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Barock

Schloss Bothmer: Schlossherr lebte in Downing Street 10


Dem Besitzer von Schloss Bothmer gehörte auch Nr. 10 Downing Street in London / Foto: Wikipedia / Sergeant Tom Robinson RLC/MOD / OGL v1.0 / Foto oben (Schloss Bothmer): Wikipedia/JFKCom/CC BY-SA 3.0
Zwischen Schloss Bothmer und dem Dienstsitz des englischen Premierministers in London gibt es eine erstaunliche Verbindung: Beide Häuser wurden im ersten Drittel des 18. Jahrhundert von derselben Person bewohnt.

Errichtet wurde das größte Barockschloss Mecklenburg-Vorpommerns von Hans Casper von Bothmer (1656-1732), einem hohen deutschen Beamten in englischen Diensten.

Chef der Deutschen Kanzlei

Zur Zeit der Personalunion zwischen England und dem Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg leitete von Bothmer in den Jahren 1720 bis 1732 die Deutsche Kanzlei in London.

Das war ein eigenes Ministerium, das sich bis 1837 von der Themse aus um die deutschen Angelegenheiten der Krone kümmerte. Das heißt, um das Kurfürstentums, das 1814 zum Königreich Hannover wurde.

Von Bothmers Dienstsitz in London war ein eher bescheidendes Wohnhaus. Adresse: Downing Street No. 10.Weiterlesen »Schloss Bothmer: Schlossherr lebte in Downing Street 10

Die seemännische Turmhaube von Gut Dyckhof



Am flachen Niederrhein sind Kirch- und Burgtürme weithin sichtbar. Eine entsprechend auffällige Landmarke ist die barocke Haube des Dyckhofs inmitten von Feldern bei Meerbusch-Büderich.

Ein reichlich untypisches Bauwerk für diese Gegend, das man normalerweise eher nach Oberbayern verorten würde. Es ist wohl auch die aufwendigste Barockhaube des Rheinlands.

Hinter der Bauweise steckt eine interessante Geschichte: Die ehemalige Wasserburg wird erstmals 1393 in einer Neusser Urkunde erwähnt. 1666 entscheidet sich der damalige Besitzer Wolfgang Günther von Norprath für den Umbau von der trutzigen Festung zum Barock-Schloss.

Nicht einfach, angesichts der dicken mittelalterlichen Mauern und der kantigen Formen, die seine Familie nun schon in der siebten Generation beschützten, und die so gar nichts Spielerisch-Leichtes hatten.

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Berliner Stadtschloss wird seit 2013 wieder aufgebaut




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Das Stadtschloss im späten 18. Jahrhundert. Bild aus der Wikipedia, Urheberrecht abgelaufen / Foto oben: Burgerbe.de
Das Berliner Stadtschloss entsteht erneut, und zwar nach den stark historisierenden Plänen des Architekten Franco Stella (65). Der Italiener gewann den Architektur-Wettbewerb mit 15:0 Stimmen.

Der Palast der Republik ist schon lange verschwunden. Artikel dazu finden sich u.a. bei Welt Online (bei Springer ist man pflichtgemäß begeistert), Spiegel-Online (neutral) oder auch mit kritischen Stimmen wie bei „n-tv“ (der zunächst hier verlinkte Artikel ist inzwischen nicht mehr online).

Drei der vier Fassaden sollen möglichst originalgetreu wieder aufgebaut werden. Auch die Kuppel kommt zurück. Das Innere wird jedoch nicht rekonstruiert. Der ganze Komnplex formiert als Humboldt-Forum. Er soll knapp vier Jahren dann die außereuropäischen Sammlungen Berlins sowie die Zentral- und Landesbibliothek beherbergen.

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