Schlagwort-Archive: Burgen in Hessen

Burg Eppstein: Schafe als Rasenmäher am Steilhang




Rhönschafe sorgen für kurzen Rasen im Zwinger von Burg Eppstein / Foto: Wikipedia / Dcoetzee / CC-BY-3.0
Rhönschafe sorgen für kurzen Rasen im Zwinger von Burg Eppstein / Foto: Wikipedia / Dcoetzee / CC-BY-3.0 / Foto oben: Burg Eppstein / Foto: Wikipedia / Johannes Robalotoff / CC-BY-SA 3.0

Auf vielen Burgen kennt man das Problem: Am Burghang gibt es Stellen, wo zwar wie verrückt das Gras wächst, wo man aber mit dem Rasenmäher nur als Bergsteiger hinkommt. Beim Rasenmähen in schwierigem Terrain ist es leider auch schon zu Todesfällen gekommen.

Auf Burg Eppstein in Hessen (und auf diversen anderen Burgen) ist man da auf eine natürliche und nachhaltige Lösung gekommen: Schafe als Rasenmäher. Davon berichtet das Höchster Kreisblatt.

2006 lieh sich die Stadt erstmals Schafe bei einem örtlichen Schäfer aus. Das klappte so gut, dass die Tiere seitdem jeden Sommer das Gras im den Bereich des Nordzwingers kurz halten.
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Burg Herzberg: Hippie-Festival zieht 12.000 Besucher an



Burg-Herzberg-Festival 2005 / Foto: Wikipedia / Daniel nice / CC-BY-SA-3.0-migrated
Burg-Herzberg-Festival 2005 / Foto: Wikipedia / Daniel nice Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Woodstock liegt an diesem Wochenende in Hessen: Auf dem Burg-Herzberg-Festival treffen sich Alt- und Neu-Hippies aus ganz Europa.

Das große Flower-Power-Festival findet am Fuß des Burgbergs statt. Top-Act ist diesmal Patti Smith (die „Godmother of Punk“). Es gibt wieder drei Bühnen: Mainstage, Freakstage und Mental stage. Rund 12.000 Besucher sind angereist.

Das wirft bei mir natürlich die Frage auf, was die Hippies mit einer Ruine aus dem 13. Jahrhundert, zu schaffen haben, die immerhin Hessens größte Höhenburg ist.

Die Befestigung lag im Mittelalter strategisch günstig an der vielgenutzten Händlerstraße zwischen Frankfurt und Leipzig und außerdem im zersplitterten Reich zwischen den Interessensgebieten der Landgrafschaft Hessen, der Abtei Hersfeld, der Grafschaft Ziegenhain und der Abtei Fulda.
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Burg Runkel: Residenz an der Lahn-Brücke



Burg Runkel mit Lahn-Brücke / Fotos: Burgerbe.de
Burg Runkel mit Lahn-Brücke / Fotos: Burgerbe.de

Die Römer waren großartige Brückenbauer. Die mittelalterlichen Deutschen nicht so sehr. Man war schon froh, wenn man die Konstruktionen aus der Antike einigermaßen instand halten konnte. Brücken-Neubauten waren etwas ganz Besonderes: Zum Beispiel 1440 bei Runkel über die hier ziemlich wilde Lahn.

Die Brücke war mit eigenen Türmen und Zugbrücke versehen: Eine Art wehrhafte Mautstation, die natürlich Ärger magisch anzog. Zum Schutz des Übergangs hatten die Herren von Runkel oberhalb der Brücke schon vor Jahrhunderten eine Burg gebaut, die nun erheblich an Wichtigkeit gewann: Burg Runkel.
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Wird Schloss Spangenberg zur Zeitkapsel?



Schloss Spangenberg: Das Hotel wird zurzeit nicht betrieben / Foto: Wikipedia / Ingmar Runge / CC BY 3.0 DE
Schloss Spangenberg: Das Hotel wird zurzeit nicht betrieben / Foto: Wikipedia / Ingmar Runge / CC BY 3.0 DE
Update Januar 2015: Es gibt einen neuen Pächter für Schloss Spangenberg.

In einer der einst stärksten Festungen Hessens scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Das frühere Hotel im Schloss Spangenberg südöstlich von Kassel dämmert ungenutzt vor sich hin. Dabei ist es auf dem Weg, zu einer Art Zeitkapsel der 2010er Jahre zu werden.

Sollte das so bleiben würden künftige Forscher, die sich in 100 Jahren mal in die Schlossräume wagen, unter einer dicken Staubschicht aufgeräumte, rustikale Zimmer mit sauber bezogenen Betten finden, mit analogen Schnurtelefonen auf den Nachttischchen – so als ob die Gäste aus der mittleren Merkel-Ära gerade erst abgereist sind. Wird Schloss Spangenberg zur Zeitkapsel? weiterlesen

Windräder vor Schloss Braunfels?



Blick auf Schloss Braunfels und den existiernden Windpark Hohenahr in 16 km Entfernung. Dass Tele sorgt für den "zum-Greifen-nah-Effekt" / Foto: Meinolf Schmidt
Blick auf Schloss Braunfels und den existiernden Windpark Hohenahr in 16 km Entfernung. Das Teleobjektiv sorgt für den „zum-Greifen-nah-Effekt“ / Foto: Meinolf Schmidt

Sobald irgendwo in der Nähe einer Burg Windräder aufgebaut werden sollen, gibt es häufig Ärger (z.B. hier, hier und hier). Denkmalpfleger in Hessen verlangen nun eine fünf-Kilometer-Schutzzone um alte Gemäuer. Vorgeschrieben sind indes mindestens 1000 Meter Abstand zu den Ortsrändern.

Konkret geht es um einen Windpark in Sichtweite der Burg Braunfels in Mittelhessen.

Die zwischen den Orten Altenkirchen und Philippstein geplanten Anlagen würden innerhalb der fünf-Kilometer- aber außerhalb der ein-Kilometer-Zone liegen. Nun ist es an den Behörden, eine Abwägung zu treffen. Mal wieder heißt es: Denkmalschutz kontra Energiewende.

Der örtliche, parteilose Bürgermeister würde die Flächen gerne an den Windpark-Betreiber verpachten. Von Braunfels aus seien sie ja kaum zu sehen.
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