Schlagwort-Archive: Schlösser in Sachsen

Pavillon soll an von der DDR gesprengtes Schloss Rötha erinnern



Schloss Rötha um 1860 / Bild: Wikipedia/F. Heise
Schloss Rötha um 1860 / Bild: Wikipedia/F. Heise

Zur Erinnerung an das von der DDR im Jahr 1969 gesprengte Schloss Rötha bei Leipzig planen der Förderverein „Rötha – gestern – heute – morgen“ und die örtliche Sparkassenstiftung den Bau einer 1,5 Millionen Euro teuren Gedenkstätte.

Der zweistöckige Pavillon soll auch den Nachbau eines für den Geschichte der Völkerschlacht bedeutsamen Schlossraums, des Verbündetenzimmers, enthalten. Darüber berichtet die Deutsche Presseagentur (dpa).

Hintergrund: Schlösser und Herrensitze konnte die SED gar nicht leiden, waren sie doch Symbole der verhassten preußischen Junker – und damit nach Logik der Ideologen Brutstätten des letzten und aller folgenden Kriegen.

Also weg damit, so die Logik der neuen Machthaber. Am liebsten betrieb die DDR solcherlei Geschichtspolitik mit TNT und Abrissbirne
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Schloss Schlettau: Einbrecher klettern über Pranger




Ausgerechnet den Nachbau eines mittelalterlichen Folterinstruments haben sich Unbekannte zu Nutze gemacht, um erneut in Schloss Schlettau im Erzgebirge einzubrechen. Die Kriminellen schleppten einen Pranger vom Schlosshof rund hundert Meter unter ein Fenster des Herrenhauses und kletterten so ins Schloss.

Ihre Beute: Rund 100 Euro und ein Zentralschlüssel. Wegen des Schlüsseldiebstahls muss nun die komplette Schließanlage ausgetauscht werden – und das zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage, denn bereits am vergangenen Freitag war auf ähnliche Weise in Schloss Schlettau eingebrochen worden.

Die Beute an diesem Tag: Mehrere hundert Euro und ebenfalls ein Zentralschlüssel. Darüber berichtet die Freie Presse.

Damit das nicht ein drittes Mal passiert, ist der Pranger inzwischen am Boden festgeschraubt worden.
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„Adel on tour“: Sonderausstellung auf Schloss Nossen



Schloss Nossen über dem 'Muldental / Foto: Wikipedia/Thomas Richter
Schloss Nossen über dem ‚Muldental / Foto: Wikipedia/Thomas Richter/CC BY-SA 3.0

Junge Adelige und der großbürgerliche Nachwuchs  im 18. und 19. Jahrhundert sollten etwas „von der Welt“ sehen (was in erster Linie Italien und Paris hieß). Nebenbei konnte man Sprachkenntnisse verfeinern, Weltläufigkeit erlernen und wichtige internationale Kontakte knüpfen.

Üppig mit Geld ausgestattet, gingen die Sprösslinge der großen Familien, meist in Begelitung eines bildungsbeflissenen Tutors, auf die „Grand Tour“. Einige kamen bis nach Jerusalem, andere überhaupt nicht wieder.
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Schweizer Strohmuseum hilft Moritzburger Fasanenschlösschen



Das Fasanenschlösschen in Moritzburg / Foto: Wikipedia/Kolossos
Das Fasanenschlösschen in Moritzburg / Foto: Wikipedia/Kolossos/CC BY 3.0 DE
Ein Statussymbol von Adeligen und reichen Bürgern der Rokoko-Zeit waren … Tapeten.

Am besten aus sündhaft teurem, kunstvoll bemaltem Seidenstoff aus China. Sachsens erster König Friedrich August ließ seine Sommerresidenz, das Fasanenschlösschen, mit kostbarsten Wandbelägen dekorieren.

In seinem Ankleidezimmer sahen diese sahen allerdings nur wie die unerschwingliche fernöstliche Importware aus. In Wirklichkeit bestanden die Tapeten aus kunstvoll verarbeitetem Haferstroh auf mit Seidenfäden und Stickereien durchwirktem Leinen, garniert mit Kunstperlen.

Eine kunstvolle Imitation mit heimischen Billig-Materialen.
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Schloss Hubertusburg: Frieden nach der Plünderung des „sächsischen Versailles“


Schloss Hubertusburg - Die Preußen waren auf das "sächsische Versailles" neidisch / Foto: Wikipedia/Andre Kaiser
Schloss Hubertusburg – Die Preußen waren auf das „sächsische Versailles“ neidisch / Foto: Wikipedia/Andre Kaiser/gemeinfrei
Die Preußen machten alles gründlich. Besonders das Plündern. Als die Truppen Friedrichs II. 1760 die kursächsische Hauptstadt Dresden verwüsteten, bekamen sie vom König den ausdrücklichen Befehl auch Schloss Hubertusburg bei Grimma zu plündern. Und zwar gründlich.

Es war die Rache für die Plünderung von Schloss Charlottenburg, an der auch sächsische Truppen teilgenommen hatten.

Nachdem die preußischen Soldaten mit dem Schloss fertig waren, wurden extra zwei sogenannte Koffaktoren aus Berlin in Marsch gesetzt, um die im Schloss verbauten Edelmetalle in dreimonatiger Arbeit „endzuverwerten“.
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