Kasteel de Keverberg

1944 zerstörtes Kasteel de Keverberg feiert Wiedereröffnung


Ruine von Kasteel Keverberg vor dem Wiederaufbau / Foto: Pivos / CC-BY-SA 3.0
Ruine von Kasteel Keverberg vor dem Wiederaufbau / Foto: Pivos / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Burgerbe.de

Die deutsche Wehrmacht hatte das Kasteel de Keverberg gelegen an der Maas im niederländischen Ort Kessel gerne als Unterkunft genutzt. Als die Truppen im November 1944 vor den Alliierten abzogen, steckten die Soldaten die Burg in Brand. Nicht ganz 71 Jahre später ist nun der Wiederaufbau vollendet.

Am Samstag, 26. September 2015, fand die Eröffnung der Burg in Nord-Limburg statt. Entstanden ist eine Rekonstruktion: ein Mix aus Alt und Neu. Mehr als 60 Freiwillige haben rund 25.000 Stunden zusammen gearbeitet, um den Wiederaufbau zu ermöglichen und so 600.000 Euro eingespart.


Insgesamt ließ sich die Gemeinde den Wiederaufbau 4,4 Millionen Euro kosten.

An der Ruine selbst wurde nichts verändert. Alles was hinzugefügt wurde, besteht aus zeitgenössischen Materialien. Von nun an dient die Burg als Denkmal mit Ausstellungen und Führungen sowie als Veranstaltungsort für Hochzeiten, Tagungen und Seminare.

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Die Projektgruppe für den Wiederaufbau / Foto: Tourismusverband Limburg

Die Geschichte des Kasteel de Keverberg beginnt im 10. Jahrhundert. Zu dieser Zeit wurde an diesem Ort ein 15 Meter hoher quadratischer Steinturm gebaut. Von diesem Turm aus sollte die Maut für den Verkehr auf der Maas und der Straße zwischen Köln, Kessel und Brabant erhoben werden.

Von diesem Turm wurden bei der Rekonstruktion Teile gefunden und freigelegt worden.
Aus den Resten des Turms entstand ein neun Meter hohes Plateau. Auf diesem künstlichen Hügel wurde im 12. Jahrhundert eine Ringmauer aus Pflastersteinen hochgezogen.

Innerhalb dieser Mauern ist im 13. Jahrhundert eine Halle zusammen mit einem Hafentor errichtet worden. Dann wurde das Gebäude im 14. Jahrhundert durch einen quadratischen Wohnturm ergänzt und im 15. Jahrhundert durch den Maasturm. Nach und nach entstand eine Art Burg, die Kessels Skyline bis zum 17. November 1944 kennzeichnete.

Nach Abzug der Deutschen war vom Innenraum nichts mehr übrig. Die damaligen Bewohnerinnen, die Schwestern der Göttlichen Vorsehung, sahen keine Chance, die Burg wiederaufzubauen.

Die Ruine bestand aus der Ringmauer mit Nischen und Zinnen, einigen Wänden der großen Halle, dem Maasturm und dem Donjon (Wohnturm). 1953 kaufte die damalige Gemeinde Kessel die Burgreste.

Dann wurde die Ruine unter der Leitung von Professor Renaud befestigt und teilweise rekonstruiert.

Dieser Artikel basiert auf einer Pressemitteilung des Tourismusbüro Limburg.

Weitere Infos und Fotos auf der Seite Pretwerk.nl: „Overheden en vrijwilligers geven Kasteel Keverberg een nieuwe bestemming

Und hier Luftbilder des Kasteel de Keverberg:

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