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Burgen an der Ruhr

Schloss Landsberg: August Thyssens Burg an der Ruhr



Rundturm von Schloss Landsberg
Rundturm von Schloss Landsberg / Fotos: Burgerbe.de

Ein Stahlbaron muss standesgemäß wohnen. Nah bei seinen Zechen und Hüttenwerken zwar, aber natürlich haushoch über den Ameisenheeren der Arbeiter.

Im Ruhrgebiet kann man das gut sehen: Was den Krupps ihre Essener Villa Hügel (und ihr Sommersitz Schloss Blühnbach) war, war für August Thyssen Schloss Landsberg.

Graf Adolf V. von der Mark hatte Ende des 13. Jahrhunderts einen Höhenzug am südlichen Ruhrufer mit einer Burg befestigen lassen, um die Ruhrbrücke bei Kettwig zu schützen (eine wichtige Zolleinnahmequelle).

Die Düsseldorfer sind dem weitsichtigen Grafen bis heute dankbar, weil er ihrem Dorf 1288 Stadtrechte verlieh.
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Die Industrialisierung: Als Burgen zu Fabriken wurden




Ruine der Burg Wetter an der Ruhr mit Infotafel
Eine Infotafel erzählt die Industriegeschichte der Burg Wetter. Foto: Burgerbe.de / Foto oben: Die Harkortsche Fabrik auf Burg Wetter (Alfred Rethel, 1834) / Bild: Wikipedia/The Yorck Project
Mittelalter und industrielle Revolution sind eine ziemlich verrückte Mischung, wie man nicht erst seit Mark Twains „Ein Yankee an König Arthurs Hof“ weiß.

Kaum etwas passt so wenig zusammen wie Mittelalter und Industrialisierung. Hier das Zeitalter der alten Rittersleut auf ihren turmbewehrten Burgen – deren fortschrittlichstes Werkzeug der menschenbetriebene Drehkran war. Dort die Ära der rauchenden Schlote und der beginnenden Massenproduktion.

Und doch zogen diverse Unternehmer im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts ihre Fabriken ausgerechnet in alten Burgen und Schlössern hoch, ohne die leiseste Rücksicht auf die historische Bausubstanz zu nehmen.Weiterlesen »Die Industrialisierung: Als Burgen zu Fabriken wurden

Schloss Hugenpoet: Freiherr von Fürstenberg übernahm das Ruder




Das Herrenhaus von Schloss Hugenpoet / Foto: Burgerbe.de
Das Schlosshotel Hugenpoet (gesprochen „Hugenpoht“) in Essen-Kettwig ist nach diversen Turbulenzen auf gutem Weg, weiter Gäste in den historischen Mauern zu beherbergen.

Zum 1. Januar 2014 ist der Eigentümer des Schlosses, Maximilian Freiherr von Fürstenberg, auch Betreiber von Schlosshotel und Restaurant. Sechs Wochen nach dem Betreiberwechsel hat die WAZ ein Gespräch mit ihm geführt.

Fazit:
So ein herrschaftliches Schloss zu erhalten, ist eine verdammt teure Angelegenheit.

Und das Wichtiste: Fürstenberg blickt optimistisch in die Zukunft, ein neues Konzept soll her, und die Gräfte (Wassergräben) werden ausgebaggert.

Achso: Und ein zweites Restaurant soll öffnen, für Fine Dining. Fein.
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