Schlagwort-Archive: Zweiter Weltkrieg

Schloss Friedenthal: Otto Skorzenys SS-Agentenschule

Ein Nazi für besondere Aufgaben: Otto Skorzeny vor Schloss Friedenthal / Foto: Bundesarchiv, Bild 101III-Alber-183-25 / Alber, Kurt / CC-BY-SA 3.0
Ein Nazi für besondere Aufgaben: Otto Skorzeny vor Schloss Friedenthal / Foto: Bundesarchiv, Bild 101III-Alber-183-25 / Alber, Kurt / CC-BY-SA 3.0

Hitler war fasziniert vom britischen Geheimdienst. So etwas wollte er auch. Die Abwehr unter Admiral Canaris erfüllte ihm den Wunsch mit ihrem Sonderverband „Brandenburg“.

Die neidische SS-Führung hielt die Abwehr für chronisch unzuverlässig. Himmler, Kaltenbrunner und Co. wollten unbedingt gegenhalten und auch Berichte über tollkühne Kommandounternehmen ihrer Rassekrieger in der NS-Wochenschau sehen.

Daher gründete der Sicherheitsdienst (SD) der SS im April 1943 den „Sonderverband z.b.V. Friedenthal“ – mit Sitz auf Schloss Friedenthal bei Oranienburg.

Und ein SS-Mann für derartige „Sonderaufgaben“ stand schon mit einem Konzept in den Startlöchern: Der österreichische Haudegen und glühende Nazi Otto Skorzeny.
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Stauffenberg-Schloss: Hier reifte der Plan zum Attentat auf Hitler




1943 reifte bei Claus Graf Schenk von Stauffenberg auf dem Schloss in Lautlingen der Gedanke, Hitler zu töten / Foto: gemeinfrei
1943 reifte bei Claus Graf Schenk von Stauffenberg auf dem Stauffenberg-Schloss in Lautlingen der Gedanke, Hitler auszuschalten / Foto: gemeinfrei
Spätsommer 1943: Nach einer schweren Verwundung bei einem Tieffliegerangriff im April in Tunesien ist der 36-jährige Generalstabsoffizier Claus Graf Schenk von Stauffenberg auf Genesungsurlaub in der Heimat.

Für ihn heißt das, Ausspannen im Stauffenbgerschen Schloss im beschaulichen Albstadt-Lautlingen.

Hierhin zog die Familie im Sommer aus dem schwülen Stuttgart. Stauffenberg verbrachte mit seinen Brüdern unbeschwerte Stunden auf der Schwäbischen Alb.
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Schloss Wildenfels: Geheimgänge und Bernsteinzimmer-Story



Das kommt davon, wenn man die "Bild"-Zeitung zum Schlossrundgang einlädt / Foto: Screenshot
Das kommt davon, wenn man die „Bild“-Zeitung zum Schlossrundgang einlädt / Foto: Screenshot / Foto oben: Wikipedia / Kora27 / CC_BY-SA 4.0
Wenn man als Burgherr mehr Touristen und Spenden braucht, lanciert man am besten eine reißerische Geschichte in die Lokalzeitung (und hofft, dass bundesweite Boulevardmedien drauf anspringen).

Am besten lädt man die örtliche „Bild“-Zeitung ein, die bläst das Thema sicher noch ein bisschen auf und biegt sich die Fakten schon hübsch passen zurecht.

Nie schaden kann die Erwähnung von „Geheimgängen“ und mysteriösen Schätzen. Gern genommen werden: der Heilige Gral, Nazigold, Nibelungenschatz, Bernsteinzimmer, teures Zaren-Amusement aus dem Hause Fabergé, geschmuggelte Blutdiamanten und alles mit Hitler, Eva und Blondi.

Auf Schloss Wildenfels bei Zwickau hat der Freundeskreis-Vorsitzende diese „Wie komme ich in die ,Bild‘-Zeitung“-Regeln vorbildlich befolgt.
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Eisenbahngeschütz Big Gun Dora vor Sewastopol



Der Hafen von Sewastopol heute / Foto: Wikipedia/ VascoPlanet CrimeaPhotography/CC BY 2.0
Der Hafen von Sewastopol heute / Foto: Wikipedia/ VascoPlanet CrimeaPhotography/CC BY 2.0 / Foto oben: das deutsche Eisenbahngeschütz Dora (Kaliber 80 cm) bei der Belagerung Sewastopols / Foto: Screenshot Youtube

Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim ist heute der Heimathafen des stolzes der russischen Marine: von Schiffen wie dem Raketenkreuzer Moskva und der Fregatte Admiral Makarov.

Es ist ein Ort mit kriegerischer Tradition. Im Krimkrieg 1854/55 hatten englische, französische, türkische und italienische Truppen die damals russische Stadt elf Monate lang belagert (letztlich erfolgreich).

Im Zweiten Weltkrieg kostete die zweimalige Einnahme der damals größten Festung der Welt tausende sowjetische und deutsche Soldaten das Leben.

Nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion im Juni 1941 konnten die Verteidiger Sewastopols dem absehbaren Auftauchen der Wehrmacht und ihrer rumänischen Verbündeten auf der Krim zunächst relativ gelassen entgegensehen.
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Schlacht um die Festung Brest: Das Widerstandsnest der Roten Armee



Das Cholmer Tor der Festung Brest / Foto: Wikipedia/Szeder László/CC-BY-SA-3.0-migrated
Das Cholmer Tor der Festung Brest (heute Weißrussland) / Foto: Wikipedia/Szeder László/CC BY-SA 3.0 / Foto oben: Ein Wandbild im Museum zeigt die Verteidiger / Foto: Wikipedia / Adam Jones / CC-BY-SA 3.0
Die 9000 Mann starke Besatzung der Festung Brest wurde in der Nacht zum 22. Juni 1941 durch schweres Artilleriefeuer geweckt. Die 45. Infanteriedivision der Wehrmacht überquerte nach massivem Beschuss der ausgedehnten Festungswerke den Fluss Bug, um die Festung im Handstreich zu nehmen.

Es war eines der ersten wichtigen Etappenziele des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion („Unternehmen Barbarossa“), mit dem Ziel, die Rollbahn Richtung Osten für die schnell vorrückenden Panzerverbände der Heeresgruppe Mitte zu sichern.

Doch der minutiöse Plan ging – zumindest an dieser Stelle – erstmal schief.
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