Schlagwort-Archive: Dreißigjähriger Krieg

Artikel zu Schauplätzen und Geschichte des Dreißigjährigen Krieges zwischen 1618 und 1648 im damaligen Heiligen Römischne Reich Deutscher Nation.

Bischofsburg Wittstock: Museum für den Dreißigjährigen Krieg



Warum waren die Schweden in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts so überlegene Kämpfer, die kaiserliche Armeen reihenweise in die Flucht schlugen? Was hat ein Floh mit einer Belagerung zu tun? Und wie viel verdient eigentlich der Soldat, der im Tross das Hurenwesen organisiert?

Wer Antworten auf diese Fragen sucht, findet im brandenburgischen Wittstock an der Dosse das einzige Museum Deutschlands, das sich ganz dem Dreißigjährigen Krieg widmet (das Rathaus des Westfälischen Friedens in Münster jetzt mal außen vorgelassen).
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Per Paddelboot zur Ruine von Burg Wachtendonk


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Die Überreste von Burg Wachtendonk an der Niers (Foto: meins)
Die Erreichbarkeit von Burganlagen ist höchst unterschiedlich. Einige klammern sich an sturmumtoste Bergspitzen und sind nur nach beschwerlichem Aufstieg zu erklimmen, andere liegen bequem in Innenstädten und haben sogar Straßenbahnanschluss. Wer die traurigen Überreste von Burg Wachtendonk sehen will, kommt besonders gut per Paddelboot hin. Direkt davor lockt nämlich eine eigene Anlegestelle.
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Schloss Neersen: Neubau dank Kriegsbeute


Der Dreißigjährige Krieg kostete Millionen das Leben, entvölkerte ganze Landstriche und warf die deutschen Territorien um gut 200 Jahre zurück. Doch der eine oder andere profitierte auch vom Krieg.

Große Vermögen und Ländereien wurden neu verteilt, Söldnerführer kamen zu Reichtümern. Alte Soldatenfamilien hatten Hochkonjunktur. Neben den Zerstörungen gab es dadurch auch allerlei bauliche Renommierprojekte.

Eines davon ist Schloss Neersen bei Willich am Niederrhein.

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Festung Ehrenbreitstein: In Kanonenschussweite zum Deutschen Eck



Kurtine (Verbindungsbauwerk) auf der Festung Ehrenbreitstein / Foto: Burgerbe.de
Kurtine (Verbindungsbauwerk) auf der Festung Ehrenbreitstein / Foto: Burgerbe.de

Ein gut zu verteidigendes Plateau, hoch über der Mosel-Mündung in den Rhein – diese Lage wussten die Ur-Rheinland-Pfälzer schon vor tausenden Jahren zu schätzen. Bekannt ist, dass der Ehrenbreitstein schon 4000 v. Chr. besiedelt war.

Bereits in der Bronzezeit, um 1000 v. Chr., wurde der einzige Zugang zu der hohen Ebene mit Holzpalisaden gegen das Eindringen Unbefugter gesichert. Auch die Römer hinterließen hier oben, in Sichtweite ihres Kastells Confluentes (im heutigen Stadtzentrum von Koblenz) Munition.
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Das Ende der hessischen Besatzung von Burg Vischering



Vereiste Burggräben waren gefährlich. Sowohl für Angreifer als auch für Verteidiger. / Foto: Burgerbe.de
Vereiste Festungsgräben waren gefährlich. Sowohl für Angreifer als auch für Verteidiger. / Foto: Burgerbe.de
Ein harter Winter war auf Burgen eine schreckliche Zeit. Vor der Erfindung von stufenlos regelbarer Zentralheizung und wärmegedämmter Thermofenster war es praktisch unmöglich, die großen, zugigen Räume vernünftig zu heizen.

Außerdem machte das düsterkalte Wetter viele Vorteile der Verteidigungsanlage zunichte. Hier mal ein kleines Beispiel aus dem Münsterland:

Während des Dreißigjährigen Krieges plünderten 1633 hessische Truppen auch die auf zwei Inseln errichtete Wasserburg Vischering bei Lüdinghausen und besetzen sie. Auf dem Turm platzierten die Kriegsleute mit dem Badesalz-Dialekt drohend eine Kanone, um Angreifer außerhalb des Wassergrabens unter Feuer zu nehmen.

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