Schlagwort-Archive: Burgruinen

Versunkene Burg im Steinhuder Meer gefunden



Faszinierender Blick per Georadar auf die Reste der Kranenburg / Screenshot Niedersächisches Landesamt für Denkmalpflege
Faszinierender Blick per Georadar auf die Reste der Kranenburg / Screenshot: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege

Eine versunkene Burg: Das gibt’s nicht nur im sagenumwobenen Atlantis, sondern auch in der niedersächsischen Provinz, im Steinhuder Meer. Und zwar im flachen Wasser vor dem Ort Steinhude, wo im Sommer Surfer ihre Bahnen ziehen.

Wie sie heißt, weiß man auch: Eine Urkunde von 1320 erwähnt eine Kranenburg, wohl errichtet von den Mindener Bischöfen. Doch deren Überreste waren an Land nirgendwo zu finden.

2009 konnte ein Forschungsprojekt die Umrisse eines Teils der Burg mit Hilfe von Georadar-Messungen wieder sichtbar machen – und ganz nebenbei eindrucksvoll zeigen, was Archäologie heute mit Hilfe von Hightech so alles leisten kann.
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Burg Frauenstein: Sachsens größe Burgruine vor Verkauf?



Die Ruine von Burg Frauenstein / Foto: Wikipedia / Jana2508
Die Ruine Burg Frauenstein mit dem Turm „dicker Merten“ / Foto: Wikipedia / Jana2508 / CC BY 2.0

Über der Stadt Frauenstein im Erzgebirge thront die Ruine der Burg Frauenstein – die größte Burgruine in Sachsen. Sie gehört seit 1992 dem Land Sachsen, der in den 1990er Jahren viel für den Erhalt des Gemäuers getan.

Nun möchte der Freistaat die finanziellen Lasten offenbar nicht mehr schultern und sucht einen wohlhabenden Privatinvestor. „Freistaat will Burg Frauenstein loswerden“, schlagzeilt die Freie Presse.

Im Ort unterhalb der Burgmauern wird die Käufersuche des Freistaats misstrauisch beobachtet. 2009 scheiterte ein geplanter Verkauf schon einmal nach heftigem Bürgerprotest. Daraufhin gründete sich auch ein Förderverein Burg Frauenstein.
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Wo Barbarossa ruhig schlef: Wie alt ist Burg Donaustauf?



Die Ruine von Burg Donaustauf / Foto: Public Domain
Die Ruine von Burg Donaustauf / Foto: Public Domain
Die Ungarn auf ihren wendigen Pferden waren im 10. Jahrhundert in Süddeutschland eine wahre Landplage (das endete erst 955 mit der Schlacht auf dem Lechfeld).

Das Auftauchen der plündernden magyarischen Reiter führte ganz nebenbei zum Bau diverser Fliehburgen. Eine davon ist Burg Donaustauf über dem heutigen Markt Donaustauf im Landkreis Regensburg.

Und die Gemeinde (ansonsten bekannt durch den protzig-klotzigen „Walhalla“-Ruhmestempel) feiert just in diesem Jahr 1100 Jahre Burg Donaustauf mit einem eigenen Programm: Im Bürgerhaus Donaustauf gibt es eine Ausstellung „914 bis 2014: 1100 Jahre Burg Donaustauf“.
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Burgruine Stein-Kallenfels per Hubschrauber gesichert



Die mächtige Burgruine Stein-Kallenfels auf einer Postkarte von 1907. Foto: Wikipedia/Urheberrecht abgelaufen
Die mächtige Burgruine Stein-Kallenfels auf einer Postkarte von 1907. Foto: Wikipedia/Urheberrecht abgelaufen
Ein Steinschlag unterhalb von Burgruinen kann eine üble Sache sein. Im fränkischen Veldenstein stürzten 2013 gleich 300 Tonnen Geröll nebst Teilen der Burgmauer ins Tal (glücklicherweise wurde niemand verletzt).

Auf Burg Stein-Kallenfels soll die Steinschlaggefahr jetzt durch an Stahlträgern verankerte Netze gebannt werden. Da die zu sichernden Stellen nur schwer zugänglich sind und man keine dort nistenden Vögel stören wollte, wurde das Baumaterial jetzt per Hubschrauber eingeflogen. Das berichtet die Rhein-Zeitung.

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„Der Medicus“: Drehort Burg Hanstein




Ein Videobericht zum Medicus-Casting / Foto oben: Burgerbe.de

Das Filmplakat zu "Der Medicus" / Bild: Universal Pictures
Das Filmplakat zu „Der Medicus“ / Bild: Universal Pictures

500 hoffnungsvolle Nachwuchs-Schauspieler strömten im Frühjahr 2012 nach Heiligenstadt zum großen Casting für Noah Gordons „Der Medicus“. Für die Dreharbeiten wurden hunderte Statisten gesucht (und gefunden) – überwiegend helle Hauttypen und Rothaarige.

Drei Drehtage lang waren die Komparsen dann Ende Juni 2012 auf der beeindruckenden Burgruine Hanstein in Bornhagen (Thüringen) mit dabei.

Dazu wurde Burg Hanstein dann zum Leidwesen von Medien und Autogrammjägern hermetisch abgesperrt. Stars wie Emma Rigby, Tom Payne und Stellan Skarsgaard sollten nur auf Filmcrew und Statisten treffen. „Weil die Burg in den vergangenen Zeiten nicht saniert wurde, ist sie so attraktiv“, sagte Mario Apel, Bürgermeister der Gemeinde Bornhagen, der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen.

Reich werden konnten die Komparsen des Historiendramas dabei freilich nicht. Für zehn Stunden Herumlaufen in der Filmkulisse gab es 52 Euro plus Überstundenzuschläge. „Der Medicus“: Drehort Burg Hanstein weiterlesen