Schlagwort-Archive: Unesco-Welterbe

Kastell Gelduba als neues Unesco-Welterbe?




Der Obergermanisch-Rätische Limes im Südwesten Deutschlands und der Antonius-/Hadrianswall in England sind schon Welterbestätten. Da war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis auch an anderen einstigen Grenzabschnitten des Römerreichs der Ruf nach dem Welterbe-Status laut wird.

Genau das passiert gerade am Verlauf des Niedergermanischen Limes: NRW, Rheinland-Pfalz und die niederländischen Provinzen Gelderland, Utrecht und Südholland wollen „ihren“ Limes als Welterbe bei der Unesco anmelden. Das teilt die Stadt Krefeld mit.
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Partnerschaft Schloss Neuschwanstein – Burg Himeji (Japan)




Burg Himeji ist Unesco-Welterbestätte. Foto: gemeinfrei
Burg Himeji ist Unesco-Welterbestätte. Foto: gemeinfrei

Wenn Touristen aus Südostasien angelockt werden sollten, kommt die Schlössertourismus-Branche auf allerlei Kampagnenideen, die aber irgendwie immer alle gleich desaströs enden.

Am Ende werden in der Regel ein paar ältere Funktionäre in Lederhosen und jüngere Damen in knappe Dirndl gesteckt, um mit bunten Neuschwanstein-Postern, Kuckucksuhren und Bierseideln im Gepäck nach Fernost geflogen zu werden. Ihr Schicksal besteht vor Ort darin, zu Blasmusik und Helene-Fischer-Klängen „typisch deutsch“ zu sein und sich unendlich oft fotografieren zu lassen.

Das Deutschlandbild in Übersee dürfte dadurch bereits derart schief sein, dass die Goethe- Institute es auch mit noch so vielen Kursen nicht mehr werden geraderücken können…
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Schloss Corvey ist jetzt Unesco-Welterbestätte



Der Westflügel von Schloss Corvey / Foto: Wikipedia / Aeggy / CC BY 3.0
Der Westflügel von Schloss Corvey mit der Abteikirche / Foto: Wikipedia / Aeggy / CC BY 3.0
Deutschland bekam 2014 eine neue Welterbestätte: Die Unesco hat dem Schloss und ehemaligen Kloster Corvey in Höxter (Weserbergland) bei ihrer Sitzung in Katar den begehrten Welterbestatus zuerkannt.

Die 39. Welterbestätte in Deutschland wird unter dem Namen „Das Karolingische Westwerk und die Civitas Corvey“ in die Welterbeliste aufgenommen.

Der bringt neue Hinweisschilder, reichlich Touristen und – rein rechtlich – den Schutz bei Kriegshandlungen (was z.B. in Syrien aber nicht funktioniert). Und wenn Investoren auf die Idee kommen, trendige Hochhäuser oder hässliche Brücken neben den Komplex zu setzen, ist Ärger mit der Unesco programmiert – bis hin zur mögliche Aberkennung des Titels wie beim Dresdner Elbtal.

Soweit dürfte es im verschlafenen Höxter aber wohl doch nicht kommen…
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Welterbe Quedlinburg: Schlossberg muss saniert werden



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Panorama von Quedlinburg / Bild: Wikipedia/Thomas Wozniak/CC BY-SA 3.0

 

Quedlinburg: Dom und Schloss / Foto: Burgerbe.de
Quedlinburg: Dom und Schloss / Foto: Burgerbe.de
Nur eine handvoll größerer deutscher Städte hat den Bombenkrieg einigermaßen unbeschadet überstanden. Dazu zählen Bamberg, Görlitz – und Quedlinburg. Die Fachwerkstadt im Harz ist seit 1994 Weltkulturerbe und größtes Flächendenkmal in Deutschland.

Auf einem Felsen südlich des Marktes erheben sich Dom und Schloss. 1000 Jahre Geschichte haben hier ihre Spuren hinterlassen. Und die Aussicht von hier oben über die Dächer der Stadt ist auch phänomenal.

Quedlinburg – 922 erstmals urkundlich erwähnt – wurde im 10. Jahrhundert Königspfalz. Hier feierten die Ottonen das Osterfest. Der erste deutsche König Heinrich I. wurde 936 in einer Krypra unter dem heutigen Dom bestattet.

Um die Totenmessen abzuhalten, erfolgte die Gründung eines Damenstifts, der zu einem politischen und kulturellen Zentrum des Heiligen Römischen Reiches wurde. Es bestand bis 1802.

Ziemlich geduldig, diese Damen.
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Ärger um Windräder vor Burg Zwernitz



Mögliche Windräder vor Burg Zernitz sorgen für Ärger / Bild: Screenhot www.infranken.de
Mögliche Windräder vor Burg Zwernitz sorgen für Ärger / Bild: Screenhot www.infranken.de

Burgen und Windräder – tausendjährige Geschichte und subventionierte Energiewende – das gibt Ärger. Gerade ist es in der Umgebung von Burg Zwernitz (Fränkische Schweiz) soweit. In der Nachbargemeinde Thurnau (die ein sehr großes Schloss hat), soll ein Windpark entstehen. Den würde man allerdings vom 2,5 Kilometer entfernten Bergfried der Burg Zwernitz aus sehen, wenn man in Richtung der nahen Plassenburg schaut.
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