Schlagwort-Archive: Niederungsburg

Der Gravensteen und die grausamen Grafen von Flandern



Trutzig und massiv recken sich die Türme des Gravensteen in den flandrischen Himmel. Als ob sie der Stadt Gent drohen wollten, die auf Straßenbreite an die dunklen Burgmauern herangerückt ist. Hier haben sie also gehaust, die grausamen Grafen von Flandern. Grausam müssen sie schon gewesen sein, zumindest wenn man dem heutigen Museum glaubt.

Denn um den happigen Eintrittspreis von 8 Euro(!) zu rechtfertigen, haben die schlauen Belgier in der Burg ein Waffen-, Gerichts- und Foltermuseum eingerichtet. Sowas zieht ja immer. Und an diversen Stellen gibt es nun Hinweise, was die Grafen und ihre burgundischen und habsburgischen Nachfolger so alles zwischen Folterkammer, Gerichtssaal und Kerker mit den armen Delinquenten angestellt haben.
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Schloss Ettlingen: Die Witwe des „Türkenlouis“ liebte es prächtig



Ettlingen: Proben für die Schlossfestspiele
Viele Städte sind mächtig stolz auf ihre Schloss- und Burgfestspiele. Das können sie auch sein, denn aus kleinen Laienspiel-Aufführungen sind mit den Jahren Groß-Events mit Profi-Schauspielern und zehntausenden Besuchern geworden, z.B. bei den Schlossfestspielen in Neersen.

Ich war nun an einem Wochenende 2008 im schönen badischen Ettlingen bei Karlsruhe. Und da gibt es ein sehr schön restauriertes Markgräfliches Schloss (mit schmucker Barockfassade) und – erraten – Schlossfestspiele.

Auf dem Programm standen das Musical „The scarlet Pimpernel“ und der bei Schlossfestivals, um die Kultur-Quote zu erfüllen, offenbar gänzlich unverzichtbare Shakespeare: In diesem Fall „Viel Lärm um nichts“. Was ich von den Proben im Schlosshof mitbekommen habe, klang schon recht viel versprechend.
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250. Jahrestag der Schlacht bei Krefeld: Pulverdampf-Spektakel an der Dorenburg



Wenn so ein preußisches Linienregiment feuert, kracht es höllisch. Das ist aber noch gar nichts gegen die Artillerie.

Der Schalldruck der Kanonen sorgt bei den Zuschauern noch in 30 Meter Entfernung für Klingeln in den Ohren. Zum 250. Jahrestag der Schlacht bei Krefeld (ich hatte sie mal in einem Beitrag über Burg Linn erwähnt) kamen Darsteller diverser Regimenter ins Freilichtmuseum Dorenburg an der gleichnamigen Wasserburg bei Grefrath zu Heerlager und Manöver.
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Ziel von Kreuzfahrern und Mongolen: Die Zitadelle von Damaskus




Saladin-Denkmal vor der Zitadelle

Die Zitadelle von Damaskus konnte ich 2008 leider nur von außen fotografieren. Jahrelang war das mächtige Bauwerk in der syrischen Hauptstadt geschlossen. In einem syrisch-italienischen Gemeinschaftsprojekt wurde die islamische Festung für fünf Millionen Euro saniert.

Anschauen konnte man sich nur die vom dichten Verkehrsgewühl umbrausten Mauern und das grüne Saladin-Denkmal.

Der Sultan selbst hat übrigens „drei Ecken weiter“, an der Umayyaden-Moschee, seine letzte Ruhe gefunden – in einem äußerst bescheidenen Mausoleum, das man besichtigen kann (Foto unten links).

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Burg zu verkaufen – Aber nicht für 1 Euro: Wer macht die Millionen locker?




Burg zu verkaufen: Vom Dasein als Burgherr muss man nicht nur träumen, man es sich auch kaufen. Nötig ist nur ein bisschen Kleingeld. Wie wäre es zum Beispiel mit einem kleinen aber feinen Rittergut zwischen Düsseldorf, Krefeld und Mönchengladbach? Inklusive sind ein Rittersaal mit offenem Kamin, ein Renaissanceturm und ein Gewölbekeller.

Auch auf die erlesenen, liebgewonnenen Bequemlichkeiten des modernen Luxuslebens muss der frischgebackene Gemäuer-Besitzer nicht verzichten: Designerküche, Whirlpool sowie Bang- und Olufsen-TV-Anlage sind inbegriffen. Partys kann man auf den 5000 Quadratmeter Grund und Boden ohne Ende feiern, denn der einzige Nachbar ist ein Bauernhof in der ehemaligen Vorburg. Kostenpunkt: 1,29 Mio Euro plus 3,57 Prozent Courtage. Na, wer greift zu?
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