Schlagwort-Archive: 1945

St. Nazaire: Der Schleusenbunker zum U-Boot-Hafen



St. Nazaire: Der Schleusenbunker
St. Nazaire: Der Schleusenbunker

Zu den gewaltigsten Bauwerken, die der Zweite Weltkrieg hinterlassen hat, gehören die deutschen U-Boot-Bunker an der französischen Atlantikküste. Doch im Marinehafen von St. Nazaire standen die Besatzer vor einem Problem: Wegen der starken Schwankungen zwischen Ebbe und Flut konnte der Hafen nur durch eine Schleuse angefahren werden.

Da aber in der Schleuse „festsitzende“ U-Boote ein leichtes Ziel für die alliierte Luftwaffe darstellten, musste eine zusätzliche Sicherung her.
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Schloss Sigmaringen – letzte Zuflucht des Vichy-Regimes


Dunkle Woken über Schloss Sigmaringen / Foto: Burgerbe.de
Dunkle Woken über Schloss Sigmaringen / Foto: Burgerbe.de
Hätte man Harry Potters Abenteuer in Hogwarts nicht vorwiegend in der Kathedrale von Durham verfilmt – das schwäbische Schloss Sigmaringen wäre eine hervorragende Alternative gewesen. Das war zumindest mein erster Gedanke, als ich das turm- und erkerreiche Schloss auf seiner Felsklippe über der Donau habe thronen sehen.

Was für eine Konstruktion, welch eine Kulisse!

So etwas kann nur entstehen, wenn Generationen einer Familie Zeit, Langeweile Muße und genügend den Untertanen abgepresstes Kleingeld haben, um grandiose Baupläne zu verwirklichen – und niemand auf die Arbeiten der Ahnen irgendwelche Rücksicht nimmt.
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Schloss Colditz: Wie bauten Gefangene heimlich einen Segelflieger?



Schloss Colditz diente im Zweiten Weltkrieg als Kriegsgefangenenlager für alliierte Offiziere / Fotos: Burgerbe.de ( Foto oben: Wikipedia / SKOMP46866 / CC-BY-SA 3.0

Als US-Truppen am 16. April 1945 das Offizierslager Schloss Colditz befreien, zeigen ihnen die überglücklichen Insassen ihr größtes Geheimnis:
Versteckt in einer schwer zugänglichen Dachkammer des „Oflag IV-C“ liegt der fertige Bausatz eines Segelflugzeugs aus Dielen, Regalbrettern und Bettbezügen mit einer Spannweite von stolzen 9,75 Metern und einem Gewicht von 109 Kilogramm.

Seit Januar 1944 hatten 64 Gefangene unter strikter Geheimhaltung daran gearbeitet, zuletzt vier Stunden täglich. Allein 40 von ihnen dienten als Aufpasser. Auf die Idee waren britische Offiziere gekommen.

Am Tag X hätten die Flüchtlinge den Gleiter auf dem Dach des Kirchenhauses zusammengesetzt. Ihr Plan sah vor, aus Tischen eine etwa 18 Meter lange Rollbahn zu improvisieren. Seine Startgeschwindigkeit von 50 km/h sollte der Segler durch eine Art Katapult bekommen, das mit Hilfe einer an Seilen hängenden, voll beladenen Metall-Badewanne in Gang gesetzt worden wäre.
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Ruine Burg Wertheim: Wo eine weiße Flagge den Krieg beendete




Während Touristen busladungsweise zum Heidelberger Schloss oder dem bayerischen Disneyland-Schlösschen Neuschwanstein gekarrt werden, sind diverse Anlagen, die einen ähnlichen Charme haben, außerhalb des eigenen Dunstkreises weitgehend unbekannt.

Wer ausser den Wertheimern kennt etwa die Burg Wertheim? Dabei kann sich diese, was Lage und Aussehen angeht, durchaus mit Heidelberg messen. Ich möchte daher eine Lanze für Wertheim brechen. Ich bin auch nur darauf aufmerksam geworden, weil ich den Tick habe, den Sehenswürdigkeiten-Schildern an den Autobahnen zu folgen (sofern es sich um Burgen handelt).

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