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Schloss Marienburg: Letzter Gruß vom Königreich Hannover



Wer einen Staat wie Bismarcks Preußen zum Nachbarn hatte, war besser in der Regel beraten, kanonenbewehrte Festungen zu bauen, statt neogothischer Lustschlösser. Das musste auch das Haus Hannover im Deutschen Krieg von 1866 auf bittere Weise lernen.

Aber da war es schon zu spät. Das machthungrige Preußen schluckte den Nachbarn, und das letzte Burgprojekt des Königreichs Hannover wurde nie völlig fertig: das imposante Schloss Marienburg (zwischen Hannover und Hildesheim).
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Burg Hohenzollern: Preußenschloss in Schwaben



Der Innenhof von Burg Hohenzollern. Der Chef ist gerade nicht zu Hause, was man am Flaggenmast sieht (Fotos: Burgerbe.de).
Der Innenhof von Burg Hohenzollern. Der Chef ist gerade nicht zu Hause, was man am Flaggenmast sieht. Fotos: Burgerbe.de.

In Flaggenfragen ist man auf Burg Hohenzollern monarchistisch geblieben. Wenn der junge Chef des Hauses, Georg Friedrich Prinz von Preußen (Jahrgang 1976) auf der Burg weilt, weht auch die Preußen-Flagge am Mast. So war es schon zu Kaisers Zeiten, und auf Schloss Bellevue ist’s ja genauso, wenn der Bundespräsident da ist.

Die Burg im schwäbischen Zollernalbkreis ist die Stammburg der Drei-Kaiser-Dynastie und gehört der Familie noch heute. Sie steht daher auch voll mit Hohenzollern-Nippes, der sich bei so vielen preußischen Königen und den deutschen Kaisern gezwungenermaßen ansammelt.

Viele Stücke aus dem kriegszerstörten Preußenmuseum Schloss Monbijou in Berlin haben hier eine Bleibe gefunden. Vielleicht nicht mehr lange, denn der Prinz möchte das Museum in Berlin neu errichten.

Aber noch sind Artefakte und Preußen-Nippes mit mehr oder minder großem Anekdotenwert im Museum der Burg ausgestellt.

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Die Drachenburg: Ein Märchen aus Stein am Rhein



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Schloss Drachenburg – Bild: Wikipedia/Tohma (talk)/CC BY-SA 3.0

Die Drachenburg liegt malerisch auf dem Drachenfels über dem Rhein bei Königswinter mit Blick auf Bad Godesberg. Ihre Geschichte ist noch gar nicht so alt, aber trotzdem ziemlich wechselhaft und hochinteressant.

Es begann alles damit, dass der 1833 geborene Bonner Gastwirtssohn Stephan Sarter an der Börse (durch Spekulation u.a. mit Suez-Kanal-Aktien) ein Vermögen machte.

Da Börsen-Gurus bereits damals hohes Ansehen genossen, wurde der Bankier von Herzog Georg von Sachsen-Meiningen geadelt – und gleich in den Rang eines Barons erhoben. Weil man als frischgebackener Baron aber auch standesgemäß logieren will, legte Sarter 1886 den Grundstein für eine märchenhafte, türmchenbestückte Schloss-Villa auf dem Drachenfels. Von weitem sieht sie wie ein gotischer Dom aus.
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