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Wikingerschatz von Sylt kommt nach Schloss Gottorf



Das Nydamboot auf Schloss Gottorf / Foto:  Wikipedia/Erik Christensen
Das Nydamboot auf Schloss Gottorf / Foto: Wikipedia/Erik Christensen / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Das Morsumer Kliff. In seiner Nähe wurde der Wikingerschatz gefunden / Foto: Ichwarsnur / CC-BY-SA 4.0
Überraschender Fund aus der Wikingerzeit: Im vielfach umgepflügten Boden eines Acker auf der Insel Sylt sind Archäologen auf den größten Silberschatz gestoßen, der bislang in Schleswig-Holstein entdeckt worden ist.

Am Montag wurde der Fund des insgesamt rund ein Kilogramm schweren Horts aus 180 Teilen öffentlich bekannt gegeben. Er wird auf die Zeit um 950 n.Chr. datiert.

Entdeckt wurde der Schatz bereits auf einem Acker in Sylt-Morsum, das sonst vor allem durch sein Kliff bekannt ist. Der Schatz besteht aus gut erhaltenen Armringen, Fingerringen, einem Halsring, aber auch Münzen, Metallbarren und Schmelzresten.

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Reichlich Funde bei Ausgrabung auf Burg Falkenstein (Flintsbach)



Bei den Bodenuntersuchungen wurde ein Stück Mauer entdeckt, das in der Vergangenheit Teil eines bisher unbekannten Gebäudes war. Sie grenzt an die Ringmauer der Burgruine Falkenstein. Foto: Landkreis Rosenheim / Foto oben: Wikipedia / Rufus46 / CC-BY-SA 3.0
Bei den Bodenuntersuchungen wurde ein Stück Mauer entdeckt, das in der Vergangenheit Teil eines bisher unbekannten Gebäudes war. Sie grenzt an die Ringmauer der Burgruine Falkenstein. Foto: Landkreis Rosenheim / Foto oben: Wikipedia / Rufus46 / CC-BY-SA 3.0
Bei Ausgrabungen auf der Burg Falkenstein bei Flintsbach am Inn nahe Rosenheim öffnete sich ein Fenster in das Leben auf einer Burg im Mittelalter und der Frühen Neuzeit. Die Archäologen fanden Reste von Keramikgefäßen und Ofenkacheln aus dem 12. bis zum 18. Jahrhundert.

Die Grabungen ergaben zudem, dass das Bodenniveau im Innenhof der Burg früher deutlich niedriger war als heute. Fazit der Forscher: Die mächtigen Schuttauffüllungen drücken offenbar auf die Ringmauer, sie sollten daher abgetragen werden.

Die Archäologen gruben an drei Stellen. Nirgendwo erreichten sie den Fels, auf dem die Grundmauern der Burg aus der Zeit des Burgbaus um das Jahr 1300. Das tiefste erreichte Niveau wird der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts zugerechnet.
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Orientalische Wanderratte im römischen Krefeld



Diese Wanderratten-Knochen wurden in einem einstigen Brunnen des antiken Römerkastells Gelduba gefunden / Foto: Stadt Krefeld/Museum Burg Linn
Diese Wanderratten-Knochen wurden in einem einstigen Brunnen des antiken Römerkastells Gelduba gefunden / Foto: Stadt Krefeld/Museum Burg Linn
Wüssten die Anhänger von Pegia/AFD, wie globalisiert die spätantike Welt war, sie würden vermutlich sofort mit Schnappatmung dagegen demonstrieren und den Untergang des Römerreichs als neues Argument gegen alles Nichtdeutsche anführen.

Ein erstaunliches Beispiel für den Austausch zwischen den entferntesten Teile des Römischen Reichs wird gerade im Archäologischen Museum Krefeld (neben Burg Linn) gezeigt: Es handelt sich um Rattenknochen, genauer: um Überreste einer Wanderratte.

Heute wäre das nichts Besonderes, „Rattus norvegicus“ kommt seit dem Mittelalter in ganz Mitteleuropa vor. Ab 1347 hatten die auf dieser Rattenart heimischen Flöhe durch die Übertragung des Pesterregers Yersinia pestis einen Großteil der westlichen Bevölkerung ausgerottet.
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Überraschende Funde bei Grabung auf Burg Linn

Eva Augustin bei der Arbeit mit dem Bagger / Fotos: Stadt Krefeld / Presseamt
Eva Augustin bei der Arbeit mit dem Bagger / Fotos: Stadt Krefeld / Presseamt

Bei einer Grabung im Innenhof von Burg Linn in Krefeld sind hochmittelalterliche Kermaikscherben und Gebäudereste ans Licht gekommen.

Langsam schabt die Baggerschaufel in einer langen Bahn eine dünne Sand-Erde-Schicht ab. Grabungstechnikerin Eva Augustin wiederholt diese feinfühlige Prozedur mit dem kleinen Bagger immer wieder.

Der Archäologe Dr. Hans-Peter Schletter vom Museum Burg Linn schaut konzentriert auf jede freigelegte Schicht. Auf einmal werden schwarze Flecken, die auf verbranntes Holz hinweisen, Schiefer und Backsteine sichtbar. „Stopp!“, ruft Schletter.
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Ringwall im Moor: Die Rätsel der Arkeburg



Schild am Eingang zur Arkeburg / Foto: Wikipedia / Corradox / CC-BY-SA 4.0
Schild am Eingang zur Arkeburg / Foto: Wikipedia / Corradox / CC-BY-SA 4.0 / Bild oben: Widukind unterwirft sich Karl der Großen / gemeinfrei

Die Arkeburg bei Vechta war die größte Ringwallanlage Norddeutschlands. Und sie steckt weiter voller Rätsel.

Die Kernfragen lautet: Warum wurde eine 350 x 260 Meter messende Anlage mitten ins niedersächische Moor gebaut? Wer hatte ein Interesse daran, sich hier im Morast zu verbarrikadieren? Und was hat Sachsen-Herzog Widukind damit zu tun?

Um Licht ins Dunkel der Geschichte zu bringen, startete 2013 das Drittmittelprojekt „Erforschung der Arkeburg“ an der Universität Vechta. Jetzt liegt ein Zwischenbericht vor.
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