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DDR contra Burgen, Schlösser, Herrenhäuser: Politik mit TNT



Grenzstein an der Innerdeutschen Grenze / Foto: Wikipedia / Andreas Praefcke / CC BY-SA 2.5 / Bild oben: Abriss des Berliner Stadtschlosses 1950 / Bundesarchiv, Bild 183-08103-0025 / Köhler, Gustav / CC-BY-SA 3.0

Es ist schon zynisch, wenn historische Gebäude, die den Dreißigjährigen Krieg, Einmarsch und anschließende Vertreibung der napoleonischen Truppen und die Feuerstürme des Bombenkriegs überstanden haben, anschließend im „Arbeiter und Bauernstaat“ gesprengt oder abgetragen wurden.
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Burg Rabenstein: Wo die traurige Geister-Dame im Turm wartet


Der Turm von Burg Rabenstein / Fotos: Burgerbe.de
Der Turm von Burg Rabenstein / Fotos: Burgerbe.de
Burgen mit Geistergeschichten haben für mich einen ganz besonderen Reiz. Burg Rabenstein im Fläming hat so eine Sage um eine verzauberte junge Dame.

Normalerweise hasse ich ja copy & paste, aber weil diese brandenburger Sage ziemlich charakteristisch ist, gebe ich sie hier mal in voller Länge wieder:

Die Rosmariesage

Das ritterliche Paar, welches vor langer Zeit auf dem Rabenstein wohnte, hatte eine schöne Tochter Rosemarie. Die saß am Abend des Johannistages am Fenster und sah im Dort Raben unten im Tal, wie sich die Dorfjugend bei Spiel und Tanz vergnügte. Sie wollte an diesem fröhlichen Treiben teilzuhaben und schlich sich schließlich in einfachen Kleidern ins Dorf.

Dabei bemerkte sie gar nicht, wie schnell die Zeit verging. Plötzlich schlug es Mitternacht und vom Turm der Burg erschallten die Hörner. Das war das Zeichen, dass auf Rabenstein die Tore zur Nacht verschlossen wurden. Das erschrockene Burgfräulein lief zur Burg hinauf. Aber sie kam zu spät.
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Schloss Stolzenfels: Preußens Flagge am Rhein




Schloss Stolzenfels: Preußischer Wiederaufbau / Foto: Burgerbe.de
Schloss Stolzenfels: Preußischer Wiederaufbau / Foto: Burgerbe.de
Burgen tauchen gerne als Paare auf. Zum Beispiel die „feindlichen Brüder“ am Rhein oder die Drei Gleichen in Thüringen. Südlich von Koblenz findet sich auch so ein Paar: Burg Lahneck und Schloss/Burg Stolzenfels. Beide sind Grenzburgen.

Nachdem der Mainzer Erzbischof die rechtsrheinsche Burg Lahneck (an der Nordgrenze seines Territoriums) hatte bauen lassen, folgte sein Trierer Amtsbruder Arnulf II. von Isenburg Mitte des 13. Jahrhunderts in Sichtweite mit der linksrheinischen Burg Stolzenfels. Kurtrier erreichte am Rhein seine östlichste Ausdehnung, stieß hier auf Kurmainz, Kurköln und die Pfalz.

Der 22 Meter hohe, fünfseitige Bergfried hat sich aus dieser Zeit noch erhalten (er sollte so Geschossen weniger Angriffsfläche bieten und sie möglichst abgleiten lassen). Zwischen 1388 und 1418 fügten die bischöflichen Landesherren mit einem Wohnturm und einem Palas an der Rheinseite den dringend nötigen Wohnkomfort hinzu.

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Der hoch aufragende Turm

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Schloss Wittenberg: Kanonen auf Luthers Kirchturm



Der Turm der Schlosskirche überragt Wittenberg / Fotos: Burgerbe.de
Der Turm der Schlosskirche überragt Wittenberg / Fotos: Burgerbe.de

Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen“, textete Martin Luther 1527. Die erste Zeile dieser kraftvollen „Marseillaise der Reformation“ (O-Ton Heinrich Heine) prangt heute in mannshohen Lettern am 88 Meter hohen Turm der Wittenberger Schlosskirche.

Ursprünglich stand hier eine 1187 erstmals erwähnte Burganlage. Sie bestand allerdings nicht allzu lange. Sachsens erster Kurfürst Rudolf I. ließ hier bereits 1340 ein Schloss errichten.

Aber auch dieses genügte den gehobenen Ansprüchen der mächtigen (und durch den Erzabbau äußerst wohlhabenden) Kurfürsten bald nicht mehr.
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12 Millionen für die Spandauer Zitadelle – die ab sofort 4,50 Euro Eintritt kostet



Wappen des Berliner Bezirks Spandau / Bild: gemeinfrei
Wappen des Berliner Bezirks Spandau / Bild: gemeinfrei

Der größte Gewinner beim Lottospiel ist der Staat. Und der gibt seine Einnahmen schnell wieder aus. Zum Beispiel für die Sanierung der Spandauer Zitadelle.

In den beliebten Märchenfilm-Drehort voller Preußen-Geschiche flossen 2009 sechs Millionen Euro aus Lotto-Mitteln fließen. Weitere sechs Millionen kamen aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung. Ziel war es, die Gebäude für die 2011er Monumentalausstellung „Spurensuche – Deutschland und seine politischen Denkmäler“ herzurichten.
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