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Wo liegt Burg Schreckenstein?



Schreckenstein_buch
27 Bände ist die Burg Schreckenstein-Reihe stark

Ich habe in den 1980er Jahren immer wieder die Bücher über die Jungen von Burg Schreckenstein von Oliver Hassencamp verschlungen. Was für spannende und mitreißende Geschichten über eine verschworene Gemeinschaft auf einer Burg: Weit weg von Pubertät, Geld- und Jobsorgen, ganz damit beschäftigt, Streiche auszuhecken, hochanständig zu sein – und möglichst große Portionen Dampfnudeln zu vertilgen.

Wunderbar konnte man sich in die Rollen der selbsternannten „Ritter“ hineinträumen und ihren Abenteuern auf und um Burg Schreckenstein (mit Folterkammer und klapprigem Gruselskelett hinter der Geheimtür) und dem Mädcheninternat Schloss Rosenfels folgen.

Ich habe alle Bände noch im Keller. Mein Lieblingsroman ist dabei die Exkursion ins verspukte Partner-Internat in Schottland. Haggis statt Dampfnudeln, quasi.

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Eine Holzburg wie im Mittelalter: Zu Besuch bei der Herner Motte


Motte Herne
Die Herner Motte

Als Höhepunkt der Ausstellung „Aufruhr 1225! Ritter, Burgen und Intrigen“ hat das LWL-Museum für Archäologie in Herne Geschichte begehbar gemacht. Auf einer Wiese neben dem Museum erhebt sich seit Ende März „die erste Motte des 21. Jahrhunderts“ (Eigenwerbung im Museums-Film*). Immerhin das mit Abstand ansehnlichste Gebäude im von 70er/80er-Jahre-Tristesse geprägten Kern der Revierstadt.

Wenn man die ersten vier Bereiche der ansehnlichen Ausstellung über den Mord am Kölner Erzbischof Engelbert durchlaufen hat (Minuspunkt: Dort herrscht leider fast überall Fotografierverbot), wartet die Besteigung der 25 Meter hohen Turmhügelburg.
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Burg Vischering und das eiserne Dornen-Halsband des Lambert von Oer



Abbildung des Halsbands auf der Homepage des Münsterlandmuseums / Bild: Screenshot
Abbildung des Halsbands auf der Homepage des Münsterlandmuseums / Bild: Screenshot

Es könnte ein extravagantes Schmuckstück sein, ist aber ein perfides Folterwerkzeug. Ein zerbrochener eiserner Reif ist das Prunkstück des Münsterland-Museums auf Burg Vischering.

Hinter dem Meisterwerk eines unbekannten Nürnberger Schmieds (auf dem Screenshot unten rechts) verbirgt sich eine grausame und blutige Geschichte. Wer genau hinsieht, entdeckt in dem Band vier gebogene Stahl-Dornen, die sich unerbittlich in den Hals eines Träger bohren würden. Das haben sie auch schon einmal getan.
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Die Marksburg: Immer Vater Rhein im Blick



Zu einer alten Burg gehört ein langer Schlüssel. Den hat die nette Burgführerin in der Gesäßtasche, und der Fünfjährige, der ununterbrochen von der Ritterwoche im Kindergarten brabbelt, darf auch mal aufschließen. Wenigstens dabei ist er ruhig.

Der Rundgang durch die 1231 erstmals erwähnte Anlage geht durch das Schartentor (erbaut um 1300), dessen Besonderheit auf den ersten Blick auffällt: Es wurde im Lauf der Zeit deutlich verkleinert.

Das ursprüngliche, recht große Tor geht auf die Angewohnheit der adeligen Bewohner zurück, hoch zu Ross bis in den inneren Hof zu reiten. Aus dem Feld wurde dazu extra eine Pferde-Treppe geschlagen.

Marksburg Tor
Das Tor zur Marksburg

Mit dem Aufkommen der Feuerwaffen erwiesen sich die Riesentore allerdings als, nunja,  Einfallstore für die Kanonenkugeln der Feinde. Sie wurden daher schleunigst verkleinert.

Damit verbundener Nachteil: Die hochwohlgeborenen Herschaften mussten nun beim Einreiten auf ihre Köpfe achten.

Das besagte Schartentor ziert auch noch eine Pechnase. Diese sieht zwar aus wie eine mittelalterliche Toilette, war aber eher zum Herunterschütten weit unangenehmerer Substanzen auf ungebetenen Besuch gedacht.

Die Burg ist nur im Rahmen einer solchen Tour zu besichtigen, was sich aber durchaus lohnt.

Die Marksburg ist übrigens die einzige nie zerstörte Höhenburg am Rhein. Allerdings hat der Zahn der Zeit gründlich an ihr genagt. Besonders interessant ist der Blick auf die Kleine und Große Galerie mit ihren Kanonen.

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