Blomenburg soll Burn-Out-Klinik werden

Die Blomenburg in Selent im Landkreis Plön / Foto: Wikipedia/VollwertBIT
Die Blomenburg in Selent im Landkreis Plön soll Klinik und Sanatorium werden / Foto: Wikipedia/VollwertBIT/CC-BY-SA 3.0
Eine Investorengruppe hat die Blomenburg im Landkreis Plön aus der Insolvenzmasse des Unternehmers Dietmar H. gekauft. Die neuen Besitzer planen die Einrichtung einer Burn-Out-Klinik und eines Sanatoriums. Das meldet der Ostholsteiner Anzeiger

Dietmar H. aus Rendsburg hatte erst 2013 bei einer Zwangsversteigerung für 198.000 Euro das Erbbaurecht an der Blomenburg ersteigert.

Er wurde damit zum alleinigen Burgherrn. Hartmann wollte Räume der Burg als Büroflächen vermieten. Bislang wird die Anlage als Technologiezentrum mit zehn Mietern genutzt.


Die Burg ist auch als TV-Sanatorium bekannt: Im September 2015 zeigte das ZDF den auf der Blomenburg gedrehten Film „Die Insassen“ mit Wolfgang Stumph.

Graf Otto von Blome hatte die Burg 1844 bis 1848 als Jagdschloss im Stil des Historismus errichten lassen – mit allerlei Anklängen ans romantisch verklärte Mittelalter, zum Beispiel zwei zinnenbewehrten Türmen. Bis 1908 wohnte hier seine Tochter Adeline Gräfin von Hardenberg.

Die Familie verkaufte die Anlage schließlich 1927 an den Provinzialverband Schleswig-Holstein. Der eröffnete ein Jugend- und Erziehungsheim, das bis 1992 Bestand hatte. 2007 richtete eine Investorengesellschaft auf der Burg das Technologiezentrum ein.

Die Gesellschaft meldete 2010 Insolvenz an. Der Staat hat das Technologiezentrum mit sieben Millionen Euro gefördert, unter der Bedingung, dass es die einzige Nutzung der Blomenburg bleibt.

Das Land fordert nun vom Kreis, der Gemeinde Selent und der Blomberg Holding GmbH als Projektträger des Technologiezentrums diese Summe samt Zinsen zurück, meldet der NDR.

Der Ostholsteiner Anzeiger schreibt über sie aktuelle Entwicklung: „Selent: Neue Zukunft für die Blomenburg„.

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