Schlagwort-Archive: Burgen in Rheinland-Pfalz

Künstliches Mini-Erdbeben auf der Nürburg



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Die Nürburg über dem gleichnamigen Ort am Nürburgring (Foto: Burgerbe.de)

Das Mega-Festival Rock am Ring ist einmal auch in den Dienst der Forschung getreten.

Wissenschaftler vom Potsdamer Geoforschungszentrum (GFZ) wollten zusammen mit dem Team der WDR-Sendung Quarks & Co. herausfinden, ob tausende Menschen, die gleichzeitig hüpfen, ein Erdbeben erzeugen können, das sich noch einen Kilometer entfernt messen lässt. Und gerade in der richtigen Distanz vom Ring befindet sich die Nürburg.

Als Testobjekte stellten sich im Sommer 2007 netterweise 50.000 Rock-am-Ring-Besucher und die Gruppe Wir sind Helden zur Verfügung. Motto: „science meets pop“.
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Burg Stahleck: Keimzelle der Kurpfalz



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Burg Stahleck von der rechten Rheinseite aus gesehen / Fotos: Burgerbe.de
Eine Burg am Rhein war im Mittelalter eine sichere Einnahmequelle. Die Straßen waren seit dem Ende der Römerzeit miserabel, der Fluss mit seiner angenehm schnellen Strömung hingegen fast durchgängig befahrbar.

Kein Wunder, dass das enge Mittelrheintal nur so mit Zoll-Burgen (z.B. Pfalzgrafenstein) gespickt ist, deren Besatzungen bei den Kaufleuten kräftig abkassierten. Eine dieser Festungen – Burg Stahleck – sollte sogar zur Keimzelle eines Kurfürstentums werden.
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Bildershow zur Burg Eltz



Burg Eltz: Eine der schönsten mittelalterlichen Burgen Deutschlands
Burg Eltz: Eine der schönsten mittelalterlichen Burgen Deutschlands

Ich habe gerade bei YouTube eine schöne und ziemlich blumenreiche Bildershow mit ein paar Videosequenzen zur Burg Eltz gefunden. Den Besuch dieses „mittelalterlichen Wolkenkratzers“ in Rheinland-Pfalz kann ich wirklich nur wärmstens empfehlen. Die Anlage in einem waldreichen Tal nahe der Mosel ist übrigens nie zerstört worden (sogar den Dreißigjährigen Krieg hat die Eifelburg gut überstanden) und immer noch bewohnt.

Daher erstreckt sich die Burgführung leider nur auf einige wenige Räume. Ich würde ja gerne mal vom höchsten Turm runterschauen…



Schloss Stolzenfels: Preußens Flagge am Rhein




Schloss Stolzenfels: Preußischer Wiederaufbau / Foto: Burgerbe.de
Schloss Stolzenfels: Preußischer Wiederaufbau / Foto: Burgerbe.de
Burgen tauchen gerne als Paare auf. Zum Beispiel die „feindlichen Brüder“ am Rhein oder die Drei Gleichen in Thüringen. Südlich von Koblenz findet sich auch so ein Paar: Burg Lahneck und Schloss/Burg Stolzenfels. Beide sind Grenzburgen.

Nachdem der Mainzer Erzbischof die rechtsrheinsche Burg Lahneck (an der Nordgrenze seines Territoriums) hatte bauen lassen, folgte sein Trierer Amtsbruder Arnulf II. von Isenburg Mitte des 13. Jahrhunderts in Sichtweite mit der linksrheinischen Burg Stolzenfels. Kurtrier erreichte am Rhein seine östlichste Ausdehnung, stieß hier auf Kurmainz, Kurköln und die Pfalz.

Der 22 Meter hohe, fünfseitige Bergfried hat sich aus dieser Zeit noch erhalten (er sollte so Geschossen weniger Angriffsfläche bieten und sie möglichst abgleiten lassen). Zwischen 1388 und 1418 fügten die bischöflichen Landesherren mit einem Wohnturm und einem Palas an der Rheinseite den dringend nötigen Wohnkomfort hinzu.

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Der hoch aufragende Turm

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Burg Thurant, die Doppel-Veste der Erzbischöfe



Der Bergfried von Burg Thurant / Foto: Burgerbe.de / Foto oben: Wikipedia / Steffen Schmitz (Carschten) / CC-BY-SA 3.0
Der Bergfried von Burg Thurant / Foto: Burgerbe.de / Foto oben: Wikipedia / Steffen Schmitz (Carschten) / CC-BY-SA 3.0
Man kann bequem mit dem Auto hoch. Man kann aber auch unten in Alken parken und durch die Weinberge zu Burg Thurant kraxeln. So kriegt man zumindest mehr Moseltal-Landschaft mit.

Bauherr der ovalen Anlage war um das Jahr 1200 der Welfe Pfalzgraf Heinrich „der Lange“. Er benannte sie nach Burg Thuron im heutigen Libanon, die er im Dritten Kreuzzug vergeblich belagert hatte. 1214 vergab Kaiser Friedrich II. die Anlage als Reichslehen an die Wittelsbacher.

Das war ein Problem. Denn Ort und Burg lagen in den Territorien des Trierer Erzbischofs, die nicht weit entfernt an die seines Kölner Amtsbruders grenzten. Ergo beanspruchten auch beide geistliche Fürsten die Burg.
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