Schlagwort-Archive: verschwundene Burgen

Gronau: Reste einer Wasserburg unter Tiefgarage gefunden

Die Wetterfahne in Form eines Schwans wird freigelegt.
Foto: W. Essling-Wintzer / LWL-Archäologie für Westfalen / Bild oben: Rest des Bergfrieds / Foto: Hartmut Springer / Untere Denkmalbehörde der Stadt Gronau
Kaufhaus-Besucher in Gronau (Münsterland) haben ihre Autos jahrzehntelang über den Resten einer mittelalterlichen Wasserburg geparkt.

Das kam jetzt bei einer archäologischen Grabung heraus, die auch viele überraschende Funde aus der Zeit der Burg ans Tageslicht brachte.

Hintergrund: Von 1365 erstmals erwähnten einstigen Wasserburg Gronau ist seit jahrhunderten oberirdisch nichts mehr zu sehen. Die Burg war im Lauf der Zeit zu einem Renaissanceschloss geworden.

Die Witwen der Fürsten zu Bentheim-Tecklenburg-Rheda verbrachten hier im 17. Jahrhundert ihren Lebensabend.
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Beelitz: Unbekannte Burg entdeckt?



Unter der Beelitzer Stadtpfarrkirche wurden Mauerreste aus dem 12. Jahrhundert entdeckt / Foto: Wikipedia / Doris Antony / CC-BY-SA 3.0
Unter dem Platz vor der Beelitzer Stadtpfarrkirche wurden Mauerreste aus dem 12. Jahrhundert entdeckt / Foto: Wikipedia / Doris Antony / CC-BY-SA 3.0

Überraschung bei einer Grabung an der Beelitzer Stadtpfarrkirche Sankt Marien und Sankt Nikolai (Brandenburg). Unter dem Kirchplatz stießen Archäologen auf ein rundes Fundament aus Feldstein, mutmaßlich aus dem 12. Jahrhundert.

Das hat allerdings nichts mit der 1247 erstmals erwähnten, heute evangelischen Kirche zu tun. Eine Hypothese der Archäologen: Es könnte sich um Grundmauern einer bislang unbekannten Burg handeln – oder (weniger geheimnisvoll) um Reste eines Brunnens. Das melden die Potsdamer Neuesten Nachrichten.
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Burgreste in Loxstedt (Niedersachsen) entdeckt




Das Hamburger Abendblatt druckt einen Artikel der DPA zu den Ausgrabungen / Bild: Screenshot
Das Hamburger Abendblatt druckt einen Artikel der dpa zu den Ausgrabungen / Bild: Screenshot

Überraschung beim Bau einer Stromleitung in Loxstedt-Stotel bei Cuxhaven: Bauarbeiter stießen bei Ausschachtungen auf die Reste einer kreisrunden Burg mit einem Durchmesser von 35 Metern.

Sie soll aus dem Hochmittelalter (der Zeit zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert) stammen. Das meldet die Deutsche Presseagentur (dpa). Historikern waren bislang nur die Überbleibsel von Wall und Graben einer 350 Meter weit entfernten einstigen Holzburg bekannt.

Seit einem Jahr wird an den Grundmauern der Burg nun gegraben. Die Fundausbeute ist spärlich. Das könnte darauf hindeuten, dass die Burg aufgegeben und gründlich ausgeschlachtet wurde und ihre Mauern als Baumaterial verwendet wurden.
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Schloss Harff: Gesprengt für den Tagebau




In der DDR störten Burgen und Schlösser aus ideologischen Gründen – und wurden reihenweise gesprengt. In Westdeutschland war der Hass auf die „Junker“ nicht so ausgeprägt – doch so manches alte Schloss stand trotzdem auf der Abschussliste, weil es dem Wirtschaftswunder im Weg war.

Ein solcher Fall war Schloss Harff mit seinem 15 Hektar großen englischen Landschaftsgarten in Bedburg. Da das Schloss dem sich immer weiter ausdehnenden Tagebau Frimmersdorf im Weg war, ließen die Rheinischen Braunkohlenwerke (später Firma Rheinbraun, heute Teil von RWE) es kurzerhand sprengen.

Das Foto oben zeigt Schloss Harff kurz vor der Sprengung (aus der Sammlung Ludger Allhoff, gemeinfrei).
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Luftbildsuche nach Burg Beckedorf



Vom alten Rittersitz Haus Beckedorf ist nichts mehr zu sehen / Foto: Wikipedia / Solon de Gordion / CC BY 3.0 DE
Vom alten Rittersitz Haus Beckedorf ist nichts mehr zu sehen / Foto: Wikipedia / Solon de Gordion / CC BY 3.0 DE
Ein spannendes Projekt, das die Ruhrnachrichten da verfolgen: Sie suchen nach Spuren der verschwundenen Wasserburg Haus Beckedorf in Werne-Horst.

Die letzten Mauerreste des alten Rittersitzes sind 1965 bei der Flurbereinigung abgetragen worden. Bilder des Gebäudes gibt es nicht. Am Standort der Burg aus dem 15. Jahrhundert erstreckt sich heute nur noch freies Feld.

Wenn man vom Boden aus nichts mehr sehen kann, ist das ein klassischer Fall für die Luftbildarchäologie.

Also ist eine Redakteurin mit einem Heimatforscher samt neugierigem Dackel und einem Vermessungsingenieur rausgefahren, um Luftbildaufnahmen zu machen. Unnd zwar per ferngesteuerter Drohne aus 100 Meter Höhe.
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