Schlagwort-Archive: Welterbe

Die Marienburg: Stolz des Deutschen Ordens in Westpreußen



Erste Kriegsschäden auf der Marienburg im Frühjahr 1945 / Screenshot Youtbube (aus Deutsche Wochenschau 17. März 1945)
Erste Kriegsschäden auf der Marienburg im Frühjahr 1945 / Screenshot Youtbube (aus Dt. Wochenschau 17. März 1945)
Ein zusammengewürfelter Haufen aus 2500 deutschen Soldaten hatte sich im Frühjahr 1945 zwei Monate lang hinter den Backsteinmauern der alten Deutschordens-Festung Marienburg verschanzt und feuerte verzweifelt auf die immer wieder vordringenden Russen. Für die NS-Ideologie war der Platz ungemein wichtig.

Ein TV-Team des Propagandaministeriums kam vorbei, filmte Soldaten, russische Panzerwracks und Schäden am westpreußischen Gemäuer für einen Filmbeitrag der NS-„Wochenschau“ vom 17. März 1945.
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Syrische Rebellen beschießen Zitadelle von Aleppo




Die Zitadelle von Aleppo nach einem Treffer (im Vordergrund ein beschädigtes Minarett) / Screenshot YouTube
Die Zitadelle von Aleppo nach einem Treffer (im Vordergrund ein beschädigtes Minarett) / Screenshot YouTube

Aufständische haben am Sonntag (30. November) die Zitadelle von Aleppo in Syrien mit Raketen, bzw. Mörsergranaten beschossen. Auf einem Video sind der Abschuss eines Geschosses und zwei Einschläge schwerer Kaliber auf der historischen Festung zu sehen.

Die Altstadt von Aleppo mit dem (inzwischen weitgehend ausgebrannten) Souq und der Zitadelle sind eine Unseco-Welterbestätte. Angriffe darauf gelten als Kriegsverbrechen.
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Terrormiliz Daesh („IS“) zerstört Kulturerbe



Das Foto soll die Zerstörung einer assyrischen Statue aus Tell Ajaja (Nordsyrien) zeigen (Foto: www.apsa2011.com)
Das Foto soll die Zerstörung einer assyrischen Statue aus Tell Ajaja (Nordostsyrien) zeigen (Foto: www.apsa2011.com)
Der Vormarsch der Terrormiliz Daesh („IS“) bedroht das kulturelle Erbe im Gebiet des von den Terroristen ausgerufenen „Kalifats“ im Irak und in Syrien. Der Hass der Fanatiker richtet sich gegen Statuen, Gräber und alle bildlichen Darstellungen. Das Abbilden von Menschen und Tieren verstößt nach Ansicht der Fanatiker gegen den Koran. Antike Götterstatuen sehen sie als „Götzenbilder“, die vernichtet werden müssen.
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Neue Brücke zum Mont-Saint-Michel steht auf Stelzen



Eine Zugbrücke sichert den Eingang der Klosterburg
Kein Zutritt für Wikinger: Eine Zugbrücke sichert den Eingang der Klosterburg

Es gibt einen neuen Weg zur Klosterburg Mont-Saint-Michel in der Normandie: Touristen sollen in Kürze über eine 760 Meter lange Stelzenbrücke zu Frankreichs zweitbeliebtestem Touristenziel gelangen (die Nr. 1 ist natürlich immer noch Paris). Das melden diverse Presseagenturen.

Bislang war die Abtei auf einer Insel vor der Küste der Normandie über einen Damm zu erreichen. An dessen Seiten lagerte sich mit der Zeit immer mehr Sand ab, so dass die Bucht in Ärmelkanal immer mehr verlandete.

Durch die Stelzenkonstruktion soll genau das vermieden und der maritime Charakter des Welterbes wieder hergestellt werden. Die Gezeiten können nun problemlos abfließen. Planer des in Form einer weiten Linkskurve angelegten Bauwerks ist der österreichische Architekt Dietmar Feichtinger (er entwarf z.B. die Dreiländerbrücke in Weil am Rhein).
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Holzkäfer im Parkett von Jagdschloss Falkenlust




Schloss Falkenlust: Welterbestätte in Brühl / Foto: Stefan Didam / CC BY 3.0 DE
Schloss Falkenlust: Welterbestätte mit Dachterrasse in Brühl  Foto: Wikipedia / Stefan Didam / CC BY 3.0 DE

Altes und schön trockenes Holz ist für so manchen Käfer eine Delikatesse. Dummerweise wimmelt es in Burgen und Schlössern nur so von alten Dielen-Fußböden und dicken Stützbalken.

Gerade berichtet die Rhein-Erft Rundschau, dass Restauratoren im Parkett eines Schlafzimmers der Welterbestätte Jagdschloss Falkenlust Löcher entdeckt haben, die vom gescheckten Nagekäfer stammen.

Eine Horror-Nachricht für Denkmalpfleger: Der fünf bis sieben Millimeter lange Schädling ist nicht direkt auf das Holz scharf, sondern ernährt sich von einem Pilz, der sich in altem Holz bildet. Dabei knabbert er sich allerdings mit ebenso großem Appetit durch die Bretter wie Käfer, die sich eben auf Holz spezialisiert haben… und hinterlässt eine regelrechte Tunnellandschaft.
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