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Monte Soratte: Hitlers Bunkerfestung in Italien



Eingänge zum Monte-Soratte-Bunker kurz nach dem Bau / Foto: Wikipedia/bunkersoratte.it/gemeinfrei
Eingänge zum Monte-Soratte-Bunker kurz nach dem Bau / Foto: Wikipedia/bunkersoratte.it/gemeinfrei
Benito Mussolini gerierte sich gern als großer Kriegsherr in der Tradition der römischen Imperatoren. Der „Duce“ ließ seine Truppen in Abessinien, dem von Deutschland geschlagenen Frankreich, Griechenland und Ägypten einmarschieren (und erlebte dabei ein Debakel nach dem anderen).

Zuhause wollte er angesichts seiner Eroberungspläne auf Nummer sicher gehen. Der Feind hatte schließlich auch Bomber.

Also ließ er ab 1937 neben seinem geheimen Privatbunker (in Rom unter seinem Regierungssitz, dem Palazzo Venezia) ein Bunkersystem für seine faschistische Regierung in einen der Albaner Berge sprengen und graben, den Monte Soratte. Dieser wird erst jetzt systematisch durch die Initiative Bunkersoratte erforscht. Davon berichtet die Katholische Nachrichtenagentur (kna).
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Architektur-Entwürfe auf Festung Franzensfeste zu sehen




Die Festung Franzensfeste / Foto: Wikipedia/Llorenzi
Die Festung Franzensfeste / Foto: Wikipedia/Llorenzi/CC BY-SA 3.0

Architektur-Entwürfe in der Festung am Brenner: Eine Wanderausstellung mit 96 Projekten des „Best Architects 13“-Wettbewerbs kommt in die südtiroler  Franzensfeste (italienisch: Forte di Fortezza). Die Ausstellung soll dort vier Wochen lang, bis zum 31. Mai 2013,  zu Gast sein. Der Eintritt ist frei.

Bei dem „Best architects“-Wettbewerb werden seit 2007 Architekten und Architekturbüros, die der Ansicht sind, „Projekte auf höchstem Qualitätsniveau realisiert zu  haben“, eingeladen, ihre Entwürfe einzureichen. Eine Jury  vergibt Preise in den sechs Kategorien Wohnungsbau, Büro- und Verwaltungsbauten, Gewerbe- und Industriebauten, öffentliche Bauten, sonstige Bauten und  Innenausbau. Beim aktuellen Wettbewerb sind 352 Arbeiten eingereicht worden.

Dass es an dieser strategisch wichtigen Stelle des Alpenübergangs überhaupt eine  Festung gibt, haben die Italiener den K.u.K.-Österreichern zu verdanken, die den Pass und den Raum Brixen (bis 1919 österreichisch) sichern wollten.

Kaiser Ferdinand I. ließ die Befestigung zwischen 1833 bis 1838 anlegen. Ausgelegt war sie für eine Besatzung von 1000 Mann und 90 Geschütze. Das Bauwerk wurde nie fertig, aber auch nie in irgendwelche kriegerischen Auseinandersetzungen einbezogen.

Wer schon mal in der Gegend ist, sollte auf keinen Fall einen Besuch in der sonnenverwöhnten Stadt Bozen/Bolzano versäumen, wo Gletschermumie Ötzi im Südtiroler Archäologiemuseum in ihrer Kühlkammer liegt.

Bei Youtube gibt es übrigens eine zweiteilige Dokumentation über die Franzensfeste als „perfekte Verteidigungsanlage“ in Südtirol:


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Rom: Mussolini-Bunker unter dem Palazzo Venezia gefunden



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Der Palazzo Venezia in Rom. Darunter wurde der Bunker des „Duce“ gefunden. Foto: Wikipedia/Lalupa/CC-BY-SA-3.0
Kein Diktator ohne Bunker: Das galt auch schon im Zweiten Weltkrieg. Während Hitler die Tiefbauer von Hochtief eine 250 Quadratmeter große, feucht-depressive Beton-Zuflucht („Führerbunker“) unter der Neuen Reichskanzlei in den märkischen Sand klotzen ließ, war auch Juniorpartner Benito Mussolini im Bunkerbau für eigene Zwecke aktiv.
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