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Die schönsten Burgen und Schlösser in Baden-Württemberg

Schloss Lichtenstein sollte einen Besuch wert sein "Neuschwansteins little brother"
Schloss Lichtenstein sollte einen Besuch wert sein als „Neuschwansteins little brother“ / Bild oben: Schloss Sigmaringen

Das burgenreiche Baden-Württemberg (BW) ist ein „künstliches“ Bundesland: Zusammengesetzt aus den drei einst eigenständigen Ländern Württemberg-Baden, Baden und Württemberg-Hohenzollern.

Es ist eine Region voller kleiner Herrschaftssitze, Grenzbefestigungen und Zollburgen mit der Schwäbischen Alb und dem Unteren Donautal als spektakulären Blickfängen, im Süden auch angrenzend an den Bodensee. Das Interesse an der Vergangenheit ist groß: „Burgen Baden Württemberg“ ist ein häufig genutztes Suchwort bei Google.

Schlösser wie Lichtenstein gehören zum schönsten, was der Südwesten in Sachen Schlösser und Burgen zu bieten hat. Auch wenn es ein Fantasiebau aus dem 19. Jahrhundert ist.

Und dann haben ja auch noch die Hohenzollern hier an ihrem eigenen Mythos gebaut und die nach ihnen benannte Neuzeit-Burg bei Hechingen weithin sichtbar in die Landschaft gesetzt…

Schließlich hatten die Preußen-Könige und Kaiser hier noch Verwandtschaft: Die nicht nach Brandenburg ausgewanderten Hohenzollern waren als die Linien Hohenzollern-Hechingen und Hohenzollern-Sigmaringen im Ländle geblieben.
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Die Industrialisierung: Als Burgen zu Fabriken wurden




Ruine der Burg Wetter an der Ruhr mit Infotafel
Eine Infotafel erzählt die Industriegeschichte der Burg Wetter. Foto: Burgerbe.de / Foto oben: Die Harkortsche Fabrik auf Burg Wetter (Alfred Rethel, 1834) / Bild: Wikipedia/The Yorck Project
Mittelalter und industrielle Revolution sind eine ziemlich verrückte Mischung, wie man nicht erst seit Mark Twains „Ein Yankee an König Arthurs Hof“ weiß.

Kaum etwas passt so wenig zusammen wie Mittelalter und Industrialisierung. Hier das Zeitalter der alten Rittersleut auf ihren turmbewehrten Burgen – deren fortschrittlichstes Werkzeug der menschenbetriebene Drehkran war -, dort die Ära der rauchenden Schlote und der beginnenden Massenproduktion.

Und doch zogen diverse Unternehmer im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts ihre Fabriken ausgerechnet in alten Burgen und Schlössern hoch, ohne die leiseste Rücksicht auf die historische Bausubstanz zu nehmen. Die Industrialisierung: Als Burgen zu Fabriken wurden weiterlesen

Wie sahen Burgen im Mittelalter aus? Virtuelle Modelle helfen




Im 12. Jahrhundert erlebte das Gebiet des heutigen Deutschland einen ungeahnten Burgenbau-Boom. Wehrhafte Anlagen entstanden, die in den folgenden Jahrhunderten immer weiter ausgebaut (und auch wohnlicher gestaltet) wurden. Wie die Herrschaftssitze zu ihren Hochzeiten im Mittelalter ausgesehen haben, ist heute meist nur schwer vorstellbar.

Weiterhelfen kann der Computer. 3D-Programme liefern immer bessere Modelle und lassen den alten Glanz der Burgen im Mittelalter wieder auferstehen. Wie so etwas in historisch korrekter Perfektion aussehen kann, zeigt der Kölner Grafiker Ralf Meier. Beim Anschauen seiner Videos war ich echt verblüfft.

Bild oben: Die Kölner Landesburg Lechenich in der Animation von Ralf Meier / Foto: Screenshot YouTube
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Wie miete ich ein Preußen-Schloss? Wie teuer ist das?




Der Unterhalt von Preußens Schlössern ist verdammt teuer. Daher nutzt die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg auch gern stundenweise Vermietungen als zusätzliche Einnahmequelle.

Eine halbe Million Euro habe das im vergangenen Jahr in die Kassen gespühlt. Tendenz steigend, sagte der Marketing-Direktor der Stiftung jetzt im Gespräch mit der Berliner Morgenpost.

Größtes Event dieser Art sei die Potsdamer Schlössernacht mit mehreren tausend Besuchern gewesen. Die Verträge, die die Schlossmieter mit der Preußen-Stiftung abschließen, sind äußerst detailiert. So sei darin beispielsweise das Ausschenken von Weißwein erlaubt, edle Tropfer der Farbe Rot seien allerdings tabu. Zu groß ist die Gefahr von Flecken auf historischem Parkett und Teppichen.

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Schach im Mittelalter: Der Bischofs-Läufer aus der Falkenburg



So naturgetreu gearbeitete Schachfiguren wie dieser Bischof sind europaweit extrem selten. Die Figur wurde im Schachspiel als Läufer eingesetzt.Foto: LWL/S. Brentführer
So naturgetreu gearbeitete Schachfiguren wie dieser Bischof sind europaweit extrem selten. Die Figur wurde im Schachspiel als Läufer eingesetzt.
Foto: LWL/S. Brentführer
Es ist eines der größten Burgenforschungsprojekte Westfalens: Die Grabungen an der Falkenburg im Teutoburger Wald bei Detmold. Seit 2004 untersucht der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) gemeinsam mit dem Lippischen Landesmuseum die 1190 bis 1194 erbaute Burg der einstigen Edelherren zur Lippe.

Bei der Kampagne 2011 gab es kurz vor Schluss einen Überraschungsfund: Archäologen entdeckten eine kunstvoll gearbeitete Schachfigur von internationalem Rang.

Das erste Heim des Burgherrn
Vor allem die Wohngebäude der Burgherren und der Burgbewohner standen – und damit auch das älteste Gebäude der Falkenburg. Ein einfacher Holzbau aus dem späten 12. Jahrhundert, den die Wissenschaftler zunächst für eine Bauhütte im Zuge der Errichtung der Burganlage gehalten hatten.
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