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Burg Randeck: Raubritternest im Altmühltal




Burg Randeck über dem Altmühltal / Fotos: Burgerbe.de
Burg Randeck über dem Altmühltal / Fotos: Burgerbe.de

Wer eine spektakulär gelegene Burg mit phänomenaler Aussicht sucht, wird im Altmühltal fündig: Auf einem Dolomitfelsen über dem Örtchen Essing nahe Kelheim thront seit rund 800 Jahren die Burg Randeck.

Die Herren von Essing, bzw. von Randeck zwangen dann um das Jahr 1200 die Bewohner der umliegenden Dörfer, in jahrelanger Fronarbeit den heute 36 Meter hohen Bergfried und die Nebengebäude mitsamt eines Mauerrings zu errichten.

Es entstand eine verhältnismäßig große Burg mit geräumigem Innenhof. Zum Verdruss der Dorfbewohner verlegten sich die Besitzer ab 1298, die Grafen Babo von Abensberg, auf das Ausplündern von reisenden Händlern der benachbarten Städte.
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Burg Hohenstein: Bergfried wurde zum Glockenturm




Burg Hohenstein in der Hersbrucker Alb / Foto: Wikipedia / Klaus M. (Mikmaq) / CC-BY-SA 3.0
Burg Hohenstein in der Hersbrucker Alb / Foto: Wikipedia / Klaus M. (Mikmaq) / CC-BY-SA 3.0

Die Nacht zum 28. Februar 2000 brachte ein Desaster für Burg Hohenstein: Bislang unauffällige Verformungen in der Südwand des Palas rissen auf, die Südwand stürzte ein. Der Teileinsturz brachte den Eigentümer der Burg, den Verschönerungsverein Hohenstein, dazu, nun umso mehr auf Fördergelder für die Sanierung zu drängen.

Mit rund einer Million Euro konnten die Problemzonen schließlich repariert und die Mauer wieder aufgebaut werden. Dafür gab es 2012 das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten.

Aber die Sanierung ist noch lange nicht beendet…
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Wieso hat Schloss Liedberg ein Pfadfindergrab?



Foto: Wikipedia / MFSG / CC-BY-SA 3.0
Schloss Liedberg in Korschenbroich (Kreis Neuss) / Foto: Wikipedia / MFSG / CC-BY-SA 3.0
Der 21./22. Juni 1930 war ein schwarzer Tag in der niederrheinischen Geschichte. 16 Mitglieder einer „Kolonial-Pfadfindergruppe“ aus Düsseldorf feierten (verbotenerweise) in den unterirdischen Gängen des Steinbruchs bei Schloss Liedberg die Sommersonnenwende und die Aufnahme neuer Mitglieder.

Von der Existenz des Höhlen-Labyrinths hatten sie aus einer Jugendzeitschrift erfahren. Rund 800 Meter sollen sie sich bei ihrem Ausflug entlang eines „Piratensaal“ genannten Gangs vom Eingang entfernt haben.

In der größten Kaverne, dem sogenannten Felsenkeller, vergruben sie eine Urkunde in einer Wand. Keine gute Idee, denn ihre Buddelei löste einen Felssturz aus.

Gut 200 Zentner an Steinbrocken lösten sich aus der Decke der Höhle und begruben vier Jugendliche unter sich. Einen konnten seine Kameraden noch darunter hervorziehen.
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US-Übungsplatz Hohenfels: Kein Zutritt zur Hohenburg




Warnschild vor Truppenübungsplatz / Foto: Wikipedia / Fiorellino / CC BY 3.0 DE
Warnschild vor Truppenübungsplatz / Foto: Wikipedia / Fiorellino / CC BY 3.0 DE / Foto oben: Die Hohenburg / gemeinfrei
Raversdorf und Kittensee sind heiß umkämpft. Und das ständig. Auf dem bayerischen Truppenübungsplatz Hohenfels üben Einheiten der US Army, wie Autokonvois sich am besten durch die engen Gassen von Oberpfälzer Dörfern kämpfen, in deren malerischen Häuschen und Vorgärten sich bis an die Zähne bewaffnete feindliche Truppen verschanzt haben. Manchmal dürfen auch Nato-Partner mitspielen.

Das unter US-Kontrolle stehende Hohenfels-Areal ist einer der größten Truppenübungsplätze Deutschlands – er hat sogar eine eigene Burgruine: Die 1000 Jahre alte Hohenburg am nordöstlichen Rand der Anlage. Öffentlich zugänglich ist sie natürlich nicht.
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Sherlock Holmes 2: Dreharbeiten auf der Alpenfestung Burg Hohenwerfen


Burg Hohenwerfen über der Salzach / Fotos: Burgerbe.de
Burg Hohenwerfen über der Salzach / Fotos: Burgerbe.de

Wenn sich Sherlock Holmes und Professor Moriarty auf der Leinwand duellieren, dann bitte nur in malerischer Kulisse.

Für „Sherlock Holmes 2: Spiel im Schatten“ ließ Madonnas Ex-Mann, Regisseur Guy Ritchie, dazu eigens ein Team nach Österreich einfliegen. Ziel: Die Alpenburg Hohenwerfen südlich von Salzburg.

Handlung: Moriarty will durch einen Anschlag auf einen Friedensgipfel in der Schweiz einen Weltkrieg anzetteln, damit er mit den dicken Kanonen seiner Waffenfabrik richtig Kohle machen kann. Das muss natürlich durch scharfsinnige Schlüsse und viel Pyrotechnik verhindert werden…
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