Internet-Millionär kauft Schloss Roseck (Schwaben)



Tor von Schloss Roseck / Foto: Wikipedia/Rhgv/CC-BY-SA-3.0
Tor von Schloss Roseck bei Tübingen / Foto: Wikipedia/Rhgv/CC-BY-SA-3.0

Am Ende ging es selbst für den Makler überraschend schnell: Kurz bevor das Pflegeheim Schloss Roseck schließt, hat die Anlage einen neuen Besitzer bekommen. Schloss Roseck stand etwa ein Jahr lang für ca. 6,3 Millionen Euro zum Verkauf, zzgl. Maklerprovision von 5,95 Prozent…

Wer hat so viel Geld übrig für ein Schloss im Westen vom beschaulichen, Grün regierten Tübingen?

Bekannt ist laut Schwäbischem Tagblatt bislang nur, dass ein junger Privatmann aus der Internet-Branche schnell zugeschlagen hat.
Dieser sei zurzeit „in der Zentralschweiz ansässig“, wolle sich aber wieder in seiner Heimat niederlassen und in den nächsten Wochen schon im Schloss einziehen.

Reichlich Platz wird ihm hier, im Ortsteil Unterjesingen, durchaus zur Verfügung stehen: Im Schloss warten 45 Zimmer und 3500 Quadratmetern Wohnfläche. Als Dreingabe gibt’s noch 30 Hektar Schwabenland.

Geschenk für die Franziskanerinnen

Das Schloss geht auf eine Burg aus staufischer Zeit zurück. Jahrhundertelang gehörte das Anwesen dem Kloster Bebenhausen und nach 1536 den Herzögen von Württemberg. 1824 bis 1947 war das Schloss in privater Hand, bis Seifenfabrikanten Franz Öchsl es dem Orden der Franziskanerinnen schenkte.




Daraufhin zog ein franziskanisches Genesungsheim ein, später ein „Lebenszentrum“ des Ordens. In den Räumen wurden Asylbewerber untergebracht und auch Suchtkranke therapiert. Einer der Patienten legte im August 1991 im Vollrausch Feuer. Zwei Jahre später trennten sich die Franziskanerinnen von dem Besitz.

Zuletzt war hier ein privates Pflegeheim ansässig, dem das Landratsamt Tübingen 2012 wegen einer „Kette von Missständen“ die Betriebserlaubnis entzogen hatte, schreibt die Südwest-Presse.

Der entsprechende Artikel von Ulrike Pfeil im Schwäbischen Tagblatt: „Das Schloss bei Unterjesingen wird jetzt privat“ ist dort leider nicht mehr online.

Auch die informativen Infos zur Vorgeschichte bei Tybingen.de unter dem Titel „Schloss Roseck steht zum Verkauf“ sind inzwischen offline.




Blick von oben

Und so sieht Schloss Roseck aus der Vogelperspektive aus:



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