Schlagwort-Archive: Wettiner

Die schönsten Burgen und Schlösser in Sachsen

Burg Gnandstein
Burgen und Schlösser in Sachsen: Burg Gnandstein nahe Leipzig / Bild oben: Die Albrechtsburg / Fotos: Burgerbe.de
Sachsen war einst eine Macht von europäischem Rang. Das ist lange her, doch die Spuren der kriegerischen und glanzvollen Zeiten im Kerngebiet des kursächsischen Territoriums sind zu großen Teilen erhalten geblieben.

Die Homepage der staatlich-sächsischen Schlösser- und Burgenverwaltung heißt nicht umsonst „Schlösserland Sachsen“.

Die Wettiner, recht bauwütige Herrscher mit Hang zu barockem Prunk, haben das Land zwischen Elbe und Mulde geprägt. Wer gewaltige Burgschlösser sehen möchte, ist hier an der richtigen Adresse. Er sollte die Albrechtsburg bei Meissen besuchen mit ihrem weitgehend erhaltenen Wohnschloss.
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Burg Wettin: Sanierung erst nach dem Lutherjahr


Das Burg-Gymnasium auf Burg Wettin / Foto: Wikipedia / Jonathan Wilkins / CC-BY-SA 2.0 / Foto oben: Wikipedia / David Meisel / CC-BY-SA 2.0
Das Burg-Gymnasium auf Burg Wettin / Foto: Wikipedia / Jonathan Wilkins / CC-BY-SA 2.0 / Foto oben: Wikipedia / David Meisel / CC-BY-SA 2.0
Wegen des 2017 anstehenden Luther-Jubiläums (500 Jahre Thesenanschlag) legt Sachsen-Anhalt wichtige Denkmalschutzprojekte erstmal auf Eis. So bekannte sich Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) prinzipiell zur dringend nötigen Sanierung der Burg Wettin.

Aber bitte erst nach dem Lutherjahr 2017. Spätestens bis 2030(!) wolle die Landesregierung den Punkt abarbeiten.

Bis zur endgültigen Entscheidung könne der Saalekreis mit dem 27-Millionen-Euro-Projekt ja schon mal alleine anfangen.

In der Presse verkauft Haseloff den möglicherweise jahrzehntelangen Aufschub als „Bekenntnis zur Burg“. Die Mitteldeutsche Zeitung freute sich völlig ironiefrei über die „gute Nachricht aus Magdeburg“.
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Schloss Neuenburg: Stolz der Thüringer Landgrafen




Schloss Neuenburg: Der Dicke Wilhelm / Fotos: Burgerbe.de
Schloss Neuenburg: Der Dicke Wilhelm / Fotos: Burgerbe.de

Erstmal Burgen bauen: Das muss sich Graf Ludwig „der Springer“ gedacht haben, als er seine Herrschaft im heutigen Thüringen und Sachsen-Anhalt erbte. Aus Sicht des jungen Ludowingers war das eine ziemlich vernünftige Entscheidung mit dauerhaften Folgen.

Am westlichen Rand seines Herrschaftsbereichs, auf einer Höhe im Thüringer Wald, legte er im Jahr 1067 den Grundstein für die Wartburg.

Nun brauchte er aber auch noch eine Befestigung auf der östlichen Seite seines Reichs. Auf einem Hochplateau an der Unstrut nahe Naumburg fand er einen geeigneten Platz und ließ ein passendes „Gegenstück“ bauen: Schloss Neuenburg bei Freyburg.

Größer als die Wartburg

Da das Plateau reichlich Platz hergab, fiel die Neuenburg deutlich größer aus als die Wartburg (insgesamt 31.500 Quadratmeter). Optisch haben beide Burgen keinerlei Ähnlichkeit. Schloss Neuenburg: Stolz der Thüringer Landgrafen weiterlesen

Schloss Hartenfels: Prächtige Folge der Leipziger Teilung




Schloss Hartenfels in Torgau / Foto: Wikipedia / Zeppelubil / Th. Haft / CC BY 3.0 DE
Schloss Hartenfels in Torgau / Foto: Wikipedia / Zeppelubil / Th. Haft / CC BY 3.0 DE

Das Aufteilen von geerbten Ländern unter Herrschersöhnen hatte komplizierte und meist kriegerische Folgen. Schließlich wollte jeder die Hauptstadt und die größere Hälfte Land haben. Die Entstehung des prächtigen Schlosses Hartenfels in Torgau ist eine direkte Folge einer solchen Vereinbarung.

Dass man so ein fürstliches Erbe auch vernünftig in zwei Teile filetieren konnte, wollten 1485 die Wettiner Ernst und Albrecht III. anhand von Sachsen beweisen. Ernst, der Ältere, zog die Grenzen – und der jüngere Bruder durfte wählen, welches Territorium er haben wollte: Die sogenannte Leipziger Teilung.
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Altenburger Prinzenraub: Wie kam es zur Entführung 1455?


Das heutige Schloss Altenburg / Foto: Wikipedia / WikiABG / CC-BY-SA-2.5
Das heutige Schloss Altenburg / Foto: Wikipedia / WikiABG / CC-BY-SA-2.5

In einer Julinacht des Jahres 1455 schlummern die Wettiner-Prinzen Ernst (14) und Albrecht (11) nichtsahnend in ihren Betten auf der Altenburg. Die zu diesem Zeitpunkt schon 500 Jahre alte Festung auf einem Felsen außerhalb des gleichnamigen Städtchens galt als äußerst sicher.

Kaiser Barbarossa hatte die Burg im 12. Jahrhundert zu einer repräsentativen Kaiserpfalz ausgebaut. Eine Wachmannschaft sorgte für den Schutz des Hofstaats des Herzogs und Kurfürsten von Sachsen (nebenbei auch Markgraf von Meißen und Landgraf von Thüringen), Friedrichs „des Sanftmütigen“.

Doch am Fuß des Burgbergs braute sich Unheil zusammen: Ritter Kunz von Kauffungen tauchte mit seinen ritterlichen Kumpanen Wilhelm von Mosen und Wilhelm von Schönfels vor der Burg auf, 30 Reiter im Rücken. Die drei Adeligen hatten alle noch eine Rechnung mit dem Kurfürsten offen. Altenburger Prinzenraub: Wie kam es zur Entführung 1455? weiterlesen