Schlagwort-Archive: Burgen in England

Aus Ruinen werden wieder Burgen: Der Computer macht’s möglich



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Wenn man mitten in der Ruinenwüste einer ehemaligen Burg steht, ist es für den Laien praktisch unmöglich, sich vorzustellen, wie die Anlage zu ihren Hochzeiten ausgesehen hat. Das ist sehr schade.

Bis zur Erfindung von Zeitreisen müssen wir uns mit Rekonstruktionen begnügen – sei es mit gezeichneten wie denen von Wolfgang Braun – oder mit Computermodellen. Und die werden dank immer besserer CAD-Software und leistungsstärkerer Prozessoren immer eindrucksvoller.

Das Foto oben zeigt Middleham Castle heute Foto: Wikipedia / CJW / CC-BY-SA 3.0.
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Middleham Castle: Die Heimat des jungen Richard III.



Castle Middleham: Hier spannte der junge Richard aus. Foto: Wikipedia/CJW
Castle Middleham: Hier spannte der junge Richard aus. Foto: Wikipedia/CJW

König Richard III. macht 528 Jahre nach seinem gewaltsamen Tod auf dem Schlachtfeld von Bosworth Schlagzeilen. Unter einem Parkplatz in Leicester ausgegrabene Knochen mitsamt eines Schädels konnten Wissenschaftler per DNA-Test als geschundene Überreste des Königs identifizieren. Dass das jetzt alle Welt zu interessieren scheint, hat mit Shakespeare zu tun, der den Monarchen als royalen Oberfiesling verewigte.
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Die „Spanische Folterkammer“ im London Tower



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Die Scavenger’s Daughter (Tochter des Straßenfegers) in der Spanish Armory. Ein Foltergerät zum Fixieren von Hals, Händen und Füßen, was Krämpfe zur Folge hat.
„Mit diesen Hellebarden sollten wir Engländer aufgespiesst werden. Mit diesen Werkzeugen wollten die Spanier Häretiker foltern“. Solche Erklärungen bekamen junge Briten zu hören, die vor 300 Jahren einen Sonntagsausflug in den Tower machten (ja, das gab’s damals schon).

Sie lernten dort den Hass auf die katholischen Spanier, mit deren Herrscher ihre protestantische Regierung gerade mal wieder im Clinch lag.

Seit etwa 1676 wurde Englands wichtigste Festung nicht nur als Bollwerk, sondern auch zur psychologischen Kriegsführung genutzt.

Der Tower beherbergte ein frühes Museum, das auch die „Spanish Armory“ enthielt: Eine Sammlung angeblich bei der Vernichtung der Armada 1588 erbeuteter spanischer Waffen und Folterwerkzeuge, die nun der staunend-gaffenden Öffentlichkeit präsentiert wurden. Die Schau muss ein Riesenerfolg gewesen sein.
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