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Schloss Stolzenfels: Preußens Flagge am Rhein




Schloss Stolzenfels: Preußischer Wiederaufbau / Foto: Burgerbe.de
Schloss Stolzenfels: Preußischer Wiederaufbau / Foto: Burgerbe.de
Burgen tauchen gerne als Paare auf. Zum Beispiel die „feindlichen Brüder“ am Rhein oder die Drei Gleichen in Thüringen. Südlich von Koblenz findet sich auch so ein Paar: Burg Lahneck und Schloss/Burg Stolzenfels. Beide sind Grenzburgen.

Nachdem der Mainzer Erzbischof die rechtsrheinsche Burg Lahneck (an der Nordgrenze seines Territoriums) hatte bauen lassen, folgte sein Trierer Amtsbruder Arnulf II. von Isenburg Mitte des 13. Jahrhunderts in Sichtweite mit der linksrheinischen Burg Stolzenfels. Kurtrier erreichte am Rhein seine östlichste Ausdehnung, stieß hier auf Kurmainz, Kurköln und die Pfalz.

Der 22 Meter hohe, fünfseitige Bergfried hat sich aus dieser Zeit noch erhalten (er sollte so Geschossen weniger Angriffsfläche bieten und sie möglichst abgleiten lassen). Zwischen 1388 und 1418 fügten die bischöflichen Landesherren mit einem Wohnturm und einem Palas an der Rheinseite den dringend nötigen Wohnkomfort hinzu.

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Der hoch aufragende Turm
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Burg Lahneck: Der Mythos von der verdursteten Schottin



Portal der Burg Lahneck / Fotos: Burgerbe.de
Portal der Burg Lahneck / Fotos: Burgerbe.de
Viele Burgen sind mit grausigen Geschichten verknüpft. Bei Burg Lahneck bei Koblenz soll diese Geschichte gerade mal 170 Jahre her sein.

Und so geht die Geschichte (zitiert nach Wikipedia):
Die 17-jährige Schottin Idilia Dubb ging 1851 angeblich mit ihren Eltern auf eine Rheinreise. Allein habe sie einen Ausflug zur Ruine der Burg Lahneck unternommen, um diese zu zeichnen. Sie kletterte den überwucherten Burgweg hoch und sei auf einen Turm der Burg gestiegen.

Doch gerade als sie oben angekommen war, sei die morsche Holztreppe unter ihr mit lautem Krachen eingestürzt. Aus ca. 20 Meter Höhe habe sie keine Möglichkeit mehr gesehen, auf den rettenden Erdboden zu kommen.

Idilia habe daraufhin verzweifelt versuchte, sich bemerkbar zu machen – und winkte den diversen Menschen in Sichtweite.

Bauern und Schiffer hätten der jungen Dame zwar zurückgewunken, doch niemand habe ihre Not bemerkt. Schließlich sei sie dort oben schmählich verdurstet.

Zehn Jahre später,iIm Jahr 1860 sollen Bauarbeiter dann auf dem Turm ihr Skelett entdeckt haben. Und daneben habe ihr noch lesbares Tagebuch gelegen, mit der ebenso erschütternden wie detaillierten Schilderung ihrer letzten Tage. Das Todesdrama einer jungen Frau auf dem Turm der Burg Lahneck.

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