Archiv der Kategorie: Mecklenburg-Vorpommern

Schlösser, Burgen und Herrenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern: Von der Ostsee bis zur Mecklenburger Seenplatte. Es gibt viel zu sehen.

Kunstschloss Wrodow: Südflügel kostet 450.000 Euro




Kunstschloss Wrodow spiegelt sich im Schlossteich / Foto: gemeinfrei
Schloss Wrodow spiegelt sich im Schlossteich / Foto: gemeinfrei
Schloss Wrodow hat nach der Wende eine ungewöhnliche Entwicklung durchlaufen: Eine Künstlergemeinschaft kaufte 1993 das Herrenhaus bei Schmölln und begann mit der umfassenden, gut zehn Jahre dauernden Sanierung.

Seitdem wurde das Gutshaus zum Kunstschloss mit einer Vielzahl an kulturellen Veranstaltungen und Ausstellungen.

Nun trennen sich die Künstler von einem Großteil ihres Besitzer: Für 450.000 Euro steht der Südflügel von Schloss Wrodow inklusive des mittelalterlich anmutenden Rundturms zum Verkauf.

Kinofreunde könnten das Schloss wiedererkennen: Regisseur Rosa von Praunheim produzierte hier 1999 über Dorf und Schloss einen Dokumentarfilm: Wunderbares Wrodow. Der Film erhielt den Robert-Geisendörfer-Preis.
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Schweriner Schlosshof: Reste von Slawendorf entdeckt


Das Schweriner Schloss mit seiner vergoldeten Kuppel
Das Schweriner Schloss mit seiner vergoldeten Kuppel
Die Schweriner Schlossinsel war schon viele Jahrhunderte lang besiedelt, als um das Jahr 965 der Bau einer slawischen Burg begann.

Wir wissen wunderlicherweise davon, weil ein Gesandter des Kalifen von Cordoba damals durch das morastige Teichufer stiefelte, auf dem heute die Landeshauptstadt Schwerin steht. Dieser Ibrahim ibn Yaqub notierte als erster, was da auf der Schlossinsel vor sich ging.

Aus den kriegerischen Jahrhunderten des Hochmittelalters gibt es jetzt unerwartete Funde: Und das mitten im Hof des Schweriner Schlosses (heute Sitz des Landtags von Mecklenburg-Vorpommern). Das meldet die Schweriner Volkszeitung.
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Schloss Ludwigsburg: Witwensitz für 1000 Gulden




Der Glanz der alten Zeiten blättert ab, ist aber noch sichtbar...
Schloss Ludwigsburg: Der Glanz der alten Zeiten blättert ab, ist aber noch sichtbar… / Fotos: Burgerbe.de

Die Ehe von Pommern-Herzog Ernst Ludwig muss harmonisch gewesen sein. Oder er wollte seine Gattin mit neuen Aufgaben ablenken.

Jedenfalls schenkte der Herzog seiner Frau Sophia Hedwig im Jahr 1586 den Weiler Darsim zwischen Greifswald und Wolgast nebst 1000 Gulden, um dort ein standesgemäßes Schloss zu bauen, das später zeitweise ihr Witwensitz werden sollte.

Die dankbare Herzogin baute ein durchaus repräsentatives Schlösschen in den Weiler – und benannte das Dorf nach dem Tode ihres spendablen Gatten zum Andenken an diesen gleich in Ludwigsburg um. So heißt der Ort noch heute.

Schloss und Gut wechselten in den folgenden Jahrhunderten noch einige Male die Besitzerfamilie. Das Gebäude wuchs dabei um eine Etage und erhielt einen Festsaal im ersten Stock.
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Schlossherr für Burg Klevenow gesucht (und gefunden)



Burg Klevenow Foto: Wikipedia / Steffenknoop / CC BY 3.0 DE
Schloss/Burg Klevenow in Vorpommern / Foto: Wikipedia / Steffenknoop / CC BY 3.0 DE

Südseite von Schloss Klevenow
Südseite von Schloss Klevenow / Foto: Wikipedia / Steffenknoop / CC BY 3.0 DE
Ein Burgschloss nahe der Ostsee als schicken Zweitwohnsitz? Das wäre doch was. Inklusive 30 Zimmer (1000 Quadratmeter Wohnfläche), großem Park und reichlich Historie. Das kann haben, wer bereit ist 910.000 Euro plus Maklergebühr auf den Tisch zu legen: Burg/Schloss Klevenow westlich von Greifswald steht zum Verkauf (Update September 2019: Der Verkauf ist per Versteigerung erfolgt – Link zum Burgerbe-Artikel).

Architektonisch ist der Komplex eine Mischung aus den Resten einer mittelalterlichen Wasserburg und neugotischen Neubauten aus den 1848er Jahren.

Eine „Burg Clevenow“ wurden erstmals 1387 erwähnt: Als pommersche Grenzburg zur Sicherung gegen das Herzogtum Mecklenburg. Eine der ersten Steinburgen in Norddeutschland. Jahrhundertelang war die Burg im Besitz der Familie von Wakenitz. Schlossherr für Burg Klevenow gesucht (und gefunden) weiterlesen

Kölner wollen Unteres Schloss Mirow kaufen – Geburtsort einer englischen Königin


Das Untere Schloss in Mirow / Foto: Wikipedia / Niteshift / CC BY 3.0 DE
Das Untere Schloss in Mirow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte)/ Foto: Wikipedia / Niteshift / CC BY 3.0 DE
Eine Immobiliengesellschaft aus Köln plant, das Untere Schloss Mirow zu kaufen und für fünf Millionen Euro zu sanieren.

Nach Angaben von NDR Online will die Gesellschaft dort gemeinsam mit der Cöllnischen Stiftung ein Schulungs- und Ferienzentrum einrichten. Hinzu kommen sollen „exklusive Gästezimmer“ und Gastronomie.

Die Stiftung, die mit im Boot ist, wurde „mit dem Ziel gegründet, jenen ein Lächeln zu schenken, die aus eigener Kraft nicht an den Freuden des alltäglichen Lebens oder des kölnischen Brauchtums teilhaben können“, wie es auf ihrer Homepage heißt.

Das Untere Schloss könnte also eine Art Außenstelle des kölschen Frohsinns in Mecklenburg werden.
Eigenartige Vorstellung.
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