu gehört auch Schloss Bronnen: Nur über eine Brücke zu erreichen und somit in früheren Zeiten quasi uneinnehmbar. Eine Burg mit inzwischen 900-jähriger Geschichte (leider nicht zu besichtigen, da in Privatbesitz).
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NS-Geschichte ausgeblendet: Keine Infotafel vor Haus Venauen

Haus Venauen mit Nazi-Adler im Innenhof. Sieben Jahre lang Gauschule der NS-Volkswohlfahrt / Foto: © CEphoto, Uwe Aranas / CC-BY-SA-3.0 (via Wikimedia Commons)
Haus Venauen mit Nazi-Adler im Innenhof / Foto: © CEphoto, Uwe Aranas / CC-BY-SA-3.0 (via Wikimedia Commons)

Schlösser und Burgen haben in der NS-Zeit eine eminent wichtige Rolle gespielt. Das Regime mit seinem kruden Geschichtsbild nutzte die historischen Gebäude reihenweise zur Verbreitung seiner Ideologie – besonders gut ist das auf der Wewelsburg bei Paderborn dokumentiert.

Heutige Eigentümer solcher Anlagen neigen schon mal dazu, das braune Erbe ihrer hübschen Immobilien auszublenden – die seien schließlich viel älter als das „Dritte Reich“.

Das gibt dann gelegentlich Ärger – wie jetzt bei Haus Venauen in Rösrath im Bergischen Land.

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Reichsburg Cochem: Nazis zerstörten Christophorus-Bild



Weithin sichtbar strahlt am Turm der Reichsburg Cochem bei jedem Sonnenaufgang ein mehr als zehn Quadratmeter großes Bild des Heiligen Christophorus („Christusträger“) übers Moseltal.

Das Mosaik mit goldfarbenem Hintergrund aus dem Jahr 1870 zeigt den großgewachsenen Märtyrer des 3. Jahrhunderts, wie er das Jesuskind über einen Fluß trägt. Bereits im Mittelalter war der Glaube verbreitet: „Wer am Morgen den Heiligen Christophorus sieht, soll beschützt sein bis zum Abend“. Reichsburg Cochem: Nazis zerstörten Christophorus-Bild weiterlesen

Burg Trifels: Schatzkammer und Gefängnis von Richard Löwenherz



Auf Burg Trifels / Fotos: Burgerbe.de
Auf Burg Trifels / Fotos: Burgerbe.de

Im Wiederaufbau von Ruinen wie Burg Trifels steckt auch immer viel aktueller Zeitgeist. So hatten es die preußischen Könige inklusive Kaiser Wilhelm II. mit dem romantisierenden Zuckerbäckerstil (Burg Hohenzollern, Schloss Stolzenfels, Haut Koenigsbourg) – je mehr Türmchen und Zinnen, desto besser.

Die Nazis verlangten nach kantig-klobigen Trutz- und Ordensburgen für germanische Recken „hart wie Kruppstahl“. Was am Ende dabei herauskam, wenn das Dritte Reich eine geschichtsträchtige Anlage in seinem Sinne „restaurierte“, kann man sich auf Burg Trifels anschauen.
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Schloss Hülchrath: Wohnen, wo Wikinger wüteten



Schloss Hülchrath: Der Turm ragt hoch in den niederrheinischen Himmel
Schloss Hülchrath: Der Turm ragt hoch in den niederrheinischen Himmel / Fotos: Burgerbe.de
Die Wikinger sind schuld.

Die beutehungrigen Normannen schipperten in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhundert immer wieder den Niederrhein hinauf und hinunter. Gelegentlich überwinterten die Schwertträger auch in der Gegend.

Angenehmer als in ihrer kargen Heimat war’s im Dauernieselregen des fruchtbaren Trauerweidenlandes zwischen Xanten und Neuss allemal.

Für die Bevölkerung war das nicht so lustig. Die flüchtete in eilends errichtete Turmhügelburgen auf den wenigen natürlichen Erhebungen oder künstlichen Inseln.

Eine dieser so genannten Motten war (vermutlich) der Vorläufer von Schloss Hülchrath: heute eine Burg mit kleinem Biergarten bei Grevenbroich, etwa zehn Kilometer westlich von Düsseldorf.
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