Schlagwort-Archive: Weserrenaissance

Kabelbrand im Internat Schloss Varenholz




Das private Internat im Weserrenaissance-Schloss Varenholz ist am Sonntagabend wegen eines Kabelbrands evakuiert worden. Verletzt wurde niemand. Das meldet die Neue Westfälische.

In einem Schülerzimmer war Rauch bemerkt worden, der aus dem Mauerwerk drang. Die örtliche Freiwillige Feuerwehr Kalltetal rückte mit 15 Fahrzeugen plus Drehleiter an. Die Wehrleute drangen mit Atemschutzmasken zum Brandherd vor. Sie konnten ihn allerdings erst erreichen, als sie eine Wand mit gezielten Axthieben geöffnet hatten (Foto: gemeinfrei).
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Schloss Brake: Wo Graf Simon in die Sterne schaute



Schloss Brake beherbergt heute das Weserrenaissance-Museum / Fotos: Burgerbe.de
Schloss Brake beherbergt heute das Weserrenaissance-Museum / Fotos: Burgerbe.de

Eine der größten mittelalterlichen Burganlagen Westfalens ist… verschwunden. An der Stelle des Castrum der Edelherren zur Lippe in Lemgo steht jetzt das Wasserschloss Brake. Es beherbergt heute das Museum der Weserrenaissance – und war auch mal Sternwarte…

Die mittelalterliche Burg hatte ohnehin nur bis 1447 gehalten. In der sogenannten Soester Fehde wurde sie erobert und in Brand gesteckt. Das heutige Renaissanceschloss entstand 1584 bis 1589 durch einen Umbau im Auftrag von Reichsgraf Simon VI., Landesherr von Lippe-Detmold.

Von hier aus regierte dieser durchaus bemerkenswerte Fürst seine Grafschaft. Zumindest solange er nicht in Prag bei Kaiser Rudolf II. weilte, der ihn als seinen Gesandten mit allerlei kniffeligen Aufgaben durch die Welt schickte.

Außerdem nutzte der Kaiser den Lipper als Kunstagenten, um seine Gemäldesammlung aufzubauen. Beide hatten offenbar einen ähnlichen Kunstgeschmack.
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Schloss Neuhaus: Deutschlands schönste Realschule



Schloss Neuhaus: Eckturm mit Wassergraben
Schloss Neuhaus: Eckturm mit Wassergraben
Wer mittags das Gelände von Schloss Neuhaus in Paderborn betritt, wird erstmal mit massiven Pubertätsproblemen konfrontiert. Horden von hormongesteuerten Teenies laufen herum und geben Kommentare ab wie: „Marcel hat mich überhaupt nicht beachtet, dabei hab ich eine Stunde lang nur ihn angesehen. Er wird mich nie lieben! Wääääähhhhh…!“

Ich fand es ja toll, dass so viele Schüler gleichzeitig einen Ausflug zu so einem bedeutenden Schloss machen und schaute mich nach den begleitenden Pädagogen um, in der Hoffnung, vielleicht einen kostenlosen Vortrag zur Schlossgeschichte zu erhaschen.

Aber kein Lehrer kam in Sicht. Typisch, kaum auf Reisen, schon verdrücken sich die beamteten Erzieher ins nächste Café und verprassen meine Steuern mit Kirschsahne.

Dann suchte ich eben nach der Schloss-Neuhaus-Museumskasse. Hier war ja mal die NRW-Landesgartenschau, es muss also irgendwo ein Kassenhäuschen geben. Allerdings zunächst erfolglos.
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Schloss Bückeburg: Schaumburg-Lippes Prachtresidenz



Bückeburg. Wie das schon klingt. Ein Flecken mitten im Nirgendwo am Rand des Weserberglands, regional bekannt für sein lautstark zelebriertes Schützenfest, eine Halle mit 40 Hubschraubern („Helikoptermuseum“) sowie die eigenwillige Idee, die örtliche Landmesse „Ährensache“ zu nennen und dafür mit einer nasebohrenden Kuh zu werben.
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Geisterjäger jagen auf Schloss Bückeburg



Die Barockfassade von Schloss Bückeburg. Foto: Burgerbe.de
Die Barockfassade von Schloss Bückeburg. Foto: Burgerbe.de

Neues von den Geisterjägern: Das „Ghost Hunter Explorer Team“ aus Donaueschingen hat Schloss Bückeburg einen Besuch abgestattet.

Mit Nachtsichtkamera, Mikrofon und diversen Messgeräten untersuchten sie die Räume eine Nacht lang schweigend auf paranormale Phänomene hin. Ein Mitarbeiter der Schlossverwaltung hatte zuvor von einem seltsamen Erlebnis berichtet…

Für die ehrenamtlichen Spukforscher war der Ausflug in das seit dem Mittelalter durchgehend bewohnte Schloss durchaus ertragreich: Gespenster zeigten sich zwar nicht, sie vernahmen aber nicht identifizierbare Stimmen.

Mal sehen, ob die sich auch auf den Tonträgern wiederfinden. Für die Auswertung der Bilder und Daten wollen sie sich nun ein paar Tage Zeit nehmen.
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