Eine 16-Jährige kollabierte und kam mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Das berichtet die Mittelbayerische Zeitung. Nach Informationen der Zeitung hatten Elftklässler des Gymnasium Neutraubling Gymnasiums die feuchtfröhliche Party organisiert. Eine Mutter soll die Burg für eine „private Party“ gemietet haben.
Die Polizei löste die Party auf der seit 1935 gemeindeeigenenen Burg schließlich auf. Zuvor war noch eine 17-Jährige auf dem Weg zur Burg ausgeraubt worden. Nun untersucht die Gemeinde, ob die Party wirklich eine rein private Veranstaltung war…
Die Anfänge der Burg gehen wohl auf das 11. Jahrhundert zurück. Die Anlage auf einem steilen Granitfelsen war ein Lehen des Hochstifts Regensburg. Jahrhundertelang saßen hier die zu Prenberg und erweiterten die Burg fleißig.
1379 teilte sich die Familie und mit ihr die Herrschaft. Vortan herschte der eine Zweig (von Nußberg) über Ober-, der andere über Unterbrennberg. In der Burg saßen sie gemeinsam.
1571 kaufte Caspar von Lerchenfeld beide Teile der Herrschaft mitsamt der Burg. 1686 verwüstete ein Brand Brennberg und die Burg. Die Lerchenfelder ließen sie reparieren. 1832/40 ging das gesamte Gebiet mitsamt Burg an die Thurn und Taxis. Die Familie ließ die Burg verfallen.
Ober- und Unterbrennberg mit Burg und Schloss Unterberberg im Jahr 1726. Bild: gemeinfrei
Bei klarem Wetter kann man das nahe Schloss Wörth und im Süden die Alpen sehen.
Die Burgruine ist frei zugänglich und kann gemietet werden. Dem kollabierten Mädchen ging es übrigens zwei Tage nach der Party bereits wieder deutlich besser.
Mehr Infos zur Burg auf der Seite der Gemeinde Brennberg: „Die Burgruine Brennberg“
Weiterlesen:
Bettina Mehltretter berichtet in der Mittelbayerischen Zeitung: „„Flatrate-Party“ auf der Burg eskaliert“