Schlagwort-Archive: Schlösser in Niedersachsen

Abstruser NDR-Plan: Volksmusik soll Schlösser bekannter machen


Schloss Salder in Salzgitter - einer der Drehorte / Foto: Wikipedia/Johamar
Schloss Salder in Salzgitter – einer der Drehorte / Foto: Wikipedia/Johamar
Wie verleidet man Kindern und Jugendlichen jede Lust an historischen Gebäuden und deren Geschichte, die die Schule noch übriggelassen hat?

Der Norddeutsche Rundfunk macht es gerade vor: Mit Volksmusik und niedersächsischen Schlössern will der gebührenfinanzierte NDR sein weitgehend vergreistes Publikum am Pfingstsonntag 2013 nach der Tagesschau beglücken. Rex Gildo lässt grüßen.

Unter 70-Jährige, die familienbedingt zum Betrachten des Trashformats gezwungen werden, dürften anschließend beim Anblick des nächsten Renaissanceschlosses einen veritablen Brechreiz bekommen. Negative Prägung funktioniert prächtig.

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Allerleirauh: Märchen-Drehort Schloss Marienburg


Für das Märchen Allerleirauh wurde auch auf Schloss Marienburg gedreht / Foto: Screenshot Youtube
Für das Märchen Allerleirauh wurde auch auf Schloss Marienburg gedreht / Foto: Screenshot Youtube / Foto oben: Burgerbe.de

Märchenverfilmungen der vergreisten ARD spielen entweder auf dunkeldeutsch-düsteren Burgen voller eifersüchtiger Schwiegermütter und verzickter Stiefschwestern – oder im tiefen teutonischen Eichenforst.

Es war einmal zu einer Zeit, als es noch kaum Wald- und Burgensterben, dafür aber eine erstaunlich hohe Population an mutierten Wölfen, hungrigen Hexen und politisch-korrekten Prinzen (noch Single, nicht verwandt mit den Windsors) gab.
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Barocke Liebschaften und König Fußball: Kostümführungen im Residenzschloss Celle



Schloss Celle lockt mit Kostümführungen / Foto: Screenshot von www.celle-tourismus.de
Schloss Celle lockt mit Kostümführungen / Foto: Screenshot von www.celle-tourismus.de

Wenn im Residenzschloss Celle am helllichten Tag Damen in wallenden Rokoko-Kleidern herumlaufen, sollte man noch nicht die Geisterjäger rufen. Auch Frauen im Fußballdress könnten vorkommen. Dahinter stecken weder Spuk noch Mottoparty, sondern die beliebten Kostümführungen. Dass sich der Burgführer in die Kastellanskluft schwingt und mit der Laterne durchs Schloss schlurft, kennt man ja – aber was da im Celler Schloss passiert, ist schon besonders.

15 verschiedene Führungen hat das Schloss im Angebot. Da erzählen Angélique de Beauchamps und Guillaume de la Selle bei der Tour d’Amour von heißen Flirts zur Zeit des Barock und den darauf gelegentlich folgenden opulenten Hochzeitstafeln.

Ein paar Jahrhunderte zurück geht es mit „Heike von Rheinlanden“, die einen Einblick in die Baugeschichte und das mittelalterliche Burgleben gibt.

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Das Residenzschloss in Celle / Foto: Burgerbe,de

Gleich mehrere Führungen widmen sich dem ganz speziellen Verhältnis zwischen der Residenz und England, schließlich gehörten das Königreich Hannover und Britannien von 1714 bis 1837 in Personalunion zusammen. Im Schloss erläutert Lady Chitchat die Hintergründe.

Die deutsch-englischen Querverbindungen kann man sich auch von einer Schlossführerin im Manchester-United-Dress erläutern lassen. Gäbe es den gemeinsamen Staat noch, könnte Hannover 96 immerhin mit vollem Recht in der englischen Premier League spielen (und dort regelmäßig haushoch verlieren).

Einen Überblick über die Kostümführungen im Celler Schloss gibt es hier.



Mein Versuch, Schloss Herrenhausen zu besichtigen


Gesucht: Schloss Herrenhausen
Gesucht: Schloss Herrenhausen / Fotos: Burgerbe.de

Okay, ich erwarte ja von der Stadt Hannover keinen Goldenen Teppich, wenn ich ihr neues Schloss Herrenhausen besichtigen will. Aber ein etwas netterer Empfang wäre schon schön.

Gut, ich war mit ca. 18.30 Uhr spät dran. Das liegt aber auch an der miserablen Beschilderung, die mich von der A2 aus nicht sofort nach Herrenhausen (Hinweisschild fehlt), sondern an den Gärten vorbei erstmal zur Uni und dann zum Hauptbahnhof gelenkt hat, wo die Kette der Schilder dann abrupt abriss. Vermutlich, weil man das Zentrum des niedersächsischen Universums erreicht hat, oder so.
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Geisterjäger jagen auf Schloss Bückeburg



Die Barockfassade von Schloss Bückeburg. Foto: Burgerbe.de
Die Barockfassade von Schloss Bückeburg. Foto: Burgerbe.de

Neues von den Geisterjägern: Das „Ghost Hunter Explorer Team“ aus Donaueschingen hat Schloss Bückeburg einen Besuch abgestattet.

Mit Nachtsichtkamera, Mikrofon und diversen Messgeräten untersuchten sie die Räume eine Nacht lang schweigend auf paranormale Phänomene hin. Ein Mitarbeiter der Schlossverwaltung hatte zuvor von einem seltsamen Erlebnis berichtet…

Für die ehrenamtlichen Spukforscher war der Ausflug in das seit dem Mittelalter durchgehend bewohnte Schloss durchaus ertragreich: Gespenster zeigten sich zwar nicht, sie vernahmen aber nicht identifizierbare Stimmen.

Mal sehen, ob die sich auch auf den Tonträgern wiederfinden. Für die Auswertung der Bilder und Daten wollen sie sich nun ein paar Tage Zeit nehmen.
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