Schlagwort-Archive: Deutschordensburg

Ordensburg Liebstedt verkauft: Jetzt sollen hier Tiere gezüchtet werden



Der Eingang zur Ordensburg Liebstedt / Foto: gemeinfrei
Der Eingang zur Ordensburg Liebstedt / Foto: gemeinfrei

Die landeseigene LEG Thüringen hat die Ordensburg Liebstedt für 160.000 Euro an ein Konsortium um den Unternehmer Klaus Dieter Böhm verkauft.

Der MDR berichtet, Böhm wolle dort vom Aussterben bedrohte Haustierrassen (Schafe, Ziegen, Schweine und Hühner) züchten und habe der Gilde auch angeboten, sie könne weiter Räume der Burg nutzen.

Der Verein Ordensburg-Gilde, der 26 Jahre lang für den Erhalt der Burg sorgte, muss die Anlage verlassen. Der Verein kritisiert den Verkauf und ruft zum Protest auf. Mehr als 800 Bürger haben auf Openpetition gegen den Verkauf unterschrieben.

Die Burg ist ab sofort für die Öffentlichkeit geschlossen.
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Schloss Horneck: Siebenbürger Sachsen wagen Neustart



Schloss Horneck / Foto: Wikipedia / / CC-BY-SA 3.0
Schloss Horneck / Foto: Wikipedia / Roger Wollstadt / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Wikipedia / Bgabel / CC-BY-SA 3.0

Die einstige Deutschordensfeste Schloss Horneck liegt malerisch über Gundelsheim am Neckar. Seit 1960 haben hier die Siebenbürger Sachsen das Sagen. Das wird sich auch nach Insolvenz des Schloss-Eigentümers und dem Verkauf Türmchen-bewehrten Anlage nicht ändern.

Hintergrund: Der langjährige Schlossbesitzer, der Hilfsverein der Siebenbürger Sachsen „Johannes Honterus“, hatte 2,7 Millionen Euro Schulden angehäuft und war 2015 nicht mehr zahlungsfähig.

Das Alten- und Pflegeheim des Hilfsvereins in einem Neubau neben dem Schloss mit 89 Bewohnern musste daraufhin an einen anderen Betreiber übergeben werden.
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Die Marienburg: Stolz des Deutschen Ordens in Westpreußen



Erste Kriegsschäden auf der Marienburg im Frühjahr 1945 / Screenshot Youtbube (aus Deutsche Wochenschau 17. März 1945)
Erste Kriegsschäden auf der Marienburg im Frühjahr 1945 / Screenshot Youtbube (aus Dt. Wochenschau 17. März 1945)

Ein bunter Haufen aus 2500 deutschen Soldaten hatte sich im Frühjahr 1945 zwei Monate lang hinter den Backsteinmauern der alten Deutschordens-Festung Marienburg verschanzt und feuerte verzweifelt auf die immer wieder vordringenden Russen. Für die NS-Ideologie war der Platz ungemein wichtig.

Ein TV-Team des Propagandaministeriums kam vorbei, filmte Soldaten, russische Panzerwracks und Schäden am westpreußischen Gemäuer für einen Filmbeitrag der NS-„Wochenschau“ vom 17. März 1945.
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Schloss Riga: Großbrand beschädigt Lettlands Nationalmuseum





Ein Amateurvideo zeigt den Schlossbrand in Riga.

Das Rigaer Schloss vor dem Brand / Foto: Wikipedia/Latj
Das Rigaer Schloss vor dem Brand / Foto: Wikipedia / Latj / CC BY 3.0 DE

In der Nacht zu Freitag ist es zu einem Großbrand im Schloss der lettischen Hauptstadt Riga gekommen. Zwei Stockwerke und der Dachstuhl der 700 Jahre alten, heutigen Präsidentenresidenz brannten aus. 3200 Quadratmeter der früheren Ordensburg wurden zerstört. Es dauerte Stunden, bis der Brand unter Kontrolle gebracht worden war. Der lettische Prädident Andris Berzins spricht von einer „Nationalen Katastrophe“.

Die Feuerwehr konnte dort gelagerte Bestände des Lettischen Nationalmuseums für Geschichte vor den Flammen retten. Einige Kunstwerke wurden allerdings durch Löschwasser beschädigt. Ein Feuerwehrmann erlitt dabei eine Rauchvergiftung. Das meldet die Deutsche Presseagentur (Link via Spiegel Online).

Die Feuerwehr war mit zehn Zügen im Einsatz. Ein Hubschrauber der Armee warf Wasser ab. Das meldet die BBC.
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