Die Hardtburg bei Euskirchen am Eifelrand / Foto: Burgerbe

Gesperrte Hardtburg: Brücke soll 2017 saniert werden

Der Zugang zur Hardtburg ist gesperrt / Fotos: Burgerbe.de
Der Zugang zur Hardtburg ist gesperrt / Fotos: Burgerbe.de

Die Hardtburg ist eine der malerischsten Wasserburg-Ruinen der Eifel. Doch besichtigen kann man die imposante Burg aus dem 11. oder 12. Jahrhundert schon länger nicht mehr. „Die Burgruine ist aus Sicherheitsgründen für die Öffentlichkeit gesperrt“, heißt es auf einem Schild – und das bereits seit 2015.

Im Lauf des Jahres 2017 soll die Burg bei Euskirchen nun instandgesetzt werden, das teilt der NRW-Landesbetrieb Wald und Holz mit. Zurzeit ist das Betreten der Brücke zur Burg durch einen Bauzaun versperrt.

Man kann aber um die Anlage herumgehen und auch so sehr gut fotografieren (50 Meter von der Ruine entfernt liegt ein Wander-Parkplatz im Wald).

Der Zugang zur Brücke ist gesperrt.
Der Zugang zur Brücke ist gesperrt.


Grundriss der Hardtburg / Bild: Wikoli / CC-BY-SA 3.0
Grundriss der Hardtburg / Bild: Wikoli / CC-BY-SA 3.0

Die Brücke über den Wassergraben ist das Hauptproblem: Das 20 Jahre alte Bauwerk aus Lärchenholz hat das wechselhafte Wetter der Nordeifel nicht gut überstanden.

Die Holzbohlen haben ihre Festigkeit zum Teil eingebüßt und lassen sich mittlerweise per Schraubenzieher durchbohren, wie der Kölner Stadt-Anzeiger schreibt.

Dem Landesbetrieb blieb angesichts der Unsicherheit nach einem 2015 erstellten Gutachten keine andere Wahl als die Sperrung. In der Burgruine selbst sind einige Steine lose und könnten von Touristen herausgebrochen werden.

Die Vorburg wird als Revierförsterei genutzt und ist nicht zugänglich.

Der Bergfried ist 20 Meter hoch.
Der Bergfried ist 20 Meter hoch.

Erbauer der Burg soll ein Herr von Herr von Hardt gewesen sein, der erstmals im Jahr 1105 Spuren hinterlassen hat. Wenige Jahre nach dem Bau einer recht einfachen Befstigung nahm der Kölner Erzbischof Bruno von Sayn die Burg im Jahr 1205 ein und richtete größere Beschädigungen an.

Später war das nicht mehr nötig, denn 1246 nahmen die Kölner die Burg am Nordrand der Eifel ganz offiziell in Besitz und bauten sie aus. Im 14. Jahrhundert kamen Vorburg und der Zwinger hinzu.

Mit dem Aufkommen der Kanonen wurde die (von einer nur 60 Zentimeter dicken Ringmauer geschützte) Burg jedoch militärisch nutztlos und verfiel. 1725 war die einst stolze Festung nur noch eine Ruine.

Aus einigen später errichteten Gebäuden heraus verwaltete das Erzbistum noch bis 1795 die umliegende Gegend, das Amt Hardt.

Die Vorburg der Hardtburg - eine Revierförsterei.
Die Vorburg der Hardtburg – eine Revierförsterei.

1965 begannen Sanierungsarbeiten. Bis 2015 konnte man im Herbst/Winter auch den 20 Meter hohen Bergfried erklettern (im Frühjahr und Sommer wurde darauf aus Rücksicht auf brütende Vögel verzichtet).

Bleibt zu hoffen, dass die Brücken und Stein-Sanierung wie angekündigt 2017 stattfindet, und das doch sehr schöne Ausflugsziel Hardtburg wieder öffnen kann…

Weiterlesen:
Der Kölner Stadt-Anzeiger schrieb im November 2015: „Die alte Hardtburg braucht ein Lifting

Die WDR-Lokalzeit Bonn berichtete 2015 über die damals noch zugängliche Burg:

Lage:

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