Schlagwort-Archive: Höhenburg

Burg Breuberg, Zankapfel der Konfessionen



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Burg Breuberg
Die Reformation und später Dreißigjährige Krieg spalteten den deutschen Adel. Manchmal ging der konfessionelle Riss auch mitten durch Familien und Burgen. Burg Breuberg ist ein Beispiel dafür.

Auf dem 306 Meter hohen Breuberg in Südhessen thront sie als eine der besterhaltenen Burgen der Republik. Durch kontinuierlichen Ausbau ist die Anlage eine beeindruckende Festung geworden. Und eine Sage gibt es auch. Heute sind dort eine Jugendherberge und ein Museum untergebracht.
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Burg Steinsberg: Besiegte Bauern mussten büßen




Der Bergrfried von Burg Steinsberg / Foto: Burgerbe.de
Achteckig: Der Bergrfried von Burg Steinsberg / Foto: Burgerbe.de
Der Bauernkrieg bedeutete für die adeligen Landesherren einen abgrundtiefen Schrecken. Plötzlich mischte der gemeine Pöbel in der Politik mit, stellte Forderungen. Der Schock fuhr den Herren umso tiefer in die Glieder, als die Haufen der Bauern trutzige Burgen stürmten, plünderten und niederbrannten.

Burg Steinsberg bei Sinsheim in Baden ist ein Beispiel für eine solche Anlage – und für die spätere Vergeltung der Obrigkeit.
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Leuchtenburg: „Königin des Saaletals“ wird Erlebnisburg



Die Leuchtenburg von oben. Foto: Wikipedia - Dr. Thomas Köhler/Jena
Die Leuchtenburg von oben. Foto: Wikipedia – Dr. Thomas Köhler/Jena/Public Domain

In Thüringens Burgenwelt tut sich was: Eine neu gegründete gemeinnützige Stiftung hat die Leuchtenburg vor der drohenden Versteigerung gerettet. Für einen eher symbolischen, sechsstelligen Betrag erwarb die Stiftung die Anlage von der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen.

Das Land konnte die notwendigen Mittel zur Sanierung der historischen Gemäuer nicht aufbringen. Das will nun die Stiftung schaffen.

Geplant ist, die „Königin des Saaletals“ touristisch noch attraktiver zu machen. Wie das genau geschehen soll, ist noch nicht klar, 3000 Quadratmeter stehen aktuell leer. Gemunkelt wird von einer Hotel-Nutzung, von einer geplanten Erlebnisburg will Die Welt wissen. (Update Mai 2014: Die Leuchtenburg bekommt ein Porzellanmuseum und einen „Skywalk“)
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Spiegel-Online über Burg Hohenzollern


Burg Hohenzollern: Schon von weitem zu sehen / Foto: Burgerbe.de
Burg Hohenzollern: Schon von weitem zu sehen / Foto: Burgerbe.de
Nein, diesmal ist es nicht die übliche Japaner-in-Neuschwanstein-Geschichte. Spiegel-Online berichtet launig-anerkennend über Burg Hohenzollern. Mit ein paar netten Worten wird die Geschichte der Burg erzählt.

Kostprobe: „Im 15. Jahrhundert zankten sich die Brüder Friedrich XII. von Zollern (genannt „der Öttinger“) und sein Bruder Eitel Friedrich I. derart heftig, dass von der Burg kaum mehr etwas übrig blieb.“

Ansonsten geht es um die Beliebtheit bei chinesischen Touristen und die Erdbebengefahr. Das klingt bei SPON dann so:

„Alles friedlich also derzeit rund um den Zollern, wenn da nicht eine latente Bedrohung wäre. Die liegt in der Tiefe, etwa sechs bis sieben Kilometer direkt unter der Burg. Dort lauert seit Millionen Jahren ein tektonisches Monster: Die Reibung zwischen Afrikanischer Kontinental- und Eurasischer Platte hat hier eine Schwachstelle gefunden, aus der sich bisweilen Spannungen in Beben eruptiv entladen.“

Tektonisches Monster? Naja. Wir erfahren noch, dass es mittlerweile um die Burg Erdbeben-Messpunkte gibt. Tja, das nächste Beben kommt bestimmt.

Hier der Link: http://www.spiegel.de/spiegelspecialgeschichte/0,1518,501164,00.html

PS: Danke an Magistus für den Link




Nachts auf Schloss Kransberg




Jetzt weiß ich, warum das Hochtaunus heißt. Eine steile Privatstraße durch dichten Wald rauf, rein in die Haarnadelkurve und man steht auf dem Parkplatz von Schloss Kransberg. Privatbesitz. Leider nur bei Veranstaltungen und dem jährlichen Mittelaltermarkt zugänglich.

Das einstige Rittergut nördlich von Frankfurt hat eine hochinteressante Geschichte, die stellvertretend für viele Schlösser/Burgen stehen könnte: 1250 erstmals urkundlich erwähnt, zahlreiche Besitzerwechsel. Kurmainzerisch, nassauisch, preussisch. Nach dem 30-Jährigen Krieg verfallen und im 19. Jahrhundert im Stil der Neo-Renaissance wieder aufgebaut. Der private Besitz wurde von den Nazis enteignet.

Foto oben: Wikipedia / dontworry / CC BY-SA 3.0
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