Schlagwort-Archive: Schlösser in Hessen

Schloss Gersfeld in Hessen: Dach wird saniert


Schloss Gersfeld © Dr. Karin Gehrmann/Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Schloss Gersfeld © Dr. Karin Gehrmann/Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Eine hilfreiche Entlastung für Constantin von Waldthausen: Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützt mit 50.000 Euro die Dachsanierung von Schloss Gersfeld im Landkreis Fulda. Der Fördervertrag erreicht den Ort in diesen Tagen. Neben der DSD stellen auch Bund und Land erhebliche Mittel für die Maßnahme zur Verfügung.

Umgeben von hohen Rhönbergen liegt in einem reizvollen Talkessel der Fulda der Ort Gersfeld, der 1359 Stadtrechte erhielt. Im 14. Jahrhundert war Gersfeld Würzburger Lehen und unter den Herrn von Ebersberg reichsunmittelbar. Heute stehen dort drei Schlösser.

Das obere Schloss, ein Steinbau mit Satteldach, stammt im Kern aus dem 14. Jahrhundert. Es wurde unter den Herren von Schneeberg errichtet, zu Beginn des 17. Jahrhunderts stark erneuert und im 19. Jahrhundert verändert.
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Schloss Berlepsch trotzte den Stürmen der Zeiten



Palas von Schloss Berlepsch
Palas von Schloss Berlepsch

Während des Dreißigjährigen Kriegs lag Schloss Berlepsch ziemlich nahe der Hauptrouten, die die durchziehenden Heere nahmen. Eine Unheil verheißende Position für eine Anlage, die nicht groß genug ist, um Söldnerhaufen energischen Widerstand zu leisten – und die zudem ein lohnendes Ziel für Plünderungen bot.

Die Truppen gaben sich daraufhin geradezu die Klinke in die Hand. Wallensteins Truppen stürmten 1625 durch die Burg, Tillys Männer kamen gleich zwei Mal (1623 und 1631).

Andere Warlords folgten ihrem Beispiel. Nach Kriegsende stand die Familie von Berlepsch bustäblich vor einem rauchenden Scherbenhaufen und mehr als 48.000 Talern Schulden – und sie begann trotzdem mit dem Wiederaufbau.
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Darmstädter Residenzschloss: Sanierung für 41 Millionen




Das Residenzschloss in Darmstadt / Foto: Wikipedia/Rudolf Stricker
Das Residenzschloss in Darmstadt / Foto: Wikipedia/Rudolf Stricker/Public Domain

Die Technische Universität Darmstadt will sich den Erhalt ihrer bekanntesten Immobilie, des Residenzschlosses, einiges kosten lassen: 11 Millionen Euro aus TU-Mitteln sowie 30 Millionen Euro vom Land Hessen sollen bis 2016 in die Sanierung fließen. Das meldet Anke Pipke in der Immobilienzeitung.

Das Problem steckt im Boden: Vorgängerbau des im 15. Jahrhundert errichteten und nach der Zerstörung durch Franz von Sickingen (1518) und den Schmalkaldischen Krieg (1547) zwei Mal wiederaufgebauten Schlosses war eine Wasserburg der Grafen von Katzenelnbogen.
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Hessischer Rundfunk stellt „Schlösser und Burgen an Kinzig und Main“ vor



Schloss Ramholz bei Schlüchtern (Osthessen) / Foto: Wikipedia/Robert Brimberry
Schloss Ramholz bei Schlüchtern (Osthessen) / Foto: Wikipedia/Robert Brimberry

Wie ich gerade in der Online-Ausgabe der Fuldaer Zeitung lese, beleuchtet der Hessischen Rundfunk in einem Film „Schlösser und Burgen an Kinzig und Main“. Dabei soll es darum gehen, „wie historische Schlösser und geschichtsträchtiges Gemäuer zeitgemäß genutzt werden“.

Unter anderem steht auch Schloss Ramholz bei Schlüchtern in Osthessen im Fokus. Das Haus im Tudor-Stil ist seit Generationen (genauer: seit 1883) im Besitz der Industriellenfamilie Stumm.

Das Schloss selbst, ist nicht öffentlich zugänglich. Durch den historischen Landschaftspark, der die Anlage umgibt, werden gelegentlich Führungen angeboten.

Lange Zeit stand es zum Verkauf. Dieser ist nun erfolgt: Offenbar zahlte ein Investor aus Übersee mehrere Millionen Euro für die Denkmalimmobilie…

Der Link zur ARD-Homepage mit den Sendezeiten ist nicht mehr online (leider sind zurzeit keine Wiederholungen geplant).


Wilhelm von Oranien plante auf Schloss Dillenburg




Der Wilhelmsturm über den Kasematten von Schloss Dillenburg (Foto: Meins / Bild oben: Wilhelm von Oranien in jungen Jahren / gemeinfrei)[/caption]
Der Wilhelmsturm über den Kasematten von Schloss Dillenburg (Foto: Meins / Bild oben: Wilhelm von Oranien in jungen Jahren / gemeinfrei)
[/caption]Dass die Vereinigten Provinzen der Niederlande gegen die übermächtigen Habsburger schließlich ihre Unabhängigkeit erkämpften, hat viel mit einem eher wortkargen Fürsten aus dem hessischen Dillenburg zu tun. Wilhelm von Oranien (1533-1584) kam im Dillenburger Schloss zur Welt.

Der elfjährige Wilhelm von Nassau-Dillenburg wurde durch den Kriegstod eines Onkels zu dessen Erben – und somit zu einem der reichsten Adeligen der Niederlande. Kaiser Karl V. holte ihn aus dem engen Dilltal an seinen Hof nach Brüssel, zwecks Indoktrinierung Erziehung.
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