Archiv der Kategorie: Schweiz

Burgen und Schlösser in der Schweiz

Künstler Not Vidal will Schloss Tarasp kaufen: Volksentscheid



Blick auf Schloss Tarasp / Foto: Wikipdedia / Roland Zumbühl / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben:
Schloss Tarasp / Foto: Wikipdedia / Roland Zumbühl / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Wikipedia / Adrian Michael / CC-BY-SA 3.0
Der Bildhauer und Maler Not Vidal will dem Haus Hessen für acht Millionen Euro Schloss Tarasp im Schweizer Engadin abkaufen. Zurzeit wird der Kaufvertrag ausgearbeitet.

Am 13. September wird es dazu einen Volksentscheid geben. Das melden FAZ und NZZ. Das spektakulär gelegene Schloss bei Scuol (Schuls) gilt als Wahrzeichen der Region – und ist eng mit Deutschland verbunden.

Von 1900 bis 1916 gehörte es dem Dresdner Hersteller des Mundwassers Odol – danach dem Haus Hessen-Darmstadt.

Vidal, der aus der Nähe stammt, denkt über die Einrichtung eines Kunst- und Kulturzentrums in Schloss und Schlosspark nach.
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Schloss Hallwyl: Laser macht Ornamente sichtbar




Schloss Hallwyl / Foto: Burgerbe.de
Schloss Hallwyl / Fotos: Burgerbe.de

Überraschung auf Schloss Hallwyl, einem der bedeutendsten Schweizer Wasserschlösser im Kanton Aargau: Unter einer Rußschicht wurden auf Deckenbalken Muster gefunden. Nach 700 Jahren werden diese nun mit einem völlig neuen Verfahren Stück für Stück sichtbar gemacht: per Laser.

Hintergrund: Das Mittelalter war auch in der Eidgenossenschaft bunter als man heute gewöhnlich denkt. In Schlösser und Burgen verdeckten farbige Wandteppiche das feuchtkalte Mauerwerk, Wände und Decken waren oft fröhlich bemalt.

Zeit hatten die Künstler in den dunkle Wintermonaten ja genug auf den eingeschneiten Festungen…
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Burg Rotwasserstelz und die Rheinbrücke


Burg Rotwasserstelz am Hochrhein / Foto: Wikipedia / Roland Zumbühl, www.picswiss.ch / CC-BY-SA 3.0
Burg Rotwasserstelz am Hochrhein / Foto: Wikipedia / Roland Zumbühl, www.picswiss.ch / CC-BY-SA 3.0
Ein Flussübergang war im Mittelalter von imenser strategischer und fiskalischer Bedeutung. An solch einer Stelle konnte man mit geringem Aufwand ganze Armeen aufhalten und ordentlich Händler schröpfen. Hier entstanden Burgen auch schon mal direkt an Flüssen.

Ein malerisches Beispiel ist die südlichste Burg Baden-Württembergs, die vor 1163 errichtete Burg Rotwasserstelz (heute auch bekannt als Schloss Rötteln).

Auf einem Felsen direkt am Rhein gelegen, schützte sie wohl zunächst eine Furt, an deren Stelle bald eine (erstmals 1294 erwähnte) Rheinbrücke entstand.
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La Claustra: Festungshotel im Gotthard-Bunker



Das La-Claustra-Restaurant im Bunkerkomplex San Carlo / Bild: Screenshot Youtube
Das La-Claustra-Restaurant im Bunkerkomplex San Carlo / Bild: Screenshot Youtube
Die Schweizer sind erfinderisch. Was macht man zum Beispiel mit einer eingebunkerten Artilleriestellung auf 2050 Meter Höhe im Gotthard-Massiv, wenn weder Deutschland noch Italien (und nicht einmal russische „Freiwillige“) Interesse zeigen, den strategisch wichtigen Alpenpass zu okkupieren?

Nun, man spart sich die Fränkli zum Unterhalt der 200-Mann-Besatzung (1999 passiert) und macht aus der Festung San Carlo das schicke Seminarhotel La Claustra („das Kloster“). Die Idee hatte der Künstler Jean Odermatt.
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Blutflecken in Burgen: Mythen und Mordsgeschichten




Der Geist von Canterville hatte es nicht leicht: Zu seinen Pflichten als verfluchtes Gespenst gehörte es, einen „unauslöschlichen Blutfleck“ zu pflegen. Und zwar just an der Stelle neben dem Kamin, wo der Brite 1575 seine nervende Gattin Lady Eleanore von Canterville gemäuchelt hatte.
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