Archiv der Kategorie: Schleswig-Holstein

Schlösser, Burgen und Herrenhäuser zwischen Nord- und Ostsee in Schleswig-Holstein

Lübecker Burg: Ruine schon im Mittelalter




Innenhof des Lübecker Burgklosters - daneben entsteht das Hansemuseum: Bei den Bauarbeiten tauchen immer wieder mittelalterliche Funde auf / Foto: gemeinfrei
Innenhof des Lübecker Burgklosters – daneben entsteht das Hansemuseum: Bei den Bauarbeiten tauchen immer wieder mittelalterliche Funde auf / Foto: gemeinfrei

Die Entscheidung der Lübecker Bürgerschaft, das neue Hanemuseum ausgerechnet an den Standort der alten Lübecker Burg zu setzen, erweist sich als Glücksfall für die Archäologen. Für die Bürgerschaft ist es weniger schön.

Denn es kam wie es kommen musste: Reiche historische Funde lassen den Eröffnungstermin (geplant war Herbst 2013) in weite Ferne rücken.

Zurzeit wird der Mai 2015 anvisiert, was nach den jüngsten Entdeckungen wohl obsolet ist. Gleichzeitig steigen die Kosten rasant auf aktuell rund 40 Millionen Euro.
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Schloss Salzau: Doch kein Verkauf an Bolko Kissling



Schloss Salzau wird doch nicht an Boko Kissling verkauft / Foto: Wikipedia / UphoffHe / Public Domain
Schloss Salzau wird doch nicht an Bolko Kissling verkauft / Foto: Wikipedia / UphoffHe / Public Domain
Kommando zurück auf Schloss Salzau. Das schleswig-holsteinische Finanz- ministerium hat überraschend mitgeteilt, dass es Schloss Salzau nicht an eine private Gesellschaft verkaufen wird. Das Land werde vom bereits unterschriebenen Vertrag zurücktreten. Das meldet der NDR.

Eine Firma des Hamburger Unternehmers Bolko Kissling hatte das bekannte Schloss kaufen wollen.

Nun teilt das Land mit, der zum 1. Juni fällige Kaufpreis von zwei Millionen Euro sei immer noch nicht eingegangen. Eine Stellungnahme des Unternehmers gibt es bislang offenbar noch nicht. Der Verkauf ist damit gescheitert.
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Bolko Kissling kauft Schloss Salzau (Archiv 2014)



Schloss Salzau hat den Besitzer gewechselt / Foto: Wikipedia / UphoffHe / Public Domain
Schloss Salzau hat den Besitzer gewechselt / Foto: Wikipedia / UphoffHe / Public Domain
(Update Juli 2014: Der hier beschriebene Verkauf des Schlosses ist einige Wochen nach Unterschrift des Kaufvertrags überraschend gescheitert. Mehr dazu hier.)

Bolko Kissling war fast am Ziel: Der Landtag von Schleswig-Holstein hat dem Verkauf von Schloss Salzau an den Hamburger Unternehmer zugestimmt. Als Kaufpreis wurden zwei Millionen Euro vereinbart.

Der Geschäftsmann und begeisterte Polospieler will das seit Jahren leer stehende Schloss nahe des Selenter Sees (Kreis Plön) nach Medienberichten selbst nutzen, es aber auch für ein Musik- und Kulturprogramm öffnen.

Gut Salzau wurde bis 2011 als Landeskulturzentrum betrieben und war bekannt als Spielort des Schleswig-Holstein-Musikfestivals (SHMF). 2012 brannte auch noch die Konzertscheune ab. Das Herrenhaus blieb erhalten.
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Schloss Ahrensburg: Kampf gegen Teichschlamm




Kissen voller Schlamm ("Geotubes") liegen vor Schloss Ahrensburg / Fotos: Burgerbe.de
Kissen voller Schlamm („Geotubes“) liegen vor Schloss Ahrensburg / Fotos: Burgerbe.de

Das Renaissanceschloss soll ab 2015 saniert werden
Das Renaissanceschloss soll ab 2015 saniert werden

Der Park von Schloss Ahrensburg zeigt sich Besuchern im Moment von seiner schlammigen Seite. Wer die Schlossfassade aus dem normalerweise optimalen Winkel fotografieren will, steht vor einem Wall riesiger Kissen in der aparten Farbe von nassen Nordseerobben.
Und das schon seit Monaten: Aus einigen Nähten sprießt bereits Gras.

Das Ganze sieht aus wie eine verunglückte Kunstinstallation oder ein hastig improvisierter Hochwasserschutzwall, ist aber ein 620.000 Euro teures Gewässerschutzprojekt mit Vorbild-Charakter.
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Herrenhaus Hoyerswort und der teuflische Tanz



Das Herrenhaus Hoyerwort 1864 / Bild: gemeinfrei
Das Herrenhaus Hoyerswort 1864 / Bild: gemeinfrei

Übermütige Mädchen werden in Nordfriesland seit Generationen mit einer gruseligen Sage gepiesackt, deren Ursprung man recht genau verorten kann: An der weißen Wand eines Saals des „Eiderstedter Schlosses“ (eigentlich Herrenhaus Hoyerswort) prangt ein angeblicher Blutfleck.

Ziemlich zerlaufen, aber noch durchaus kräftig. Er ist normalerweise durch einen Wandbehang abgedeckt.

Der Fleck inspirierte die Erzählung vom „Teufel und der Tänzerin„: Darin wird von einer auf der Tanzfläche nicht mehr zu bändigenden jungen Frau erzählt. Diese sei vor 200 Jahren bei einem Fest im Herrenhaus so tanzwütig gewesen, dass sie sogar erklärte, auch einen Tanz mit dem Teufel nicht abschlagen zu wollen.
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