Schlagwort-Archive: Burgen NRW

Burg Hülshoff und die Angst vor den Täufern




Westfälischen Protestanten ist nicht zu trauen – und Täufer sind die Inkarnation des Bösen. Darin war sich der Münsteraner Heinrich I. von Droste zu Hülshoff sicher.

Erst nach anderthalbjähriger Belagerung war es den Landsknechten des Bischofs von Münster und Osnabrück, Franz von Waldeck, gelungen, im Juni 1535 gelungen, das verbissen verteidigte Münster zu erobern und das Täuferreich zu zerschlagen.
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Wasserburg Veynau: Die stärkste Festung am Eifelrand



Das Herrenhaus wurde im 18. Jahrhundert wieder aufgebaut
Burg Veynau; Das Herrenhaus wurde im 18. Jahrhundert wieder aufgebaut / Fotos: Burgerbe.de

Bekannte mittelalterliche Anlagen mit reichlich Markttreiben wie Burg Satzvey am Nordrand der Eifel ziehen Besucher aus allen möglichen Ecken an. Die Strahlkraft solcher Burgen führt oft dazu, dass sehr ansehnliche Schlösser in unmittelbarer Nachbarschaft der Touristenziele weitgehend unbekannt bleiben.

Das kann natürlich auch durchaus positiv sein – wie im Fall von Burg Veynau. Die imposante Wasserburg liegt in Sichtweite der Autobahn A1 (Anschlussstelle Wisskirchen). Wer zu den Ritterspielen von Burg Satzvey fährt, sieht ein paar Meter nach der Abfahrt von der Autobahn kurz die Türme von Burg Veynau über die Bäume ragen.

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Die schönsten Burgen und Schlösser in Nordrhein-Westfalen


Viele Burgen locken nach NRW: Zum Beispiel Schloss Paffendorf an der Erft: Jetzt Informationszentrum von RWE Power
Viele Burgen locken nach NRW: Zum Beispiel Schloss Paffendorf an der Erft: Jetzt Infozentrum von RWE Power / Foto oben: Schloss Kühlseggen in Weilerswist
Das einwohnerstärkste Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW) präsentiert sich als vielfältige Burgenlandschaft: Von den Höhenburgen des Bergischen Landes, des Sauerlands und der hügeligen Eifel bis hin zu den prächtigen Wasserburgen des Münsterlands und des flachen Niederrheins.

Und die Schlösser und Burgen zwischen Rheinland, Westfalen und Lippe sind angesichts des dichten (allerdings sehr stauanfälligen) Autobahnnetzes in der Regel gut erreichbar. Oft sind sie sogar vernünftig ausgeschildert.

Auch Radtouren zu Schlössern im Münsterland und am Niederrhein sind sehr zu empfehlen. Als Startpunkte für Burgentouren per Auto bieten sich Düsseldorf, Köln, aber auch Münster und die Metropolen des Ruhrgebiets an (ja, nahe der einstigen Zechen gibt’s auch Schlösser und Burgen).
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Schloss Hülchrath: Wohnen, wo Wikinger wüteten



Schloss Hülchrath: Der Turm ragt hoch in den niederrheinischen Himmel
Schloss Hülchrath: Der Turm ragt hoch in den niederrheinischen Himmel / Fotos: Burgerbe.de

Die Wikinger sind schuld.

Die beutehungrigen Normannen schipperten in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhundert immer wieder den Niederrhein hinauf und hinunter. Gelegentlich überwinterten die Schwertträger auch in der Gegend.

Angenehmer als in ihrer kargen Heimat war’s im Dauernieselregen des fruchtbaren Trauerweidenlandes zwischen Xanten und Neuss allemal.

Für die Bevölkerung war das nicht so lustig. Die flüchtete in eilends errichtete Turmhügelburgen auf den wenigen natürlichen Erhebungen oder künstlichen Inseln.

Eine dieser so genannten Motten war (vermutlich) der Vorläufer von Schloss Hülchrath: heute eine Burg mit kleinem Biergarten bei Grevenbroich, etwa zehn Kilometer westlich von Düsseldorf.
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Wewelsburg: Mit Sitzsäcken gegen Neonazis

Die Wewelsburg hatte es Himmler angetan
Die Wewelsburg hatte es Himmler angetan

Wie geht man mit einem Burgsaal um, in dem die SS ihre baulichen Spuren in Form einer schwarzen Sonne hinterlassen hat? Klar, dass das hakenkreuzähnliche Symbol im Boden des „Obergruppenführersaals“ Neonazis von Nah und Fern magisch zur Wewelsburg bei Paderborn zieht.

Da schreckt auch die davor liegende Zwangsarbeiter-Ausstellung nicht ab, die vom stramm rechten Nachwuchs aus ganz Europa am liebsten links liegen gelassen wird.
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