Die einst stolze Burg Wendelstein: Heute stehen nur noch Reste / Fotos: Burgerbe.deDas sumpfig-fruchtbare Land zwischen Unstrut und Saale ist seit Jahrtausenden besiedelt. Von der Kultur der Bewohner zeugt die Himmelsscheibe von Nebra.
Am Ufer der Unstrut, nahe Memleben, erhebt sich ein markanter, 30 Meter hoher Gipsfelsen, der Wendelstein. Zur Entstehungszeit der Himmelsscheibe (ca. 1600 v. Chr.) war er wohl schon bewohnt.
Funde von Tongefäßen deuten darauf hin, dass auch die Germanen den Felsen als Festung und Kultstätte genutzt haben (sie wären blöde gewesen, wenn sie sich nicht dort oben festgesetzt hätten). Weiterlesen »Der blutige Bruderzwist von Burg Wendelstein
Innenhof der Veste Heldburg / Foto: Burgerbe.deDie ursprünglich für Sommer 2011, dann für den Sommer 2013 geplante Eröffnung des Deutschen Burgenmuseums auf der Veste Heldburg (Thüringen) ist um weitere zwei Jahre verschoben worden.
Sie soll nun 2015 stattfinden. Gründe für die Verschiebung wurden nicht bekannt. Es liegt wohl schlicht daran, dass es ein Mammut-Projekt ist.
Im geplanten Burgenmuseum soll keine Mini-Sammlung präsentiert werden, sondern auf 40 Räumen (mit üppigen 3000 Quadratmetern) ein Überblick über die Geschichte der deutschen Burg vom frühen Mittelalter (ab etwa dem Jahr 500) bis zu den türmchenbewehrten Märchenschloss-Bauten des Historismus (1780-1920) gegeben werden. Weiterlesen »Deutsches Burgenmuseum auf der Veste Heldburg: Eröffnung erst 2015
Erfurt 1493 in Hartmann Schedels Weltchronik (Bild: Wikipedia/Public Domain) / Bild oben: KI/Burgerbe.de26. Juli 1184: Im Saal der erzbischöflichen Burg* in Erfurt wird Hohes Gericht gehalten. Deutschlands König Heinrich VI., Sohn Friedrich Barbarossas, ist im Auftrag des kaiserlichen Vaters zum Hoftag eingetroffen.
Der König sitzt erhöht in einer Nische und hört den Streitenden zu. Konrad I., Erzbischof von Mainz, und Landgraf Ludwig III. von Thüringen beharken sich in der Sommerhitze schwitzend mit allerlei juristischen Finessen.
Es geht um den Besitz der reichen Stadt Erfurt. Ist sie geistlicher oder weltlicher Besitz? Muss der Erzbischof sie an den Landgrafen herausrücken? Die Sache könnte für beide leicht zum Kriegsgrund werden.
Reichs-Prominenz hört zu
Das Thema ist daher so wichtig, dass reichlich Fürsten und Bischöfe den Raum im zweiten Stock der Burg bevölkern und dem Geplänkel mit ernsten Mienen lauschen.